Tuesday, 18. June 2013
15.08.2012
 

Syrische Rebellen verfügen jetzt über erste T-62-Panzer

Redaktion

Die westlichen und arabischen Unterstützer der syrischen Rebellen haben ihre Militärhilfe durch die Lieferung von 20 T-62-Panzern russischer Bauart aus Libyen noch einmal deutlich ausgeweitet. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton gab während ihres Kurzbesuchs am Samstag, dem 11. August, »grünes Licht« für diese erste Lieferung schwerer Waffen an die Rebellen. Dies soll aber nur das Vorspiel für den nächsten Schritt in diesem Krieg sein.

Katar übernimmt die Finanzierung der Panzer. Die Regierung Obama stimmte darüber hinaus der Lieferung von FIM-92-Stinger-Boden-Luft-Raketen an die Freie Syrische Armee (FSA) durch die Türkei zu, wie ebenfalls am 11. August berichtet wurde.

 

Bereits am Montag gelang den Rebellen zum ersten Mal in ihrem seit 18 Monaten andauernden Aufstand gegen das Assad-Regime über der im Nordosten des Landes gelegenen Stadt Dair az-Zur der Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs vom Typ MIG-21, wobei Stinger-Raketen, die von einer einzelnen Person abgeschossen werden können, zum Einsatz gekommen sein sollen. Die

syrische Regierung machte für den Absturz technische Probleme verantwortlich, aber die Rebellen veröffentlichten daraufhin Fotos des gefangengenommenen Piloten, Oberst Rafik Mohammed Suleiman, der von bewaffneten syrischen Rebellen umgeben war.

 

 

Damit ist der Syrienkonflikt in eine neue Phase eingetreten, die als Vorbereitung auf die Errichtung so genannter »Sicherheitszonen« im Landesinneren gilt, die die FSA und andere Rebellengruppen dann mit Waffengewalt verteidigen wollen.

 

Berichten aus Ankara zufolge hat die Türkei bereits Pläne für solche sicheren Rückzugsgebiete ausgearbeitet, die von fünf bis zu 25 Kilometer tief im Landesinneren im Grenzgebiet zur Türkei und dem Irak errichtet werden sollen. Ankara geht es weniger um die militärischen Aspekte dieser Sicherheitszonen. Diese sollen vielmehr der Türkei Entlastung im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen aus Syrien bringen. Hunderttausende sind bereits in die Türkei geflüchtet, und ihre Zahl nimmt täglich zu. Da diese Flüchtlinge oft völlig mittellos ins Land strömen, wird ihre Unterbringung und Versorgung für die Türkei immer schwieriger.

 

Die Lieferung der Panzer und der Stinger-Raketen ermöglicht die Verteidigung der Schutzzonen gegen die Kampfflugzeuge und Panzer Assads, die bisher sowohl in der Luft wie auch am Boden massiv überlegen waren.

 

Die 20 T-62-Panzer mit einem 115-Millimeter-Geschütz waren in der vergangenen Woche in dem türkischen, an der Südostküste des Landes gelegenen, Hafen İskenderun angekommen und trugen bereits die Kennung der FSA. Sie wurden dann an Rebellengruppen übergeben, die bereits in Panzerkriegführung ausgebildet waren, und befinden sich jetzt auf dem Weg in den Norden Syriens.

 

Aus Militärkreisen heißt es, Assad stehe jetzt vor schicksalhaften Entscheidungen. Die Lieferung schwerer Waffen an die syrischen Rebellen, der Abschuss eines Kampfflugzeugs durch eine Stinger-Rakete und die drohende Errichtung von Sicherheitszonen, die das Land zerteilen könnten – alles dies sind aus seiner Sicht düstere Vorzeichen dafür, dass sich der der Krieg nun gegen ihn wenden könnte.

 

Solange er sich an die Macht klammert und eine Flucht ablehnt, wächst die Gefahr erheblich, dass er als letztes Mittel zu nichtkonventionellen Waffen greift, um sein Regime zu retten. Er kann kaum weiter militärisch gegen die Rebellen vorgehen, wenn seine Streitkräfte ständig das Gesicht verlieren, weil sie weltweit im Fernsehen vorgeführt werden, wie sie Kampfflugzeuge verlieren, die in der Luft explodieren und deren Trümmer begleitet von dunklen Qualmwolken auf den Boden herabstürzen – ganz offensichtlich von einer feindlichen Rakete getroffen.

 

Israel, die Türkei und Jordanien bereiten sich deshalb auf einen Angriff Syriens mit biologischen und chemischen Waffen vor. Sie haben zusammen mit den USA Gruppen gebildet, die Gegenmaßnahmen sowie für den Notfall medizinische Versorgung vorbereiten, sollten die genannten Länder und dort befindliche amerikanische Militäreinrichtungen mit nichtkonventionellen Waffen angegriffen werden.

