Friday, 29. July 2016
28.10.2014
 
 

Flug MH 17: Niederländischer Chefermittler schließt Abschuss aus der Luft nicht aus

Redaktion

In einem am Montag im deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlichten Interview erklärte der Chefermittler der niederländischen Staatsanwaltschaft, Fred Westerbeke, seine Gruppe ermittele in alle Richtungen und schließe auch die Theorie nicht aus, ein Kampfflugzeug habe die malaysische Passagiermaschine am 17. Juni über der Ostukraine abgeschossen. Beweise, die diese Auffassung untermauern, hatte Moskau bereits im Juli vorgelegt.

 

Beim Absturz der Passagiermaschine waren fast 300 Menschen ums Leben gekommen. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte Daten und Informationen seiner militärischen Luftüberwachung, aus denen hervorging, dass sich ein Kampfflugzeug der ukrainischen Regierung dem Passagierflugzeug kurz vor dem Absturz im Steigflug annäherte.

 

Kiew hat bisher keine Erklärung dazu abgegeben, warum sich das Kampfflugzeug Flug MH 17 so stark näherte. Weder die Ukraine noch westliche Länder haben die Möglichkeit, ein ukrainisches Flugzeug habe MH 17 abgeschossen, offiziell akzeptiert.

 

Westerbeke sagte, die niederländischen Ermittler bereiteten ein offizielles Rechtshilfeersuchen an Moskau vor, da Russland der offiziellen Untersuchungskommission nicht angehört. Er fügte hinzu, man werde insbesondere nach den Radardaten fragen, die zeigen sollen, dass sich ein ukrainisches Kampfflugzeug der Passagiermaschine kurz vor dem Absturz so stark genähert habe. »Ausgehend von den vorliegenden Informationen ist der Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete in meinen Augen noch immer das wahrscheinlichste Szenario. Aber wir verschließen nicht die Augen vor der Möglichkeit, dass es anders gewesen sein könnte«, erklärte er weiter.

 

Die internationale Untersuchungskommission, die unter niederländischer Leitung steht, weil es sich bei fast zwei Dritteln der Opfer um Niederländer handelte, konnte die genaue Absturzursache noch immer nicht ermitteln. In einem Zwischenbericht vom September hieß es, das Flugzeug sei aufgrund der Einwirkung einer »Vielzahl fliegender Objekte von außen« abgestürzt.

 

Ein zwischenzeitlich veröffentlichter Bericht der niederländischen Flugsicherheitsbehörde Onderzoeksraad voor Veiligheid (OVV, engl. Dutch Safety Board, DSB) hatte zudem einige Passagierflugzeuge aufgelistet, die sich in der näheren Umgebung von Flug MH 17 aufhielten, aber kein Militärflugzeug aufgeführt. Auf diesen Bericht angesprochen, entgegnete Westerbeke, diese Stellungnahme beruhe auf den damals zugänglichen Informationen. Möglicherweise sei Russland in der Lage, weitere Informationen vorzulegen.

 

Der Westen macht die Selbstverteidigungskräfte in der Ostukraine für den Abschuss der Passagiermaschine verantwortlich, ohne allerdings überzeugende Beweise für diese Behauptung vorlegen zu können. Moskau drängt die USA, Satellitenbilder freizugeben, die die Vorwürfe belegen könnten. »Vielleicht war es ein Zufall, aber der amerikanische Satellit überflog genau zur Zeit des Absturzes des malaysischen Flugzeugs das Gebiet«, hatte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums im Juli erklärt.

 

In dem Spiegel-Interview forderte Westerbeke auch die USA auf, Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. »Wir sind weiter in Kontakt mit den Vereinigten Staaten, um Satellitenbilder zu bekommen«, meinte er. Der Bundesnachrichtendienst ist nach eigenem Bekunden davon überzeugt, dass lokale Milizen das malaysische Passagierflugzeug MH 17 abgeschossen habe, berichtete der Spiegel in einem früheren Artikel. BND-Präsident Gerhard Schindler habe »den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums am 8. Oktober umfangreiche Belege, darunter eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und verschiedenen Fotos vorgelegt«.

 

Demgegenüber erklärte der niederländische Staatsanwalt, leider »wissen wir nicht, um welche Bilder es dabei konkret ging. Das Problem ist, dass es sehr viele verschiedene Satellitenaufnahmen gibt: Einige davon findet man im Internet, andere stammen von ausländischen Geheimdiensten.«

 

Die Regierung in Kiew und die Separatisten in der Ostukraine machen sich gegenseitig für den Abschuss des Flugzeugs verantwortlich. In diesem Zusammenhang veröffentlichte Kiew angeblich aufgefangene Gespräche zwischen Rebellenkämpfern, in denen diese mutmaßlich einräumen, ein Flugzeug abgeschossen zu haben. Dazu meinte Westerbeke: »Wenn wir aber tatsächlich den oder die Täter vor Gericht bringen wollen, brauchen wir Beweise und mehr als ein mitgeschnittenes Telefonat aus dem Internet oder Fotos von der Absturzstelle. Deshalb ziehen wir nicht nur ein Szenario in Betracht, sondern mehrere.«

 

Die niederländischen Ermittler waren vor allem von den Angehörigen der Opfer wegen der nur langsamen Fortschritte kritisiert worden. Der Staatsanwalt machte deutlich, dass es noch viel Zeit in Anspruch nehmen werde, um den tatsächlichen Hergang zu ermitteln. »Wir werden sicher das ganze nächste Jahr für unsere Arbeit benötigen, und vielleicht noch länger… Aber wir können das schaffen«, sagte er.

