Samstag, 10. Dezember 2016
20.10.2012
 
 

George Soros, die Rothschilds, AFRICOM und das Gold Liberias

Redaktion

Einem Bericht zufolge hat das Angebot der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, in Liberia einen Stützpunkt für das United States Africa Command (AFRICOM, eines der sechs Regionalkommandos der US-Streitkräfte) einzurichten, mehr damit zu tun, die Goldbergwerke von George Soros und Nathaniel Rothschild zu schützen, als Stabilität und Menschenrechte in der Region voranzubringen.

George Soros ist ein amerikanischer Geschäftsmann ungarischer Herkunft, Investor, Philosoph und Philanthrop. Der heute 82-Jährige steht an der Spitze des Soros Fund Management und ist zugleich Vorsitzender der Open Society Foundations. Er gilt als der New Yorker Hedgefonds-Manager sowie als knallhart und äußerst erfolgreich.

 

Vor allem seit Mitte der 1960er Jahre benutzte er seinen immensen Einfluss dazu, bei der Umgestaltung der politischen Landschaften einiger Länder mitzuhelfen, und spielte sogar in einigen Fällen eine wichtige Rolle beim Sturz von Regimen, die seit Jahren, manchmal sogar seit Jahrzehnten an der Macht gewesen waren. Was die USA angeht, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Soros gegenwärtig die amerikanische Politik und Kultur stärker als jede andere lebende Person beeinflusst.

 

Der oben genannte Bericht wurde vor fast einem Jahr im Internet veröffentlicht und deutete an, Präsidentin Johnson Sirleaf und ihre Freundin Leymah Gbowee hätten 2011 den Friedensnobelpreis lediglich erhalten, um sozusagen als Gegenleistung die Goldminen von George Soros und Rothschild zu schützen und dafür zu sorgen, dass Soros und Rothschild die Gesamtkontrolle über das Gold erhalten. Lapidar kommentierte der Bericht: »Ein bisschen Gold [die Goldmedaille des Friedensnobelpreises] für das ganze Gold.«

 

Weiter heißt es in dem Bericht: »Wie so viele andere internationale Körperschaften, die einmal mit guten Absichten begonnen hatten, ist das norwegische Nobelkomitee wie auch das Internationale Olympische Komitee zum Handlanger weltweiter Konzerne geworden… Es ist offensichtlich, dass die Entscheidung des Nobelkomitees, den Friedensnobelpreis zwei liberianischen Frauen zusammen mit einer jemenitischen Menschenrechtsaktivistin zuzusprechen, darauf gegründet war, einerseits ein bisschen Lobbyarbeit im rohstoffreichen Westafrika zu betreiben und gleichzeitig die Demokratiebewegung des ›Arabischen Frühlings‹ zu würdigen.«

 

Der Bericht betont, die Verleihung des Friedensnobelpreises an die jemenitische Menschenrechtsaktivistin [Tawakkul Karman] erscheine vor dem Hintergrund ihrer Bestrebungen, Ali Abdullah Salih, den brutalen Diktator des Landes zu stürzen, durchaus angemessen, aber die Verleihung des Friedensnobelpreises an die liberianische Präsidentin Johnson Sirleaf und die liberianische Menschenrechtsaktivistin Leymah Gbowee kurz vor den Präsidentschaftswahlen im Land sei doch wohl als offensichtlicher Versuch zu werten, den Ausgang der Wahlen zu beeinflussen und die liberianische Politikerin für ihre Unterstützung für AFRICOM zu belohnen. »Sirleaf ist nicht nur das erste afrikanische gewählte, weibliche Staatsoberhaupt, sondern die einzige afrikanische Staatschefin, die AFRICOM eine Operationsbasis und ein Hauptquartier in Afrika angeboten hat –Liberia«, fährt der Bericht fort. »Sirleafs Einladung an AFRICOM empfanden viele Liberianer als beunruhigend. Sie hatten nicht vergessen, dass Liberia [von der American Colonization Society 1828 ] als Kolonie für freigelassene amerikanische Sklaven gegründet worden war und viele Jahrzehnte lang von amerikanisch-liberianischen Diktatoren beherrscht wurde, die als Stellvertreter für amerikanische Interessen und die Firestone Rubber Company agierten.« [Firestone und der Goodrich Corporation wurde 1926 ein Teil des Landes für eine 99-jährige Nutzung überlassen. Dort entstand die größte Kautschukplantage der Welt.]

