Thursday, 29. September 2016
11.10.2012
 
 

Fehlschuss – Granate stammt aus NATO-Beständen und wurde laut Zeitungsbericht von der Türkei an die Rebellen geliefert

Redaktion

Bei der Granate, die beim Angriff auf die türkische Stadt Akçakale abgefeuert wurde, handelt es sich um ein Modell, das nur bei der NATO verwendet wird und das über die Türkei in die Hände der syrischen Rebellen gelangte, berichtet die türkische Zeitung Yurt. Die Granate tötete am vergangenen Mittwoch eine erwachsene Frau und vier Kinder der gleichen Familie.

In dem Artikel des Chefredakteurs, Merdan Yanardağ, heißt es, diese Information stamme aus einer verlässlichen und vertrauenswürdigen Quelle, die behauptet, die Türkei selbst habe den Aufständischen der so genannten Freien Syrischen Armee die Granaten geliefert. »Die Türkei ist seit vielen Jahren [seit 1952] NATO-Mitglied, und sie handelt in Absprache mit anderen

NATO-Mächten, insofern überrascht es nicht, dass es zu so etwas kommen konnte«, sagte Abayomi Azikiwe, Herausgeber von Pan-African News Wire, gegenüber Russia Today.

 

Die NATO habe bisher zwar jede offene militärische Verwicklung in den Konflikt vermieden, aber nach Ansicht Azikiwes ist die Allianz an jeder Entscheidung der Türkei beteiligt. »Ankara wird keine militärische Operation beginnen oder irgendwelche Militärstrategien entwickeln, ohne dies mit anderen NATO-Mächten abzustimmen«, fuhr er fort.

 

Bisher hat die Türkei sechs Tage in Folge mit Vergeltungsmaßnahmen gegenüber Syrien reagiert, nachdem eine Granate aus Syrien in der türkischen Provinz Hatay gelandet war. Die Türkei werde ihre Städte und Ortschaften im Grenzgebiet verteidigen, hatte der türkische Präsident Abdullah Gül am Montag erklärt, und alles dazu Notwendige unternehmen. »In Syrien nehmen die Entwicklungen derzeit die schlimmstmögliche Richtung … Unsere Regierung steht in ständigem Kontakt mit der türkischen Militärführung. Was immer getan werden muss, wird umgehend geschehen, wie Sie sehen, und das wird auch weiterhin der Fall sein«, sagte er.

 

Aber nicht nur führende Politiker der Türkei äußern ihre Meinung zu dem Konflikt. Ebenfalls am Montag hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vor den verheerenden Konsequenzen gewarnt, die der Konflikt für die Region haben könnte. »Die Verschärfung des Konflikts entlang der türkisch-syrischen Grenze und die Auswirkungen der Krise auf den Libanon sind als extrem gefährlich einzustufen«, sagte der Generalsekretär bei der Eröffnung des Weltforums für Demokratie im französischen Straßburg.

 

Viele Experten, darunter auch Dan Glazebrook, befürchten, die Situation könnte zu einem regionalen Konflikt eskalieren. »Auf der einen Seite versucht [die Türkei], die Rebellen bei der Fortsetzung ihres Kampfes zu unterstützen, und da sie weiß, dass die Rebellen im Bodenkampf unterlegen sind, beschießt sie Syrien, um den Rebellen dabei zu helfen, nicht zu viele ihrer Stellungen zu verlieren. Aber meiner Meinung nach hofft sie zugleich, sie könnte die NATO irgendwie dazu bewegen, selbst einzugreifen, sozusagen mit einer Art Blitzkriegsoperation. Denn das wäre derzeit die einzige Möglichkeit, den Rebellen in dieser Situation zum Sieg zu verhelfen«, erklärte er gegenüber Russia Today.

 

 


 

 

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