Friday, 30. September 2016
27.10.2013
 
 

Greift China die USA an? Nächster Crash droht

Redaktion

»Es ist möglicherweise ein guter Zeitpunkt, sich zu überlegen, eine de-amerikanisierte Welt zu bauen.« So lässt sich die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zitieren. Öffentlich – und dies deckt einen Teil der chinesischen Absichten auf, denn allein dieser Satz hat Folgen.

China ist der größte Gläubiger der USA und sitzt auf immensen Dollar-Forderungen. Das hat Folgen. Jeder Satz, den China über die USA äußert, wertet den Dollar auf oder ab – und damit die eigenen Forderungsbestände. Lange Zeit über wähnten sich die Amerikaner sicher, dass China

den Handelskrieg nicht ernsthaft in Erwägung ziehen würde. Fast zwei Billionen US-Dollar standen auf dem Spiel.

 

Jetzt aber wird es enger, denn die Chinesen haben erkennen lassen, dass sie ein »Ende mit Schrecken« einem »Schrecken ohne Ende« vorziehen könnten. »Es ist möglicherweise ein guter Zeitpunkt, sich zu überlegen, eine de-amerikanisierte Welt zu bauen«, meint die Nachrichtenagentur Xinhua. Dies allerdings ist ein neuer Schritt in der Wirtschaftswelt.

 

Schon haben die Chinesen mit Japan abgemacht, künftig nicht mehr in Dollars zu handeln, sondern im Yuan beziehungsweise Yen. Die Chinesen dürften auch wissen, warum sie dies machen: Denn es droht die quasi gewaltsame Abwertung des Dollars. Wenn Sie den Dollar besäßen oder die Notenbank wären, regierungsverantwortlich wären – welche der möglichen Lösungen würden Sie wählen?

 

Statistiker gehen davon aus, dass die USA mit 60 Billionen bis sogar 70 Billionen US-Dollar verschuldet sind. Neben den offiziellen 17 Billionen zählen auch die Forderungen der Bürger an ihren Staat, wie Pensionsverpflichtungen in den kommenden Jahren, zu diesen impliziten Schulden. Die Schuldenquote, bezogen auf das jährliche Bruttoinlandsprodukt BIP, läge damit bei über 250 Prozent – mindestens.

Dazu kommen noch Schulden der Privathaushalte, die nach bestimmten Statistiken sogar noch höher liegen. Jeder Wirtschaftswissenschaftler in den USA weiß, dass diese Verbindlichkeiten gar nicht mehr zurückgezahlt werden (können), jedenfalls zum Teil. Damit steigt die Gesamtlast in der US-Wirtschaft weiter an.

 

Eine der Lösungen ist ein Schuldenschnitt, also ein Forderungsverzicht. Dies werden nicht alle Gläubiger unterschreiben, da sie sich wiederum sozusagen an einen Tisch setzen müssten. Wer Öl gegen Dollar verkauft hat, wird dies nicht zulassen. Die Chinesen werden dies nicht zulassen, da sich damit auch ihre Einkaufsposition am Weltmarkt mit einem Schlag verschlechtert. Letztlich also kommt es darauf an, die Bestände jetzt nicht aufzustocken.

 

Eine andere Möglichkeit ist eine radikale Währungsreform. Radikal wäre diese dann, wenn die Banken einfach schließen. Wenn die Konten umgestellt werden und dazu Konten gewaltsam umgestellt würden. Auch dies ist kaum denkbar, da die Amerikaner ein anderes Verhältnis zur Freiheit haben als Westeuropäer und noch mehr Widerstand zu befürchten wäre.

 

Schließlich kann es zu einem Krieg kommen. Ein »Crash«-Krieg. Die Amerikaner leben vom Export ihrer Militärgüter, von der Eroberung neuer Märkte und Ressourcen und vom Vertrauen der Welt in den Dollar, wenn es zu diesen Situationen kommt. Dies ist die wahrscheinlichste Variante, andere Lösungsmöglichkeiten sind kaum in Sicht. China weiß das – und dementsprechend ist die Androhung der »De-Amerikanisierung« durchaus ernst. Auch militärisch.

