Wednesday, 29. June 2016
13.01.2016
 
 

US-Kriegsmarine strebt »langfristige« Präsenz im Mittelmeer an und warnt vor wachsenden militärischen Fähigkeiten Russlands

Redaktion

Die amerikanische Kriegsmarine will auf die zunehmenden Marine-Fähigkeiten Russlands mit einer ständigen Präsenz im Mittelmeer reagieren, erklärte ein hochrangiger amerikanischer Marineoffizier. Angesichts der weltweiten Rivalität riskiere man sonst, ins Hintertreffen zu geraten, wenn man Moskau zur See nicht etwas entgegensetze, warnte ein anderer führender Marineoffizier.

 

Daher strebe die US Navy zusätzlich zum laufenden Einsatz von vier Lenkraketen-Zerstörern, die in der Nähe der spanischen Ortschaft Rota am Marinestützpunkt Base Naval de Rota stationiert sind, »langfristige« Einsätze an, erklärte der Marineoffizier am Dienstag gegenüber Sputnik.

 

»Man kann sagen, [dies geschieht] aufgrund der Flüchtlingsfrage und der Belastung, die dies den europäischen Kriegsmarinen aufbürdet, aber sicher auch wegen der zunehmenden russischen Marinepräsenz und -fähigkeiten«, fügte er hinzu.

 

Washington stehen auch im Kontakt mit seinen NATO-Verbündeten, um zu ermitteln, welche Marinekapazitäten die Europäer bereitstellen könnten. »Ganz oben … auf der Liste der Gründe für diese Diskussionen steht aber die zunehmende russische Präsenz und deren Bedeutung«, bekräftigte der Offizier.

 

Seit Mitte der 1990er Jahre verfügt Washington über keine permanente Präsenz im Mittelmeer. Aber im Laufe des vergangenen Jahres verlegte die US Navy vier Lenkraketen-Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse als Teil des Raketenabwehrprogramms für Europa in die Region. Moskau bewertet das Raketenabwehrsystem als gefährlich und destabilisierend.

 

Am Montag erklärte US-Admiral John Richardson, als Chief of Naval Operations (CNO) der ranghöchste Offizier und Admiralstabschef der US Navy, in einer Rede vor dem National Press Club in Washington die 25 Jahre anhaltende Periode der absoluten Vorherrschaft Amerikas auf den Weltmeeren sei nunmehr zu Ende gegangen, da Russland und China ihre jeweiligen militärischen Fähigkeiten dramatisch verstärkt hätten.

 

»Als die Sowjetunion unterging und der Kalte Krieg beendet war, begann eine Ära, in der wir zur See niemanden zu fürchten hatten, zumindest nicht ernsthaft. Diese Zeit ist nun vorbei«, warnte der Admiral.

 

Was die russische Militärmacht angehe, so operiere die russische Marine »mit einer Dichte und Geschwindigkeit, wie man es seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat«, sagte Richardson unter Verweis auf die russischen Marieneeinheiten im Mittelmeer, die seit Ende 2012 aus bis zu zehn Kampf- und Versorgungsschiffen bestehen. Erst in der vergangenen Woche hatte sich ihnen der Lenkraketenkreuzer Warjag der Slawa-Klasse angeschlossen.

 

Anfang 2015 hatte US-Vizeadmiral Joseph Mulloy, stellvertretender Chief of Naval Operations und als solcher für entsprechende Fähigkeiten und Ressourcen zuständig, erklärt, die chinesische Kriegsmarine verfüge nun über mehr Diesel- und Angriffs-U-Boote als die USA.

 

Einige dieser U-Boote seien »ziemlich erstaunlich«, zudem wachse die chinesische »U-Boot-Flotte mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit«.

 

Richardson äußerte sich nicht zu Einzelheiten der möglichen Gegenmaßnahmen der amerikanischen Marine. In der neue Strategie der US Navy, die Anfang Januar unter der Überschrift »Ein Plan für den Erhalt der maritimen Überlegenheit« veröffentlicht wurde, heißt es, die Gegner Washingtons – insbesondere natürlich Moskau und Peking – versuchten das, was Richardson als die »drei wichtigsten und miteinander in Zusammenhang stehenden globalen Kräfte« bezeichnete – den Schiffsverkehr auf den Weltmeeren, das weltweite Informationssystem sowie die wachsende Rate an Innovationen – für sich auszunutzen.

 

Die überarbeitete Marine-Strategie Moskaus, die im Juli 2015 offiziell in Kraft trat, setzt vorrangig auf die Verstärkung der russischen Marinepräsenz im Schwarzen Meer sowie im Nordpolarmeer und dem Atlantik. Zudem will die russische Marine neue Kriegsschiffe und Unterseeboote in Auftrag geben, um ihre regionale und weltweite Reichweite zu erhöhen.

 

»Wenn wir nicht den sich verändernden Charakter der Lage erkennen und entsprechend darauf reagieren, riskieren wir als US Navy gegenüber unseren Konkurrenten ins Hintertreffen zu geraten«, sagte Richardson.

 

 

 

 

 

 

 


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