Sunday, 26. June 2016
16.04.2013
 
 

Landesparlament in Arizona lässt Gold und Silber als gesetzliche Zahlungsmittel zu

Redaktion

Gute Nachrichten für alle Edelmetallfreunde: Das Landesparlament des amerikanischen Bundesstaates Arizona hat offiziell beschlossen, Gold und Silber als gesetzliche Zahlungsmittel zuzulassen. Wie bereits früher berichtet, waren entsprechende Initiativen des Parlaments und des Senats, Edelmetalle wieder als gesetzliche Zahlungsmittel zuzulassen, in den vergangenen Monaten auf gewaltige Unterstützung gestoßen.

Hintergrund war vor allem die wiederholte Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve – das so genannte »Quantitative Easing« (QE). Nun stimmte das Landesparlament in Arizona einem entsprechenden Gesetz des Landessenats zu, das jetzt nur noch von Gouverneurin Jan Brewer unterzeichnet werden muss, um in Kraft zu treten.

 

Sobald dies der Fall ist, sind Geschäfte in Arizona bereit, ab 2014 Gold- und Silbermünzen anstelle von Geldscheinen anzunehmen. Dann können die Kunden Güter mit den beiden Edelmetallen bezahlen. »Damit haben sie die Möglichkeit, Gold und Silber als Zahlungsmittel zu benutzen, und beide Edelmetalle werden im gleichen Umfang wie der Papierdollar, der von der Federal Reserve ausgegeben wird, akzeptiert«, erklärte der republikanische Staatssenator Chester Crandell gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press.

 

 

Senator Crandell hatte das Gesetz SB1439 mit in den Landessenat eingebracht und war auch an der Ausarbeitung eines ähnlichen Gesetzes beteiligt, das 2011 im Landesparlament von Utah verabschiedet worden war. Der Edelmetallmakler Mike Rowlands vom Unternehmen Scottsdale Bullion & Coin aus Arizona sagte gegenüber AP, er rechne angesichts des Wertverlusts des Dollar damit, dass auch andere Staaten diesem Beispiel folgten. »Uns ist klar, dass in der gegenwärtigen Situation das ganze Spiel tatsächlich bald zu Ende sein könnte, wenn sie so weitermachen und immer frisches Geld in das System pumpen«, fuhr er fort.

 

Einige Tage vor der Abstimmung im Landesparlament von Arizona, das das Gesetz mit 36:22 Stimmen verabschiedete, hatte Professor Loren Gatch von der Universität von Zentral-Oklahoma gegenüber dem Wirtschaftsnachrichtenportal Bloomberg News die Auffassung vertreten, sollte die Federal Reserve unter ihrem Chef Ben Bernanke an ihrer derzeitigen Politik der permanenten Lockerung der Geldpolitik festhalten, sei es sehr wahrscheinlich, dass noch weitere Staaten diesem Beispiel folgten. »Dieses Gesetz macht die Unzufriedenheit gegenüber der Geldpolitik und dem Vorgehen Ben Bernankes deutlich. Man befürchtet, die Politik der Regierung in Washington oder insbesondere Bernankes und der Federal Reserve führe zum Zusammenbruch des Dollars. Das ist der wesentliche Hintergrund dieser Entscheidung«, sagte er.

 

Die Abgeordneten in Arizona würden vielleicht nicht so harsche Worte wie Gatch wählen, aber in der Einschätzung herrscht weitgehende Übereinstimmung: Seit der Abkoppelung des Dollar vom Gold im August 1971 ist die Inflation vor dem Hintergrund steigender Preise und eines deutlichen Wertverlusts des Dollars steil angestiegen. Daher lohnt sich für viele ein Blick auf die Lage, wie sie vor den 1970er Jahren vorherrschte. »Diese Art von Währungen mit Goldstandard gab es im Laufe der menschlichen Geschichte immer«, meinte der republikanische Abgeordnete Steve Smith.

 

Sobald Gouverneurin Brewer das Gesetz unterzeichnet hat, können die Einwohner des Bundesstaates Gold und Silber ab dem kommenden Jahr als gesetzliches Zahlungsmittel einsetzen – die Akzeptanz ist allerdings nicht verpflichtend, sondern freiwillig. Nachdem der Senat dem Gesetz im Februar dieses Jahres zugestimmt hatte, beschloss das Landesparlament einen Zusatz, der die Finanzbehörde von dieser Regelung ausnimmt – damit wird im Kern eine Bestimmung ausgehebelt, die die Wirtschaft verpflichtet hätte, Edelmetall als Zahlungsmittel zu akzeptieren. »Mit diesem Zusatz wollten sie sicherstellen, dass sie nicht verpflichtet wären, Gold und Silber zu akzeptieren. Sie wollten sich jetzt einfach nicht festlegen müssen«, kommentierte der republikanische Abgeordnete David Livingston das Vorgehen der Behörde.

 

 

 


 

 

 

 

 

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