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Russische Techniker spielten einem Bericht der Sunday Times zufolge bei der Erfassung und Verfolgung sowie beim Abschuss eines türkischen Kampfflugzeugs durch die syrische Flugabwehr vor zehn Tagen eine entscheidende Rolle. Aus diplomatischen Kreisen aus dem Nahen und Mittleren Osten, so die Zeitung, sei zu hören, der Abschuss der türkischen F-4E Phantom II gehe
auf eine in einem Bruchteil von Sekunden getroffene Entscheidung zurück, die als Warnsignal in Richtung NATO zu werten ist, sich aus dem Bürgerkrieg in Syrien herauszuhalten.
Eine Quelle aus der israelischen Luftwaffe wurde mit den Worten zitiert: »Wir wären keineswegs überrascht, wenn diese russischen Spezialisten, wenn sie schon nicht direkt den [Abschuss-]Knopf betätigten, doch mindestens direkt neben den syrischen Offizieren standen, die es dann taten.«
Der Abschuss der türkischen Militärmaschine hat die Gefahr eines militärischen Eingreifens der Türkei in Syrien erhöht, da in seiner Folge türkische Soldaten und Panzer nahe der Grenze zu Syrien positioniert wurden. Damaskus reagierte darauf mit der Verlegung zweier Panzerbrigaden an die Grenze.
Als langjähriger Verbündeter schon der Sowjetunion und nunmehr Russlands wurde Syrien in den vergangenen vier Jahrzehnten von Moskau mit hochentwickelten Luftabwehrsystemen versorgt und gilt als letzter Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der arabischen Welt, verlautete aus Oppositionskreisen.
Auf einer internationalen Konferenz in Genf zum Thema Syrien einigte man sich auf einen
Friedensplan, der von den Vereinten Nationen vorgeschlagen und verhandelt wurde. Aber Russland und China halten an ihrer Unterstützung für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fest.
Die USA mussten ihre Forderung, Assad dürfe an einer geplanten Übergangsregierung nicht mehr beteiligt sein, aufgeben. Sie hoffen aber, dass dieses Zugeständnis Russland dazu bewegt, stärkeren Druck auf seinen langjährigen Verbündeten auszuüben, das gewaltsame Vorgehen gegen die Opposition in Syrien zu beenden. Bisher kostete dieser Konflikt nach Angaben der Opposition 14.000 Menschen das Leben.
Ein Diplomat erklärte gegenüber der Sunday Times, mit Sicherheit hätten die Russen ihre Finger im Spiel gehabt. Seiner Ansicht nach lautet die russische Botschaft: »Syrien ist nicht Libyen. Jeder der es versucht, eine ›Flugverbotszone‹ über Syrien zu errichten, bekommt es mit einem der leistungsfähigsten Flugabwehrsysteme weltweit zu tun, das einem Angreifer einen hohen Preis abverlangt«.
Vor drei Jahren lieferte Russland dem Bericht zufolge 36 hochentwickelte mobile Flugabwehrsysteme vom Typ Panzir-S1 (NATO-Bezeichnung: SA 22 Greyhound). Russische Spezialisten sollen die Syrer an diesen Geräten geschult haben, und einige Diplomaten erklärten, einige dieser Experten seien immer noch in den Leitstellen dieser Raketensysteme stationiert.
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