
So wurde der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower mitsamt seinen Begleitschiffen und zahlreiche unbemannte Tauchboote zur Minenräumung in den Persischen Golf in der Nähe der iranischen Küste verlegt. Im August soll dann noch ein weiterer Flugzeugträger, die USS John C. Stennis, vor der Küste des Iran eintreffen. Damit steigt die Zahl der amerikanischen
Trägerkampfgruppen (zusammen mit der USS Enterprise und der USS Abraham Lincoln) auf insgesamt vier an. Hinzu kommt noch der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle, so dass sich bald fünf Trägerkampfgruppen in der Region aufhalten werden.
Die USS Eisenhower, die ihre derzeitige Position in der ersten Juliwoche erreichte, operiert unter dem gemeinsamen Kommando der Sechsten (Mittelmeer) und Fünften (Golfregion) amerikanischen Flotte.
Am Donnerstag, dem 12. Juli, kündigten amerikanische Militärvertreter an, die USA verlegten auch zahlreiche kleinere, unbemannte Tauchboote vom Typ Seafox, die Seeminen aufspüren und zerstören können, sollte der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweit benötigten Erdöls transportiert wird, blockieren. Diese tauchfähigen Drohnen sind etwa 1,20 Meter lang und mit Unterwasserkameras, einem Zielsuchradar und Sprengkörpern ausgestattet.
Zusätzlich befinden sich noch acht amerikanische Minenräumschiffe sowie die USS Ponce, ein so genanntes »Amphibious Transport Dock«, ein Truppen- und Materialtransporter zur Unterstützung amphibischer Kriegführung, auf der sich Spezialeinheiten sowie Hubschrauber und Landungsboote befinden, im Persischen Golf. Sie alle sollen iranische Marineeinheiten bekämpfen, die versuchen, diese lebenswichtige Wasserstraße durch Minen zu blockieren.
Militärkreise lassen verlauten, Washington habe sich entschieden, seine militärische Präsenz zu verstärken, nachdem man in Abstimmung mit französischen und britischen Marineexperten zu dem
Schluss gekommen sei, dass der Iran weder militärisch noch technisch in der Lage sei, die Straße von Hormus völlig für den Seeverkehr und hier insbesondere die Öltanker zu sperren. Der Iran sei lediglich in der Lage, so viele Unterwasserminen zu legen, dass der Schiffsverkehr behindert und verlangsamt werde.
Die nun verstärkten amerikanischen Streitkräfte im Persischen Golf, dem Roten Meer und dem Mittelmeer befinden sich in Alarmbereitschaft: »Sollte der Iran Unterwasserminen in internationalen Gewässern wie der Straße von Hormus ausbringen, wird er feststellen, dass amerikanische Streitkräfte bereitstehen, sie sofort zu zerschlagen«, erklärte ein westlicher Militär.
Eine Verringerung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus würde sich nicht unmittelbar auf den Welterdölmarkt oder die Erdölpreise auswirken, sagte der Experte weiter: »Weltweit wurde so viel Erdöl gelagert, dass die Versorgung über einen Zeitraum von sechs Monaten gesichert ist.«
Quelle: DEBKA
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