Saturday, 23. July 2016
27.05.2011
 
 

Gaddafi und die Rebellenkommandeure einigen sich auf Waffenstillstand – NATO setzt Krieg fort

Redaktion

Die Kämpfe in Libyen schwächen sich ab. Militärquellen berichten, Muammar al-Gaddafi und die Rebellenkommandeure stünden nach zweiwöchigen Geheimverhandlungen kurz vor Abschluss einer ganzen Reihe von Abkommen zur Beendigung des Krieges. Während die Kampfflugzeuge der NATO ihre Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis auch in der Nacht zum Mittwoch, dem 25. Mai, fortsetzten, wurden die Bodenkämpfe bis auf wenige örtliche Ausnahmen in einigen kleineren Kampfzonen, in denen einige wenige Rebellenkommandeure noch ausharren, praktisch eingestellt. Aber in den zuletzt heftig umkämpften Städten Misrata, Brega und Adschabia ist Ruhe eingekehrt, als der Waffenstillstand seine Wirkung entfaltete.

Die Gespräche wurden auf libyscher Seite vom Geheimdienstchef Gaddafis, Abdullah Sanusi, geführt und machten in den beiden letzten Wochen so gute Fortschritte, dass sich beide Seiten dazu entschlossen, mit der Forderung nach einem Waffenstillstand an die Öffentlichkeit zu gehen. Dies veranlasste den libyschen Ministerpräsidenten Al-Bagdadi al-Mahmudi, in einem an führende Politiker der Welt gerichteten Brief eine von der UN überwachte Feuerpause vorzuschlagen. Er erklärte, das Gaddafi-Regime sei bereit, ohne Vorbedingungen Gespräche mit den Rebellen aufzunehmen, eine allgemeine Amnestie für beide Seiten zu verkünden, eine neue Verfassung auszuarbeiten und eine neue Form der Regierung einzurichten. Aber zunächst müssten die Kämpfe eingestellt werden. Zu eventuellen Rücktrittsabsichten Gaddafis äußerte er sich nicht.

Der Wortlaut des Briefes sei den Vertragsentwürfen entnommen, auf die sich die Regierung und die Verhandlungsführer der Rebellen bereits geeinigt hätten.

In London stimmten der amerikanische Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron darin überein, dass Gaddafi zurücktreten und Libyen verlassen solle. Zugleich aber räumten sie ein, um dieses Ziel zu erreichen, seien langwierige Kampfhandlungen erforderlich. »Wir müssen vielleicht mehr Geduld aufbringen, als den Menschen lieb ist«, erklärte Obama. Keiner der beiden schloss einen möglichen Waffenstillstand aus.

In der Zwischenzeit setzt die NATO ihre Luftangriffe auf Gebäude in Tripolis fort in der Hoffnung, den libyschen Machthaber zu töten und damit den Krieg durch einen Sieg abzukürzen.

 

Quelle: DEBKA

 


 

 

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