Tuesday, 30. August 2016
04.03.2016
 
 

Türkei »schützt und versorgt« die Terrorgruppe al-Nusra-Front in Grenznähe

Redaktion

Die in Syrien gegen die Regierung Assad kämpfende Terrororganisation Dschabhat an-Nusra (»al-Nusra-Front«) hat ihre Lager direkt an die Grenze zur Türkei verlegt und wird regelmäßig aus der Türkei versorgt, erklären Vertreter der syrischen kurdischen Volksverteidigungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel, YPG) gegenüber RT.

 

Ein RT-Team filmte vor Ort zahlreiche Fahrzeuge, die die Grenze am türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Salam an den Ausläufern der nordsyrischen Stadt Azaz in beide Richtungen überquerten. Berichten zufolge wird Azaz noch teilweise von Kämpfern der al-Nusra-Front kontrolliert.

»Wir sehen hier die wichtige Grenzstadt Azaz vor uns. Die Türkei ist entschlossen, ihre Rückeroberung durch die kurdische YPG zu verhindern. Unterhalb der Stadt befindet sich der Grenzübergang Bab al-Salam, und ein ganzer Strom von Fahrzeugen überquert die Grenze aus der Türkei in Richtung Azaz«, berichtete die RT-Korrespondentin Lizzie Phelan, die sich der YPG angeschlossen hatte, um diese verdächtigen Aktivitäten einmal direkt in Augenschein zu nehmen.

 

Nur sehr wenigen Kamerateams ist es gelungen, in diese umkämpfte Region vorzudringen.

 

»Wenn wir heranzoomen, können wir türkische Militärfahrzeuge in einer Entfernung von vermutlich weniger als einem Kilometer erkennen. Und direkt vor uns liegt eine kleine Ortschaft, die nach Angaben der YPG von der al-Nusra-Front zu Trainingszwecken genutzt wird«, berichtet Phelan weiter. »Nicht weit davon entfernt sehen wir auf der türkischen Seite der Grenze die türkische Flagge wehen. An dieser Stelle, so berichtet die YPG, werden regelmäßig Waffen aus der Türkei in dieses Lager der al-Nusra-Front geschafft.«

 

Nachdem die al-Nusra-Front von dem Waffenstillstandsabkommen ausgeschlossen worden war, so berichten die Kurden weiter, habe die Terrorgruppe den Großteil ihrer Flaggen eingeholt, weil diese sonst ihren Aufenthaltsort angezeigt und Luftangriffe ausgelöst hätten. Aber dem RT-Team gelang es dennoch, einige Flaggen zu filmen, die über den Stellungen der al-Nusra-Front wehten.

 

Die YPF hält unbeirrt daran fest, die Türkei unterstütze Terrorgruppen in Syrien. Die Türkei weist alle Vorwürfe zurück und behauptet ihrerseits, die direkten Angriffe auf die YPG seien gerechtfertigt, weil diese mit den Kämpfern der PKK in der Türkei verbündet sei, gegen die Ankara seit einigen Monaten wieder militärisch vorgeht.

 

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte, die Türkei habe das Recht, in Syrien und in jedem anderen Land, das Terrorgruppen, die den türkischen Staat bedrohten, Schutz gewähre, militärisch einzugreifen. Das Vorgehen der Türkei richte sich, so behauptete Erdoğan, »absolut nicht gegen die souveränen Rechte der Staaten, die nicht in der Lage sind, ihre territoriale Integrität zu schützen. Die Türkei beweist im Gegenteil damit lediglich ihren Willen, ihre Souveränität zu schützen«.

 

Seit Mitte Februar dieses Jahres beschießen türkische Streitkräfte auf syrischem Territorium die YPG, die von Ankara als Terrororganisation eingestuft wird, sowie syrische Regierungstruppen. Die YPG, der militärische Arm der syrischen kurdischen Partei der Demokratischen Union (Partiya Yekitîya Demokrat, PYD), wird von der Türkei beschossen, obwohl die USA, ein Verbündeter Ankaras, die kurdischen Kämpfer als wichtigen Partner im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) einstufen.

 

Berichten zufolge sind bereits zahlreiche türkische Militärfahrzeuge mit Baumaschinen und Bauarbeitern im Gefolge in den Norden Syriens eingedrungen, um dort Gräben und Betonmauern zu errichten.

 

Der »provokative« Aufmarsch türkischer Streitkräfte an der Grenze zu Syrien und der anhaltende Beschuss syrischen Territoriums könnten den zerbrechlichen Waffenstillstand gefährden und den Friedensprozess in der Arabischen Republik Syrien zunichtemachen, erklärte der Leiter des russischen Zentrums zur Überwachung des Waffenstillstands Generalleutnant Sergej Kuralenko in dieser Woche.

 

Der am 27. Februar in Kraft getretene Waffenstillstand war von führenden Weltmächten, darunter die USA und Russland, vermittelt worden. Er soll eine Versöhnung und friedliche Beilegung des Konflikts zwischen der syrischen Regierung und gemäßigten Oppositionsgruppen ermöglichen, die sich auf eine friedliche Übergangsphase in Syrien verständigen sollen. Einige der kämpfenden Gruppen in Syrien wie der IS und die al-Nusra-Front wurden vom Waffenstillstand ausgeschlossen.

 

Russische Kampfflugzeuge setzten daher »zur Stabilisierung der Lage« ihre Angriffe gegen Kämpfer der al-Nusra-Front in der Region nördlich von Aleppo fort, hieß es in einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums.

 

In den letzten drei Tagen kam es zu mindestens 31 Verletzungen des Waffenstillstands, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Mittwoch.

 

Im gleichen Zeitraum sei aber auch die Anzahl der lokalen Waffenstillstandsabkommen auf 38 angestiegen.

 

 

 

 

 

 

 


»Die Russen draußen halten, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten ...«

Anfang der 1950er Jahre, zu Beginn des Kalten Krieges, erklärte Baron Ismay, erster Generalsekretär der NATO, der Zweck der North Atlantic Treaty Organization sei es, »die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten«.

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