Monday, 25. July 2016
08.03.2011
 
 

US-Verteidigungsminister Gates auf Dringlichkeitsmission in Kairo – Armee droht Kontrolle zu verlieren

Redaktion

Am Samstag, dem 5. März, entsandte der amerikanische Präsident Barack Obama seinen Verteidigungsminister Robert Gates zu einem Dringlichkeitsbesuch nach Kairo, da die Unruhen in Ägypten außer Kontrolle zu geraten drohen. Freitagnacht besetzten Tausende Demonstranten die Hauptquartiere der ägyptischen Sicherheitspolizei (Mahabis Namn El Dawla) in Alexandria, Kairo und der nahegelegenen Stadt des 6. Oktober. Damit wurde die Operationsmöglichkeit der Sicherheitskräfte praktisch im ganzen Land lahmgelegt.

Die nach Washington gelangten Informationen der vergangenen Stunden deuten darauf hin, dass der ägyptischen Militärjunta, die das Land nach dem Sturz Hosni Mubaraks regiert, allmählich die Kontrolle entgleitet. Anti-amerikanische Elemente, die vom Iran aufgestachelt werden, scheinen ihren Einfluss auf die Protestbewegung verstärkt zu haben, was im Weißen Haus tiefe Besorgnis auslöste.

Die Besetzung der drei Polizeizentren gab den unzufriedenen Elementen die Möglichkeit, Einsicht in alle Geheimakten zu nehmen, die über jede politische und militärische Führungspersönlichkeit angelegt worden waren. Diese vertraulichen und geheimen Informationen waren vor den Unruhen bisher nur dem früheren Geheimdienstchef General Omar Suleiman zugänglich.

Die Regierung Obama verfügt zwar über bessere Kenntnisse zu ägyptischen Oppositionsgruppen, als dies etwa in Zusammenhang mit Libyen der Fall ist, aber was die Führungskader dieser Gruppen vor Ort angeht, liegen zu geringe nachrichtendienstliche Kenntnisse vor. Dies betrifft auch die Frage, wer diese Gruppen möglicherweise kontrolliert und befehligt.

Am vergangenen Mittwoch, dem 2. März, warf die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton dem Iran vor, die Situation im Land anzuheizen. Vor dem Bewilligungsausschuss des Kongresses erklärte sie: »Sie (die Iraner) kommunizieren über die Hisbollah […] mit ihren Kontakten […] in (der palästinensischen) Hamas, die dann wiederum mit ihren Gesinnungsgenossen in Ägypten sprechen.«

Gut informierte Quellen berichten, es seien große Geldsummen iranischer Petrodollars an die ägyptische Moslem-Bruderschaft geflossen, die daraufhin gegenüber der ägyptischen Bevölkerung radikalere Töne angeschlagen habe. Junge Militärführer sollen gegen ältere Militärführer geputscht und diese ersetzt haben. Die palästinensische Hamas setzt ihren gut funktionierenden Schmuggel-Apparat nun vermehrt dazu ein, iranische Gelder an islamistische Extremisten in Ägypten zu schleusen, damit diese ihre Aktivitäten ausweiten können.

Quelle: DEBKA

 

 

 


 

 

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