 

Der Bericht behauptet, Präsidentin Johnson Sirleaf sei daran beteiligt gewesen, den brutalen Diktator Charles Taylor mit einem 2009 veröffentlichten Bericht der liberianischen Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) zu unterstützen, aber sie lehnte den TRC-Bericht ab und brach zudem ihr Versprechen, das Amt des Staatsoberhauptes nur eine Amtszeit lang zu bekleiden.

 

Winston Tubman, der Neffe des langjährigen liberianischen Präsidenten William Tubman, der gegen Johnson Sirleaf angetreten war, habe, so heißt es im Bericht, »den Zeitpunkt der Verleihung des Friedensnobelpreises an seine Gegenkandidatin nur wenige Tage vor den Wahlen am 11. Oktober kritisiert«, um dann hinzuzufügen: »Bemerkenswerterweise unterstützte die andere liberianische Friedensnobelpreisträgerin Gbowee nach der Verkündung der Friedensnobelpreisträger die Wiederwahl Sirleafs.«

 

»Sirleaf, die an der Harvard-Universität ihren Abschluss machte, wurde seit längerem schon von verschiedenen, von Soros finanzierten ›Menschenrechtsorganisationen‹ und ›zivilgesellschaftlichen Einrichtungen‹, darunter auch das Open-Society- Institut und die gleichnamige Stiftung, gefördert… Am 9. September 2008 berichtete der Wayne Madsen Report (WMR): ›Soros ist ein enger Freund der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, einer früheren Vizepräsidentin der Equator Bank mit Sitz in Washington. Später wurde Equator von der HSBC (der früheren Hongkong and Shanghai Banking Corporation) übernommen, die nicht zufälligerweise zu den Finanzpartnern von Soros gehört.‹«

 

»Soros verfolgt in Liberia und den benachbarten Ländern umfangreiche wirtschaftliche Interessen – dazu gehört auch die Elfenbeinküste, in der französische Truppen gegen loyal zum abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo stehende Soldaten dafür kämpften, den von Soros und Rothschild favorisierten, altgedienten IWF-Mitarbeiter Alassane Quattara und dessen französische Ehefrau an die Macht zu bringen – und weniger, um die ›Zivilgesellschaft‹ voranzubringen«, heißt es in dem Bericht. »In Liberia laufen viele Fäden im Goldminengeschäft zusammen, und Soros‘ Geschäftspartner, Nathaniel Rothschild, ist derzeit dabei, so berichten WMR nahestehende Quellen, in Erwartung des Zusammenbruchs verschiedener Weltwährungen, wie etwa Dollar und Euro, so viele Goldminen wie möglich zu erwerben… Über die von Rothschild kontrollierte Newmont Mining Corporation versuchen Rothschild und Soros zusammen mit anderen von Rothschild kontrollierten Unternehmen wie Vallar und Glencore, Goldminen und Goldbergwerke in Indonesien, Papua-Neuguinea, den USA, in Peru, Ghana, Guinea, Namibia, Kirgistan, Russland, der Elfenbeinküste, Mexiko, Sierra Leone und Liberia zu erwerben«, heißt es im Bericht u.a. weiter.

 

Als versucht wurde, am Montag, dem 8. Oktober 2012, mit dem stellvertretenden Pressesprecher der Präsidentin Johnson Sirleaf, Christopher Sele, telefonisch Kontakt aufzunehmen, um ihn zu fragen, wie die Präsidentin auf den Bericht reagiert habe, nahm eine unbekannte Person, die nicht ihren Namen nannte, aber wahrscheinlich zum Pressestab der Präsidentin gehörte, das Gespräch an und erklärte, Herr Sele befinde sich in einer der oberen Etagen, werde aber umgehend zurückrufen. Aber dies ist bisher nicht geschehen.

 

 


 

 

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