 

Was passieren kann, zeigt auch Ellen Brown in dem Werk zum Dollar-Crash. Hier geht es nicht nur um Geldtheorie und Reformen, sondern um alles, was in den Massenmedien tabu ist. Desinformation, Täuschung und Lügen werden aufgedeckt.

 

Ein Wirtschaftskrimi.

 

 

 

 


 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Deutschland: Bundeswehr plant Niederschlagung
    von Bevölkerungsunruhen
  • Was Albträume und Schlaflosigkeit verraten
  • Die grenzenlose Gefahr: In Europa droht Krieg
  • Leserzuschrift: Post aus Australien

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

China fordert neue Weltreservewährung – und neue Weltordnung

Tyler Durden

Wir gehen davon aus, dass es Zufall ist, dass am gleichen Tag, dem vergangenen Sonntag, als wir über den schier unersättlichen Appetit Chinas auf Gold berichteten, der unserer und der Meinung vieler anderer nach durch das Streben des Landes angetrieben wird, wenn es denn einmal soweit ist, auf eine goldgedeckte Reservewährung gut vorbereitet zu  mehr …

China, der Goldpreis und die Gefahr eines US-Staatsbankrotts

F. William Engdahl

Im August 1971 kündigte US-Präsident Richard Nixon einseitig den Bretton-Woods-Vertrag von 1944 auf und erklärte der Welt, das Diskontfenster der Federal Reserve für Gold sei ab jetzt dauerhaft geschlossen. Seither haben Wall-Street-Banken und einflussreiche Finanzkreise aus den USA und der Londoner City alles Erdenkliche getan, um zu verhindern,  mehr …

Die China-Zombies: Banken vor dem Kollaps

Redaktion

Die Lehman-Pleite ist jetzt fünf Jahre alt. Die Bank wurde Opfer innerhalb des Verbunds großer Finanzinstitute, die allesamt Kredite ausgereicht hatten, die durch nichts gedeckt waren. Aufgrund der Größe von Lehman waren die Finanzmärkte schlicht in Gefahr, zu kollabieren. Dies dürfte jetzt in China fünf Jahre später jederzeit passieren können.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Post aus Australien

Redaktion

Einer unserer Leser ist ausgewandert und lebt jetzt in Australien. Er beschreibt, warum das Bildungssystem in Deutschland keine Dichter und Denker mehr produziert.  mehr …

Healthcare.gov als Instrument zur Datensammlung für die NSA entlarvt

Mike Adams

Allmählich fügen sich die Teile des Puzzles um Obamacare ineinander. Gestern kam bei einer Anhörung im US-Kongress ans Licht, dass die Website Healthcare.gov einen versteckten Disclaimer enthält, in dem es heißt: »Geheimhaltung bei Mitteilungen und Übertragung oder Speicherung von Daten kann bei diesem Informationssystem nicht gewährleistet  mehr …

Die grenzenlose Gefahr: Warum Krieg in Europa droht

Andreas von Rétyi

Es gibt im Internet einen historischen Zeitraffer. Der zeigt die Grenzveränderungen im Europa der vergangenen tausend Jahre. Bei der Animation blühen und zerfallen europäische Reiche im Sekundentakt. Diese beschleunigte Geschichte zeigt uns eindringlich, unter welchen Bedingungen in Europa Krieg kommen wird.  mehr …

100 Jahre Federal Reserve Act

Michael Morris

1913 wurde in einer beispiellosen Nacht- und Nebelaktion der Federal Reserve Act erlassen, ein Gesetz, das die Macht über den US-Dollar (der eigentlich dem US-amerikanischen Volk gehören sollte) in die Hände der mächtigsten Privatbankiers der Welt legte. Dadurch kam es zur Gründung einer privaten Zentralbank in den USA, der Federal Reserve Bank,  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.