Tuesday, 28. June 2016
23.04.2013
 
 

Die Zarnajew-Brüder – Doppelagenten, die die USA in die Terrorismusfalle tappen ließen 

Redaktion

Auf die zahlreichen Fragen, die im Zusammenhang mit den beiden Bombenattentätern in Boston – Tamerlan und Dschochar Zarnajew – herumschwirren, gibt es eine einleuchtende Antwort, die sich in den 102 Stunden voller Anspannung zwischen den beiden Bombenanschlägen beim Marathonlauf in Boston am Montag, dem 15. April –  bei denen drei Menschen getötet, 180 weitere Personen verletzt wurden und bei der anschließenden Verfolgungsjagd ein Wachmann auf dem Gelände des MIT ums Leben kam – und Dschochars Verhaftung am 19. April in dem Bostoner Vorort Watertown abzeichnete.

Quellen aus dem Bereich Terrorbekämpfung und aus den Geheimdiensten kommen zu dem Schluss, bei den beiden Brüdern handele es sich um Doppelagenten, die von den USA und saudischen Geheimdiensten angeheuert wurden, um die wahhabitisch-dschihadistischen Netzwerke zu

infiltrieren, die sich, wiederum mit saudischer Finanzhilfe, in der unruhigen russischen Kaukasusregion ausgebreitet hatten. Die Brüder tschetschenischer Herkunft hätten dann aber ihre Auftraggeber verraten und sich insgeheim auf die Seite der radikal islamistischen Netzwerke geschlagen.

 

Im Zuge dieser verwickelten Geschehnisse erwarben sich die Brüder den zweifelhaften Ruhm, als erste Terroristen den Al-Qaida-Terror auf dem Umweg über eine Region außerhalb des Nahmittelostens – nämlich den Kaukasus – in die USA gebracht zu haben.

 

Zu dieser weitläufigen Region gehören die autonomen oder halbautonomen muslimischen Republiken Dagestan, Inguschetien, Kabardinien-Balkarien, Tschetschenien, Nord-Ossetien und Karatschai-Tscherkessien, von den viele nur wenigen im Westen geläufig sein dürften. Moskau hält diese Republiken an einer kurzen militärischen und geheimdienstlichen Leine und unterdrückt den gewalttätigen Widerstand der wahhabitischen Zellen, die von bestimmten saudischen Kreisen und auch mit Geldern der Regierung in Riad unterstützt werden, die auf diese Weise etwa den Bau wahhabitisch ausgerichteter Moscheen und Schulen ermöglichen und damit die saudische Staatsreligion verbreiten wollen.

 

Als ein saudischer Student, der nach den Anschlägen mit schweren Verbrennungen an den Händen in einem Bostoner Krankenhaus behandelt wurde, wegen einer mutmaßlichen Beteiligung befragt wurde, befürchteten die Saudis, ihre verdeckte Einflussnahme auf die Kaukasusregion könnte peinlicherweise ans Licht kommen.

 

Ihre Besorgnis war immerhin so groß, dass der saudische Außenminister Prinz Saudi al-Feisal am Mittwoch, dem 17. April, auf dem Höhepunkt der hektischen Bemühungen zur Beilegung der Krise nach den Bombenanschlägen nach Washington reiste und im Weißen Haus zu einem außerplanmäßigen privaten Gespräch mit Präsident Barack Obama und dessen Sicherheitsberater Tom Donilon zusammentraf, um zu erörtern, wie man mit der saudischen Verbindung zu den Bombenanschlägen umgehen solle.

 

Am selben Tag starteten die offiziellen saudischen Medien eine dreitägige Kampagne, in deren Verlauf sich führende politische und religiöse Persönlichkeiten zu Wort meldeten und behaupteten, der wahre und ursprüngliche saudische Wahhabismus unterstütze in keiner Weise irgendwelche Formen von Terrorismus oder eines Dschihads mit Selbstmordattentaten, und ebenso wenig habe die saudische Staatsreligion das Geringste mit den Anschlägen von Boston zu tun. »Welche Staatsangehörigkeit die Attentäter auch besitzen mögen oder welcher Religion sie angehören, es handelt sich um Terroristen und abartige Verbrecher, die nur für sich selber stehen«, hieß es.

