Monday, 30. May 2016
14.10.2013
 
 

Googles Abschied vom Datenschutz? Bilder von Nutzern, ihre Namen und Kommentare sollen in Anzeigen auftauchen

Redaktion

Wie es bereits beim sozialen Netzwerk Facebook übliche Praxis ist, will auch Google in Zukunft bei Werbung mit Produktempfehlungen auf alle möglichen Kommentare, Bewertungen und Empfehlungen von Nutzern, die auf Google oder andere eingebundene Dienste hochgeladen wurden, zurückgreifen.

Das bedeutet, dass vom 11. November an, wenn die neuen Nutzungsbedingungen von Google in Kraft treten, sämtliche Inhalte (Videos, Marken oder Produkte), die Nutzer von Google+ und YouTube öffentlich unterstützt haben, indem sie den »+«- Button oder den »Like«-Button

drückten, zusammen mit einem Bild der betreffenden Person in Anzeigen verwendet werden dürfen.

 

Derartige so genannte »Shared-Endorsements«-Werbeanzeigen, also Werbung mit positiven Bewertungen, die Nutzer gepostet haben, werden auch auf Millionen von anderen Internetseiten erscheinen, die zum Bildschirm-Werbenetzwerk Googles gehören.

 

Nutzer von Google+ haben die Möglichkeit, diese Nutzung abzulehnen, indem sie diese Funktion ausschalten, aber dieser Schritt, so heißt es in den Nutzungsbedingungen, »ändert nichts daran, inwieweit Ihr Profilname oder Foto an anderer Stelle als Google Play genutzt wird«. Eine andere Möglichkeit, sich dieser unfreiwilligen Werbetätigkeit zu entziehen, besteht darin, nichts mehr zu »liken«, also positiv zu bewerten, nichts mehr mit anderen zu teilen und sich nur noch anonym anzumelden.

 

»Bei Nutzern im Alter von unter 18 Jahren erscheinen ihre Empfehlungen oder Bewertungen nicht in ›Shared Endorsements‹ in Anzeigen und bestimmten anderen Zusammenhängen«, heißt es auf der Google-Internetseite.

 

Google folgt mit diesem Schritt ähnlichen Veränderungen, wie sie Facebook im August einführte. Dort nennt man das Ganze »Sponsored Stories«, und es funktioniert praktisch genauso. Jede Empfehlung, die über das Drücken des »Like«-Buttons in dem sozialen Netzwerk ausgesprochen wurde, kann als Empfehlung in einer Anzeige auf der Facebook-Seite eines »Freundes« erscheinen. Beide Unternehmen behaupten zwar, diese neue Möglichkeit sei für die Nutzer sinnvoll, aber Google hatte immerhin die Nutzungsbedingungen aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken noch einmal überarbeitet.

 

»Wir haben es hier mit einem erheblichen Datenschutzproblem zu tun«, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Marc Rotenberg, Direktor der Organisation EPIC, die sich für Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre im Internet einsetzt. Er forderte die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission auf, zu untersuchen, ob die Änderung der Nutzungsbedingungen den 2011 gefundenen Konsens verletze. Damals hatte sich Google bereit erklärt, auf rückwirkende Änderungen der Datenschutzeinstellungen der Nutzer zu verzichten.

 

Die Ankündigung des Unternehmens wurde auf der Google-Profilseite scharf kritisiert. Zahlreiche Nutzer äußerten sich entsetzt und enttäuscht. Einige erklärten, sie dächten darüber nach, alle ihre Bilder zu entfernen oder ihre Profilbilder zu ändern.

 

 

 

 


 

 

 

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