Sunday, 28. August 2016
14.01.2014
 
 

Südkorea muss USA über 800 Mio. Dollar für amerikanische Militärpräsenz bezahlen

Redaktion

Südkorea hat mit den USA eine Vereinbarung zu den Kosten der Stationierung von 28  500 amerikanischen Soldaten im Land abgeschlossen. In dem fünf Jahre geltenden Abkommen verpflichtet sich Südkorea, 2014 920 Mrd. Won (umgerechnet etwa 634 Mio. Euro) als Beitrag zur Deckung der Kosten zu leisten. Das bedeutet eine Steigerung von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

»Die amerikanische Seite forderte eine deutliche Erhöhung, da die amerikanischen Streitkräfte die Fähigkeit Koreas, auf eine ernste Sicherheitsbedrohung zu reagieren, verbesserten, und verwies auch auf die angespannte amerikanische Haushaltslage, aber die südkoreanische Regierung konnte unter erheblichen Anstrengungen eine Verringerung unserer Belastung

erreichen«, hieß es in einer Verlautbarung des südkoreanischen Außenministeriums.

 

Nun muss der Vereinbarung noch vom südkoreanischen Parlament zugestimmt werden. Das erneuerte Abkommen, das erst nach sechsmonatigen harten Verhandlungen zustande kam, ist bis zum Jahr 2018 gültig. Im Rahmen des zuvor geltenden Special Measures Agreement (SMA), das 2009 beschlossen worden war und Ende 2013 auslief, bezahlte Seoul im vergangenen Jahr 819 Mrd. Dollar.

 

Nach Angaben des südkoreanischen Außenamtssprechers Cho Tae-yong einigten sich die USA und Südkorea, die sich seit 1991 die Kosten der Stationierung der amerikanischen Soldaten teilen, des Weiteren auf einen maximalen jährlichen Anstieg der südkoreanischen Zahlungen bis 2018 von vier Prozent. Die Vereinbarung kam inmitten der Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz in der Region zustande. Am 8. Januar verpflichteten sich die USA, bis zum Monatsende weitere 800 Soldaten sowie 40 Kampfpanzer vom Typ M1A2 zusammen mit weiterer militärischer Ausrüstung nach Südkorea zu entsenden. Gegenwärtig nehmen die Spannungen in der Region zu, was teilweise damit zusammenhängt, dass sich Seoul formal gesehen immer noch mit Nordkorea im Krieg befindet. Dort war vor Kurzem ein Onkel des jungen Machthabers Kim Jong-Un hingerichtet worden.

 

Demgegenüber erhöhen sich auch im größeren Rahmen im Zusammenhang mit territorialen Streitigkeiten die Spannungen zwischen China, dem traditionellen machtpolitischen Rivalen der USA in der Region, und Japan, dem traditionellen Verbündeten der USA. Dabei geht es insbesondere um die Inselgruppe im Südchinesischen Meer, die in Japan unter dem Namen »Senkaku« und in China unter der Bezeichnung »Diaoyu« bekannt ist. In diesem Streit errichtete Peking eine »Identifikationszone zur Luftverteidigung« über dem Südchinesischen Meer, woraufhin Tokio und Washington provokativ Flugzeuge in den umstrittenen Luftraum entsandten.

 

Peking warnte die USA, sich in den Territorialstreit um die unbewohnte Inselgruppe, bei der allerdings reiche Erdölvorkommen und andere Rohstoffe vermutet werden, »einzumischen«. Anfang Dezember hielt sich der amerikanische Vizepräsident Joe Biden in China auf und bekräftigte dort, dass die USA die »Identifikationszone« nicht anerkennen.

 

Im Dezember vergangenen Jahres erklärte Südkorea seinerseits, es werde seine Luftverteidigungszone ausweiten. Dies verstärkte die Spannungen mit China, da sich die neue Luftverteidigungszone nun mit der von den Chinesen beanspruchten Identifikationszone teilweise überlappt. Die amerikanische Regierung sagte, man befürworte das südkoreanische Vorgehen.

 

Südkorea ist nicht das einzige asiatische Land, in dem die USA Militärstützpunkte unterhalten. Die USA haben gegenwärtig Zehntausende von Soldaten auf Militärstützpunkten in Japan, Südkorea, auf den Philippinen und anderswo im Pazifik stationiert.

 

 

 

 


 

 

 

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