 

Prinz Saud sollte die etwa 30.000 saudischen Studenten in den USA von dem Verdacht befreien, sie beteiligten sich ihrer Nationalität oder Religion willen an terroristischen Aktivitäten – dieser Verdacht steht nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auch zwölf Jahre später immer noch im Raum. Der Minister befürchtete, eine Offenlegung der Verbindungen der Zarnajew-Brüder zu wahhabitischen Gruppen im Kaukasus könnte diesen Makel wieder aufleben lassen.

 

Die These der Anwerbung der Zarnajews durch amerikanische Dienste, die auf diese Weise die terroristischen Netzwerke im Süden Russlands infiltrieren wollten, erklärt auch andere ansonsten rätselhafte Aspekte der Ereignisse:

 

1.     Ein amerikanisches Elite-College in Cambridge nahm den jüngeren der beiden Brüder, Dschochar, an und gewährte ihm sogar ein Stipendium von 2.500 Dollar, ohne ihn den üblichen außerordentlich strengen Zulassungsbestimmungen zu unterziehen. Möglicherweise hatte sein älterer Bruder Tamerlan dieses Privileg für seinen jüngeren Bruder sozusagen als »Bezahlung« für die Zusammenarbeit gefordert.

2.     Als eine »ausländische Regierung« (der russische Geheimdienst) das FBI im Zusammenhang mit möglichen Verbindungen Tamerlans zu wahhabitischen Gruppen im Kaukasus um Amtshilfe bat, fand die Bundespolizei, wie sich jetzt herausstellte, kein belastendes Material und ließ ihn nach einer kurzen Befragung wieder gehen. Bei der in Frage stehenden Zeit ging es um den Zeitraum, in dem die Brüder sich allmählich al-Qaida immer mehr annäherten und der Terrororganisation die Treue schworen.

Tamerlan wurde nicht weitergehend überwacht, und man unternahm auch keinen Versuch, die Tatsache zu vertuschen, dass er sich im vergangenen Jahr längere Zeit in Russland aufhielt und nach seiner Rückkehr damit begann, über soziale Netzwerke radikale islamistische Auffassungen zu vertreten. Selbst als die Strafverfolgungsbehörden, die durch Mitarbeiter anderer staatlicher und bundesstaatlicher Einrichtungen personell massiv verstärkt wurden, unmittelbar nach den Anschlägen in Boston fieberhaft nach den Tätern suchten, wurde Tamerlan Zarnajew nicht als möglicher Verdächtiger genannt.

3.     Erst am Freitag, also vier Tage nach den Bombenanschlägen, veröffentlichte das FBI Fotos und Videoaufzeichnungen des »Verdächtigen Nr. 1« mit einer schwarzen Baseballkappe und des »Verdächtigen Nr. 2« mit einer weißen Kappe, die sich rasch vom Tatort entfernten, und rief die Öffentlichkeit auf, die Behörden bei der Identifizierung der beiden zu unterstützen.

Wir wissen jetzt, dass es sich dabei um eine Farce handelte. Die Behörden wussten genau, wo sich die beiden Brüder aufhielten. Und dann wurden sie plötzlich identifiziert, als die Polizei auf dem Campus des MIT am Freitag versuchte, den Fluchtwagen der beiden zu stellen. Die eine Person, die während des Schusswechsels getötet worden war, wurde als der 26-jährige Tamerlan Zarnajew, und der zweite Flüchtige, den man schließlich in der Nacht zum Samstag in seinem Versteck in einem abgestellten Boot verhaftete, wurde als der 19-jährige jüngere Bruder Tamerlans, Dschochar Zarnajew, identifiziert.

 

Aus Geheimdienstkreisen verlautete, möglicherweise würde die ganze Wahrheit über die Terroranschläge in Boston, die ganz Amerika – und in auffallender Weise auch Washington – erschütterten und schockierten, niemals ans Licht kommen, und die Öffentlichkeit mit den Informationen abgespeist, die jetzt schon bekannt sind.