 

Aufgrund ihrer Überzeugung, Israel habe keine Zeit zu verlieren, trafen der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Verteidigungsminister Ehud Barak am vergangenen Montagabend zu einer Nachtsitzung zusammen. Am folgenden Dienstagmorgen stand dann fest, dass der frühere Chef des Geheimdienstes Schin Bet und Sicherheitsminister Avi Dichter mit sofortiger Wirkung zum Heimatschutzminister ernannt werden soll. Er löst damit Matan Vilnai ab, der als Botschafter nach China entsandt werden soll.

 

Quelle: DEBKA

 

 

 


 

 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • So werden Vegetarier im Supermarkt betrogen
  • Gold gewinnt wieder als Wertspeicher an Bedeutung
  • DDR 2.0: Was unterscheidet die BRD noch von der DDR?
  • Grenzkontrollen: Schwere Zeiten für Geheimdienste

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Amerikanisch-libyscher Söldner plant psychologische Kriegsführung im Stil von »Kony 2012« gegen Syrien

Paul Joseph Watson

Matthew VanDyke, ein Söldner, der früher als handverlesener so genannter »Embedded Journalist«, also als parteiischer Kriegsberichterstatter,  mit amerikanischen Soldaten im Einsatz gewesen war und auf Seiten der libyschen Rebellen kämpfte, plant einen Dokumentarfilm, der sich propagandistisch für eine Invasion in Syrien stark machen soll. Die  mehr …

Der Krieg der USA und der NATO gegen Syrien: Werden sich westliche und russische Marineverbände bald vor der syrischen Küste feindlich gegenüberstehen?

Prof. Michel Chossudovsky

Bis vor Kurzem beschränkte sich die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen noch auf den Bereich einer zumindest von Höflichkeit geprägten internationalen Diplomatie und die Arena des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Derzeit aber entfaltet sich im östlichen Mittelmeer eine sehr unsichere und gefährliche Situation.  mehr …

Moskau erwägt Lieferung von S-300-Flugabwehrraketen an den Iran, sollte Assad gestürzt werden

Redaktion

Bei seiner Unterstützung für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad lässt Moskau seine Zurückhaltung fallen. Am Mittwoch, dem 4. Juli erklärte der hochrangige russische Regierungsvertreter Ruslan Puchow warnend: »Sollte ein Regimewechsel in Syrien mit Gewalt herbeigeführt werden oder Russland mit dem Ergebnis der Entwicklungen nicht  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Der grüne Dämmwahn wird immer teurer

Edgar Gärtner

Die Dämmung von Hauswänden begünstigt die Bildung von Grünalgen auf dem Mauerwerk. Das kommt Eigentümer und Mieter teuer zu stehen.  mehr …

Nach Stuxnet und Flame ist unter der Bezeichnung Gauss ein neues Spionagevirus im Nahmittelostraum aufgetaucht

Redaktion

Computer im Nahen und Mittleren Osten wurden Ziel von Angriffen eines neuen Virus mit dem Namen Gauss, das Finanztransaktionen, den E-Mail-Verkehr und Passwörter für unterschiedlichste Internetseiten ausspäht. Das Virus ähnelt sehr den beiden anderen berüchtigten Schadsoftwares Stuxnet und Flame, die gegen den Iran eingesetzt wurden, berichtete  mehr …

BND enthüllt: So betrügen uns die Griechen

Christine Rütlisberger

Angeblich ist Griechenland pleite und auf unsere finanziellen Rettungspakete angewiesen. Nicht nur beim Bundesnachrichtendienst (BND) sieht man das allerdings völlig anders.  mehr …

Amerikanischer Wetterdienst NWS beschafft große Mengen Hohlspitzmunition

Paul Joseph Watson

Wieso benötigt der National Weather Service (NWS) der USA große Mengen durchschlagender Munition? Diese Frage stellen sich viele, nachdem der Wetterdienst dem Beispiel der amerikanischen Heimatschutzbehörde DHS gefolgt ist und die Beschaffung von 46.000 Schuss Hohlspitzmunition ausgeschrieben hat.  mehr …

Die Wahrheit? Vorbereitungen für den Bürgerkrieg

Udo Ulfkotte

In allen westlichen Staaten bereiten Politiker sich derzeit diskret auf Bürgerkriege, Terror oder innere Unruhen vor. Und von Washington bis Berlin ist auf einmal selbstverständlich, was früher undenkbar war: Armeeeinsätze gegen die eigene Bevölkerung.  mehr …

Aktuelle Videos

  • Webster Tarpley: Kriegsgefahr im Iran so groß wie nie zuvor
  • Webster Tarpley: Revolution in Ägypten made in USA

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.