Saturday, 1. October 2016
07.05.2011
 
 

Der Gold-Dinar und die Rettung der Weltwirtschaft vor Gaddafi

Redaktion

Manche glauben, es ginge um den Schutz der Zivilbevölkerung, andere halten das Erdöl für den eigentlichen Grund, aber einige sind davon überzeugt, dass es bei der Intervention in Libyen nur um die Pläne Gaddafis zur Einführung des Gold-Dinar als einheitliche afrikanische Währung auf der Grundlage von Gold geht – als eine ehrliche gemeinsame Nutzung des Reichtums.

»Das ist eines von den Dingen, die man ganz im Geheimen planen und vorbereiten muss, denn sobald man erklärt, man werde vom Dollar zu etwas anderem wechseln, wird man zum Ziel von Angriffen«, erklärte der Gründer der Organisation Ministry of Peace, Dr. James Thring. »In den Jahren 1986 und 2000 organisierte Gaddafi zwei Konferenzen. Alle waren interessiert, die meisten afrikanischen Staaten waren begeistert.«

Und Gaddafi gab nicht auf. In den Monaten vor der Militärintervention forderte er die afrikanischen und moslemischen Nationen auf, sich zusammenzuschließen und diese neue Währung einzuführen, die ein Gegengewicht zum Dollar und zum Euro bilden sollte. Erdöl und andere Rohstoffe würden weltweit dann nur noch in Gold-Dinar gehandelt.

Diese Idee würde das wirtschaftliche Gleichgewicht weltweit erschüttern. Denn dann hinge der Wohlstand einer Nation davon ab, wie viel Gold sie besäße und nicht, mit wie viel Dollar sie handelt. Libyen verfügt über 144 Tonnen Gold. Die Goldreserven Großbritanniens sind beispielsweise doppelt so umfangreich, die Bevölkerung des Landes ist aber zehnmal größer als die libysche.

»Sollte Gaddafi beabsichtigt haben, sein Erdöl oder was immer sein Land sonst noch auf den Weltmärkten verkauft, neu auszupreisen, und etwas anderes als Währung zu akzeptieren oder möglicherweise eine Währung auf der Grundlage des Gold-Dinar einzuführen, würde jeder Schritt in dieser Richtung mit Sicherheit von der heutigen Machtelite als feindlicher Akt gesehen. Denn diese Machtelite kontrolliert die Zentralbanken weltweit«, kommentierte Anthony Wile, Gründer und Chefredakteur von Daily Bell. »Das wäre sicher ein Grund, ihn sofort zu stürzen Man müsste dann aber andere Gründe vorbringen, um ihn loszuwerden.«

Es wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passierte.

Im Jahr 2000 kündigte Saddam Hussein an, irakisches Erdöl werde in Zukunft nicht länger in Dollar, sondern in Euro abgerechnet. Manche sind der Auffassung, es wäre dann zu den Sanktionen und der Invasion gekommen, weil die Amerikaner entschlossen waren, die OPEC mit allen Mitteln daran zu hindern, den Erdölhandel aller Mitgliedsstaaten nunmehr in Euro zu bewerten.

Ein Gold-Dinar hätte schwerwiegende Konsequenzen für das Weltfinanzsystem, aber er würde zugleich die Bedeutung und den Einfluss der afrikanischen Bevölkerung stärken, und um das zu verhindern, seien die USA nach Auffassung einiger schwarzer Aktivisten zu allem bereit. »Die USA haben den Afrikanern in den Vereinigten Staaten selbst das Recht auf Selbstbestimmung verweigert. Wir können uns daher gut vorstellen, dass die USA alles unternähmen, um die freie Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes der Afrikaner auf ihrem Kontinent zu behindern«, erklärte die frühere amerikanische Abgeordnete Cynthia Ann McKinney.

Das britische Gold befindet sich in geheimen Tresoren in den Tiefen der Bank von England. Wie bei den meisten Industrienationen reicht die Goldmenge nicht aus, um sie als Währung in Umlauf zu bringen.

Im Falle von Libyen und vielen anderen Golfstaaten ist das anders. Ein Gold-Dinar würde die erdölreichen Länder Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens in die Lage versetzen, ihren energiehungrigen Kunden gegenüberzutreten und zu erklären: »Tut uns leid, der Preis ist gestiegen, und wir wollen in Gold bezahlt werden.«

Einige sind der Ansicht, die USA und ihre NATO-Verbündeten können das einfach nicht zulassen.

 

 


 

 

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