Sunday, 26. June 2016
11.02.2015
 
 

Pentagon verlegt inmitten der Ukraine-Krise Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 und 300 Piloten nach Deutschland

Redaktion

Die amerikanische Luftwaffe schickt inmitten zunehmender Spannungen im Zusammenhang mit der Ukraine etwa ein Dutzend Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 Thunderbolt II im Rahmen eines umfangreichen Manövers, an dem NATO-Verbündete in Osteuropa teilnehmen sollen, nach Deutschland.

 

Die Flugzeuge mit dem Spitznamen »Warzenschwein« wurden schon im Kalten Krieg eingesetzt und starteten am Montag vom Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan in Arizona in Richtung des US-Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem in Rheinland-Pfalz, um an dem Manöver Operation Atlantic Resolve teilzunehmen.

Oberstleutnant Christopher Karns, ein Luftwaffensprecher im amerikanischen Verteidigungsministerium, erklärte, die Flugzeuge würden in osteuropäischen Ländern »vorgeschoben« zum Einsatz kommen.

 

Dort nähmen die Einheiten zusammen mit verbündeten Streitkräften an Übungen teil, um »die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu verbessern und … das Engagement der USA für Sicherheit und Stabilität in Europa unter Beweis zu stellen«, sagte er gegenüber military.com.


Die als sehr zuverlässig und robust geltenden Flugzeuge sind u.a. mit einem 30-mm-Geschütz in Gatling-Bauweise ausgerüstet, das Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstören kann.

 

Die Verlegung erfolgt zu einer Zeit, in der das amerikanische Repräsentantenhaus über eine Gesetzesinitiative zu Militärhilfen an die Ukraine in der Höhe von einer Milliarde Dollar bis zum Jahr 2017 diskutiert. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, könnte das Pentagon die Ukraine mit militärischer »Übungsausrüstung, Defensivwaffen, logistischer Unterstützung sowie mit anderen militärischen Versorgungsgütern und Dienstleistungen« beliefern.

 

Mit diesem Gesetz wollen die Abgeordneten das »souveräne Territorium [der Ukraine] gegen ausländische Aggressoren« und die Ukrainer vor Angriffen durch »von Russland unterstützte Separatisten« schützen.

 

Russland erklärte am Dienstag, die Pläne Washingtons, Waffen an die Ukraine zu liefern, würden die Lage in der Ukraine nur noch weiter destabilisieren.

 

Westliche Regierungen werfen Russland weiterhin vor, die Rebellen im Osten der Ukraine zu unterstützen, und machen Russland für die Eskalation der Krise verantwortlich, ohne ihre Behauptungen allerdings jemals mit handfesten Beweisen zu untermauern. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück. Demgegenüber muss sich Russland immer wieder Kritik aus Washington anhören, wenn es auf eigenem Territorium Manöver abhält.

 

Als die Ukraine – und damit ein unmittelbarer Nachbar Russlands – im vergangenen Februar immer mehr im Chaos versank, zeigte sich das Weiße Haus besorgt, als Russland Militärmanöver abhielt. »Wir verfolgen die russischen Manöver entlang der Grenze zur Ukraine sehr genau«, sagte damals der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney.

 

Gegenwärtig sind sich Washington und Europa in der Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine uneins. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, aus Sicht Deutschlands sei es weitaus produktiver, sich auf Bemühungen zu einer diplomatischen Lösung der Krise in der Ukraine zu konzentrieren. Ihre Auffassung wird in dieser Frage von vielen europäischen Regierungen und auch in Moskau geteilt.

 

»Russland ist ernsthaft an einer Beilegung dieser Krise interessiert. Alle anderen Pläne, wie die Verschärfung der Sanktionen, Waffenlieferungen usw., zielen darauf ab, die Lage in der Ukraine weiter zu destabilisieren«, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

 

 

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Leser-Kommentare (33) zu diesem Artikel

17.02.2015 | 16:48

Warnweste

maß_voll: gerade erst zufällig Ihren Beitrag gelesen (nach vergeblicher Suche des konjunktion-artikels). Sehr herzlichen Dank !


