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Kurz nach dieser Ankündigung erklärten hochrangige Regierungsvertreter, die vierte Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und sechs Weltmächten, die in Istanbul stattfand, sei möglicherweise die letzte Runde gewesen, da der Iran in den zentralen Fragen der
Urananreicherung auf 20 Prozent und der Schließung der unterirdischen Nuklearanlage bei Fordo nicht nachgegeben habe.
Die neuerliche Erhöhung der Kriegsgefahr trieb den Erdölpreis zum ersten Mal seit drei Wochen wieder über die 100-Dollar-Marke.
Zur Stärkung der US-Militärpräsenz am Golf hieß es aus amerikanischen Quellen, man habe Gegenmaßnahmen vorbereitet, sollten die zusätzlichen Einheiten von den Iranern angegriffen werden.
Teheran hatte bereits früher mit militärischer Vergeltung für das Erdölembargo der EU gedroht, das am 1. Juli in Kraft getreten ist. Bereits einen Tag später begannen die iranischen Revolutionsgarden mit ihrem großangelegten Raketenmanöver »Prophet 7« im eigenen Land, bei dem Angriffe auf »gegnerische Luftwaffenstützpunkte« simuliert werden.
In der Formulierung der Aufgabenstellung des Manövers wurde deutlich darauf verwiesen, dass sich die Luftwaffenstützpunkte der USA im Persischen Golf und der Nahmittelost-Region, einschließlich der Einrichtungen der amerikanischen Luftwaffe in Israel und der Türkei, in Reichweite der iranischen Raketen befinden. So wurde unter anderem hervorgehoben, die Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen würden auf Herz und Nieren getestet.
Am Dienstag berichteten am Manöver beteiligte iranische Offiziere, einige Stunden lang seien zahlreiche Raketenangriffe auf Nachbauten feindlicher Stützpunkte verschiedener Länder geübt worden. Raketentypen, die in der Lage wären, Israel zu erreichen, seien erfolgreich getestet worden.
Die USA haben die Zahl ihrer schnellen Kriegsschiffe im Persischen Golf verdoppelt, um in der Lage zu sein, umgehend auf iranische Versuche, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu sperren, zu reagieren. Durch diese Meerenge wird täglich ein Fünftel des weltweit benötigten Erdöls
verschifft. Darüber hinaus wurden weitere Minenräumboote und Kommandoeinheiten für ein präventives Vorgehen gegen Minenlegen in die Region verlegt. Sie sollen insbesondere die Gewässer überwachen, die die Erdöltanker auf ihrem Weg von und zu den Erdölverladehäfen im Persischen Golf durchqueren.
Militärquellen berichten, die Streitkräfte Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten befänden sich seit dem 28. Juni aus zwei Gründen in hoher Alarmbereitschaft: der Eskalation der Krise in Syrien und der potenziellen Gefahr für die strategisch wichtige Wasserstraße als Reaktion auf das EU-Embargo. Führende iranische Vertreter hatten oft damit gedroht, das Embargo als »kriegerischen Akt« zu werten. Als Folge dieser veränderten Position der Golfanrainer wurden saudische Soldaten an die Grenze nach Jordanien und den Irak verlegt.
Weiter hieß es, die von Washington veröffentlichten Informationen über die Stärkung der Militärpräsenz in der Golfregion umfassten nur einen Teil der tatsächlichen Verstärkung amerikanischer Kräfte, die seit März gegenüber dem Iran erfolge. Damals wurden unter anderem zwei F-22-Raptor-Tarnkappengeschwader in den Luftwaffenstützpunkt nahe Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten und zusätzliche Einheiten auf zwei wichtige strategische Inseln – Masira im Golf von Oman und die zum Jemen gehörende Insel Sokotra am Ostausgang des Golf von Aden – verlegt. Die Zahl der dort stationierten Soldaten wird auf derzeit 40.000 geschätzt.
Quelle: DEBKA
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