 

Seinen Angaben zufolge sind in den Niederlanden zehn Staatsanwälte mit den Ermittlungen befasst. Sie werden von Forensikexperten und 80 Polizisten unterstützt. Regelmäßig treffen sie sich auch zum Informationsaustausch mit Kollegen aus Malaysia, Australien und der Ukraine.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (14) zu diesem Artikel

29.10.2014 | 16:41

Hank Scorpio

Ein Flugzeug mit knapp 300 Menschen wird abgeschossen, wenn man nicht komplett bescheuert ist, wird man feststellen, dass das Flugzeug sicher nicht von einer Rakete getroffen wurde, so wie es die Mainstream Medien darstellen, sondern von einem Kampfjet mit Maschinengewehr.Wenn ich mit anderen Leute über dieses Thema geredet habe, wurde ich immer als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Man kann so viel argumentieren wie man mag, aber am Ende hält man dich eh für verrückt und man...

Ein Flugzeug mit knapp 300 Menschen wird abgeschossen, wenn man nicht komplett bescheuert ist, wird man feststellen, dass das Flugzeug sicher nicht von einer Rakete getroffen wurde, so wie es die Mainstream Medien darstellen, sondern von einem Kampfjet mit Maschinengewehr.

Wenn ich mit anderen Leute über dieses Thema geredet habe, wurde ich immer als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Man kann so viel argumentieren wie man mag, aber am Ende hält man dich eh für verrückt und man wird ausgelacht.

Was ich damit sagen will ist, egal ob Flug MH 17, Ebola, Syrien oder Ukraine, schlussendlich ist das alles ein großer BETRUG und wenn die Mensch das alles bald nicht kapieren, dann stehen harte Zeiten vor uns...


29.10.2014 | 13:22

Rudy

Von die Hollandische behôrde muss man keine korrekte auklärung erwarten dass haben die damals bei der absturz der EL AL machine in der Bijlmermeer auch nicht gemacht weil dass flugzeug geladen war mit militärmateriaal und warscheinlich auch mit nuklearbomben 3 F später erklärt wie Depleted Uranium als gegengewicht dessem flugzeuges ! Die Holländer sind richtig verknechtet an die Amerikaner vonwegen die vergangenheit des vormaligen Prins Bernard wärend 2tem weltkrieg ! !


29.10.2014 | 11:57

Dieter

Was mich enorm verwundert, dass, wie sonst bei Flugzeugkatastrophen üblich, die Herumliegenden Teile registriert eingesammelt und zur einer Analyse in einer großen Halle entsprechen der Fahrzeugkonstruktion ausgelegt werden. Ja ich weiß die Situation am Platze der Katastrophe ist kompliziert. ......... Keiner der beiden kämpfenden Seiten vertraut in der Frage der Aufklärung nicht der anderen. Eine Seite hat was zu verschleiern bzw. die Schuld der anderen Seite in die Schuhe zu...

Was mich enorm verwundert, dass, wie sonst bei Flugzeugkatastrophen üblich, die Herumliegenden Teile registriert eingesammelt und zur einer Analyse in einer großen Halle entsprechen der Fahrzeugkonstruktion ausgelegt werden. Ja ich weiß die Situation am Platze der Katastrophe ist kompliziert. ......... Keiner der beiden kämpfenden Seiten vertraut in der Frage der Aufklärung nicht der anderen. Eine Seite hat was zu verschleiern bzw. die Schuld der anderen Seite in die Schuhe zu schieben......... Alles auf dem Rücken der Opfer, Angehörigen und Fluggesellschaft.... Das Video ist sehr interessant!


29.10.2014 | 08:26

Shamael

youtube.com/watch?v=5VRBryBwfpA#t=68 . Seht euch doch mal einfach nur dieses Video an, es erzählt Bände.


29.10.2014 | 07:13

Güldenring

In Ihrem Infobrief vom 10.09.14 schrieben Sie folgendes: Besonders interessant ist auch das peinliche Schweigen über die Insassen. Wie hier schon berichtet, handelte es sich bei den Toten um alte, in Formalin eingelegte Leichen. Das geht jedenfalls aus einem ausführlichen und glaubwürdigen Augenzeugenbericht einer Anwohnerin aus Grabowo hervor, den die abchasische Nachrichtenagentur ANNA-News veröffentlichte. Auch andere Zeugen sprachen von alten Leichen. Was haben die...

In Ihrem Infobrief vom 10.09.14 schrieben Sie folgendes: Besonders interessant ist auch das peinliche Schweigen über die Insassen. Wie hier schon berichtet, handelte es sich bei den Toten um alte, in Formalin eingelegte Leichen. Das geht jedenfalls aus einem ausführlichen und glaubwürdigen Augenzeugenbericht einer Anwohnerin aus Grabowo hervor, den die abchasische Nachrichtenagentur ANNA-News veröffentlichte. Auch andere Zeugen sprachen von alten Leichen. Was haben die niederländischen Ermittler denn nun herausgefunden? Welche Angehörige haben denn diese alten Leichen identifiziert?


28.10.2014 | 20:58

Hilmar Hohenstein

Den vorherigen Kommentaren kann man nur zustimmen.Hier soll und wird vertuscht und verheimlicht. Wahrscheinlich hat PAUL Recht,eine lückenlose Aufklärung würde vermutlich unerwünschte Hinweise in Richtung Westen,über den Atlantik,ergeben.Und da wird man sich doch hüten,unsere Freunde bloßzustellen.

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