15.02.2015 | 11:50

maß_voll

Hallo, wie einige hier schon bemerkt haben; Konjunktion.info hatte zuletzt auch darüber geschrieben und ist jetzt gesperrt! Aber das Backup ist noch online! ja richtig, die Hauptseite ist gesperrt, der Blogger weiß selbst momentan nicht, warum der Provider dies getan hat. Da dieses Blog aber schon EINMAL Opfer eines Hacker-Angriffs war, hatte der Betreiber seinerzeit eine Backup-Seite aufgebaut, und diese ist...

Hallo, wie einige hier schon bemerkt haben; Konjunktion.info hatte zuletzt auch darüber geschrieben und ist jetzt gesperrt! Aber das Backup ist noch online! ja richtig, die Hauptseite ist gesperrt, der Blogger weiß selbst momentan nicht, warum der Provider dies getan hat. Da dieses Blog aber schon EINMAL Opfer eines Hacker-Angriffs war, hatte der Betreiber seinerzeit eine Backup-Seite aufgebaut, und diese ist online!! https://konjunktion.tk/2015/02/hauptdomain-ww-konjunktion-info-derzeit-offline/ Siehe dieser Link, wo er die Sache kommentiert. Sie müssen ein Zertifikat akzeptieren ("fortfahren"), damit Sie drauf kommen. Noch ein Hinweis, da ich ebenfalls regelmäßig Konjunktion lese: ich arbeite seit 10 Jahren nur noch mit Feedreadern. Das sind Programme, denen Sie die Adresse des sog. "RSS Feeds" einmalig sagen, und dann laden die alle Artikel der Sie interessierenden Blogs runter - und zwar sind die dann auch offline verfügbar! So konnte ich ALLE Artikel von Konjunktion konservieren, von Mitte August, als ich die Seite in meinen Feedreader aufnahm, bis zum Zeitpunkt des offline gehens. www.feedreader.com wäre eine von Hunderten Seiten, wo Sie einen solchen kostenlosen Reader runterladen können. Vorteil auch: Sie sparen Zeit, Sie müssen nicht alle Blogs einzeln ansurfen, sondern erhalten alles auf eine zentrale Stelle. Und: Wenn die Zensur jetzt richtig losgeht, dann haben Sie wenigstens alle bisherigen Artikel sicher! Das ist dann auch versch. Gründen wichtig und sinnvoll! Meistens finden Sie die Adresse des Feeds ganz unten links auf einem Blog unter "Meta". Viele Grüße!


13.02.2015 | 16:52

swisslady

@Livia narürlich zahlen die Amis nicht das bezahlen die Deutschen alles,da sie bis Heute weder einen Friedensvertrag oder sonst was haben mit diesen Verbrechern, schon vergessen dass Deutschland immer noch besetzt ist von den Amis und Merkel schön brav macht was diese wollen.....Hoffe das diese Kriegstreiber endlich gestoppt werden auf irgend eine Art!


12.02.2015 | 21:39

capri

Der Krieg wird beginnen, da können wir uns aufregen wie wir wollen, da haben wir nicht die Macht das zu ändern, aber Zusammenhalten in Vernunft, Demut und Ehre das können wir doch wohl noch? Vielleicht überleben ein paar von uns den Wahnsinn und können dann die Welt zu besseren Idealen leiten? Dafür zu kämpfen und zu sterben wäre doch nicht so verkehrt?


12.02.2015 | 12:51

Max Berger

t. körner ++ erdkampfflugzeuge entsorgen den us- atommüll in form von panzerbrechender uranmunition... ++ ... und was ebenfalls totgeschwiegen wird: Die hochgradige Vergiftung der eigenen Soldaten im Mündungsfeuer wie auch der Opfer im Zielfeuer durch Quecksilber, da nur extrem giftige Quecksilber-Treibsätze (Knallquecksilber) das besonders schwere DU (depleted uranium) auf Hochgeschwindigkeit bringen können.


12.02.2015 | 11:13

Klaus Peter Duden

Die Lösung: Eine A-Bombe auf die Ost-Ukraine, eine A-Bombe auf die West-Ukraine und dann ist Ruhe im Karton. Das haben wir traurigerweise seinerzeit in Japan gesehen. Nach den Bomben haben alle genug mit sich selbst zu tun.

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