 

Wir werden vielleicht nie die ganze Wahrheit darüber erfahren, ob und wann die beiden tschetschenischen Brüder von amerikanischen Geheimdiensten als Infiltrationsagenten rekrutiert wurden. Und ebenso wenig werden wir anderen Gerüchten und Geschichten wirklich auf den Grund gehen können, nach denen auch noch andere amerikanische Agenten »umgedreht« wurden und sich gegen ihre Auftraggeber wandten.

 

Hier eine kurze und sicher unvollständige Liste einiger der Vorfälle, die dem Doppelspiel der tschetschenischen Brüder vorangingen:

 

o   In den 1980er Jahren bot ein Ägypter, der sich Ali Abdul Saud Mohammed nannte, dem CIA-Chef in Kairo seine Dienste als Spion an. Er wurde angenommen, obwohl er damals als offizieller Dolmetscher für Aiman al-Zawahiri, einen der wichtigsten al-Qaida-Führer unter Osama bin Laden und heute die Nummer Eins des Terrornetzwerks, tätig war.

Mohammed gab sich als Überläufer aus, aber wie sich herausstellte, lieferte er al-Qaida amerikanische Militärgeheimnisse. Er wurde später auch für die Bombenanschläge auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Daressalam 1998 verantwortlich gemacht.

o   Am 30. September 2009 zündete der jordanische Arzt Human Chalil al-Balawi, der zuvor das Vertrauen amerikanischer Geheimdienste in Afghanistan gewonnen hatte und dem man zutraute, bis in die Führungsriege al-Qaidas vorzudringen, bei einem Treffen in der ostafghanischen Provinz Chost eine Bombe und riss vier führende CIA-Mitarbeiter mit in den Tod.

o   Und da gibt es noch den französischen Muslim Mohammed Merah. Er wurde vom französischen Geheimdienst angeworben und sollte islamistische Terrorzellen in mindestens acht Ländern, auch im Kaukasus, unterwandern. Ende letzten Jahres verübte er Anschläge auf eine jüdische Schule in Toulouse und einige französische Militäreinrichtungen, bei denen sieben Menschen ums Leben kamen.

Im Zusammenhang mit der Befragung des verhafteten Bostoner Bombenlegers Dschochar Zarnajew wurde darüber diskutiert, ob er aufgrund seiner Schussverletzungen und seines hohen Blutverlusts überhaupt vernehmungsfähig sei. Die Schusswunden gehen wahrscheinlich auf den Schusswechsel mit der Polizei zurück, bei dem sein Bruder Tamerlan getötet wurde.

 

In der Regel muss jeder Verdächtige über seine Rechte (Zeugnisverweigerungsrecht) informiert und ein Rechtsanwalt gestellt werden. Im Falle Dschochars verzichtet die Staatsanwaltschaft möglicherweise unter Berufung die »Gefährdung der öffentlichen Sicherheit« darauf (das Gesetz sieht eine solche Ausnahme vor) und wird ihn ohne vorherige Information über seine Rechte befragen lassen. Allerdings darf sich dieses Verhör dann nur auf »unmittelbare Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit« beziehen. Präsident Barack Obama könnte ihn auch als »feindlichen Kämpfer« einstufen und das Verfahren an ein Militärgericht übergeben, was dann noch ganz andere Befragungsmethoden einschlösse.

 

Nach Ansicht von Terrorbekämpfungsexperten werden sich die Verhörspezialisten vor allem auf vier Fragenkomplexe konzentrieren:

 

1.     Wann wechselten die beiden Zarnajew-Brüder die Seiten und beschlossen, für die wahhabitischen Netzwerke im Kaukasus zu arbeiten?

2.     Haben sie in den USA bereits andere Personen – insbesondere kaukasischer und saudischer Herkunft – für diese Netzwerke angeworben?

3.     Welche genauen Ziele wurden mit den Bombenanschlägen auf den Marathonlauf in Boston und den anschließenden Ereignissen am MIT und in Watertown verfolgt?

4.     Stehen weitere Terroranschläge in anderen amerikanischen Städten bevor?

 

 

 


 

 

 

 

 

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