Friday, 25. July 2014
27.12.2012
 
 

USA wollen China bis 2017 mit Tarnkappen-Kampfflugzeugen »einkreisen«

Redaktion

Die USA wollen ihre militärische Präsenz in der Großregion Asien-Pazifik noch beeindruckender ausbauen: Bis zum Jahr 2017 soll China, das die USA als ihren stärksten wirtschaftlichen Konkurrenten sehen, mit Geschwadern der weltweit fortschrittlichsten Tarnkappen-Kampfflugzeuge »eingekreist« werden.

Aus führenden Kreisen des Pentagon hieß es, die USA seien entschlossen, die »Einkreisung« ihres wichtigsten Konkurrenten in den kommenden fünf Jahren praktisch abzuschließen. Bis zum Jahr 2017 sollen alle Luftüberlegenheitsjäger vom Typ F-22 und sämtliche strategischen Langstreckenbomber vom Typ B-2, Kampfflugzeuge der Luftwaffe, sowie die Kampfflugzeuge der

Marine vom Typ F-35, die alle drei über Tarnkappenoptimierung verfügen, im Osten stationiert werden.

 

 

Erste Informationen über diese langfristigen Planungen stammen aus einem Artikel von David Axe auf der Internetplattform Wired. Axe berichtete, aus verschiedenen vor Kurzem veröffentlichten Interviews mit Vertretern des amerikanischen Verteidigungsministeriums gehe hervor, dass die Pläne der Regierung Obama hinsichtlich des »strategischen Dreh- und Angelpunkts« Asien, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres angekündigt worden waren, durchaus weiterverfolgt wurden.

 

Im Juni hatte das Pentagon Pläne zur Umstrukturierung des Militärs vorgelegt, nach denen 60 Prozent der Kriegsschiffe bis zum Jahr 2020 in die Region Asien/Pazifik verlegt werden sollten. Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte damals, diese Entscheidung sei keineswegs als Einschüchterung gegenüber China zu verstehen, vielmehr gebe es einen breiten Konsens, dass die amerikanische Militärpräsenz vor allem dort sichergestellt werden müsse, wo sie am meisten gebraucht werde. »Einige werten die Tatsache, dass die USA dem Großraum Asien-Pazifik stärkere Bedeutung zumessen, als eine Bedrohung Chinas. Ich weise diese Einschätzung vollkommen zurück«, sagte Panetta in diesem Sommer.

 

Und noch im November erklärte der Minister zu Asien: »Wir werden weiter in der Region investieren, aber dies wird noch viel Zeit und Mühe kosten.« Nur wenige Wochen später scheint die Angelegenheit nun bereits in trockenen Tüchern zu sein.

 

Der Kommandeur der Achten Luftflotte, Generalmajor Stephen Wilson, erklärte zu den B-2-Bombern gegenüber dem Airforce Magazine im November, die Geschwader »werden in kleiner Zahl abwechselnd für jeweils einige wenige Wochen auf vorgeschobenen Einsatzbasen überall auf der Welt stationiert  werden«, diese Verlegungen begönnen »mit einem kurzen Einsatz im Pazifik« bereits Anfang 2013.

 

Eine Rede Panettas  vor dem National Press Club in Washington in der vergangenen Woche rückte diese Meldungen dann in ein ganz neues Licht. Dort kündigte er »neue Verlegungen von F-22-Kampfflugzeugen … nach Japan« an und bestätigte, das Pentagon erarbeite derzeit die Grundlagen für eine Stationierung der F-35 in Japan bis spätestens zum Jahr 2017. »Wir müssen unseren Status als weltweite Führungsmacht und unsere globale Präsenz durch den Aufbau innovativer Partnerschaften und die Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer Verbündeten weltweit aufrecht erhalten. Dazu nutzen wir dieses neuartige Rotationsverfahren bei den Stationierungen unter Einbeziehung anderer Länder zu Übungen und zur Ausbildung und entwickeln auf diese Weise auch deren Leistungsvermögen, so dass sie dann selbst mehr zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen können«, meinte Panetta.

 

David Axe schrieb im »Dangers Room« von Wired dazu: »Wenn die Stationierungen dann 2017 abgeschlossen sind, befinden sich alle Kampfflugzeuge vom Typ F-22 und B-2 sowie die F-35 der US-Marine gleichzeitig in Angriffsreichweite des stärksten wirtschaftlichen Konkurrenten der USA… Und da Peking derzeit seine eigenen, vom Radar kaum zu erfassenden Kampfflugzeuge testet – um genau zu sein, handelt es sich um zwei unterschiedliche Modelle –, läuft der Countdown  für eine Kraftprobe der Tarnkappen-Kampfflugzeuge über dem Westpazifik.«

 

Als das Pentagon seine  »neuen strategischen Schwerpunkte« erstmalig im Sommer diskutierte, wies der unabhängige Senator Joe Lieberman aus Connecticut Gerüchte über eine sich anbahnende Konfrontation zurück: »Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen China und den USA sind so eng, und an einem neuen Kalten Krieg hat niemand Interesse, so dass sich letztlich der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird.«

 

Desungeachtet plant die Regierung Obama, bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts mehr als die Hälfte ihrer Kriegsmarine in der Region Asien-Pazifik zu stationieren. »Eine zunehmende Präsenz der USA in dieser Region wird auch China zugute kommen, da dies unsere gemeinsame Sicherheit und zukünftigen Wohlstand verbessert«, behauptete Panetta.

 

 

 

 


 

 

 

 

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