Saturday, 25. June 2016
04.04.2014
 
 

Vom Westen unterstützter syrischer Rebellenführer Dschamal Maaruf gibt zu, an der Seite al-Qaidas zu kämpfen

Redaktion

Der vom Westen unterstützte Rebellenführer Dschamal Maaruf hat erklärt, an der Seite von al-Qaida zu kämpfen, »stellt für uns kein Problem dar«. Seine Gruppe kämpfe Seite an Seite mit der Terrororganisation. Maaruf sagte gegenüber der britischen Tageszeitung The Independent, seine Gruppe, die Syrische Revolutionäre Front (SRF) führe gemeinsame Operationen mit der Al-Nusra-Front (Dschabhat al-Nusra, »Unterstützungsfront für das syrische Volk«), dem offiziellen Zweig al-Qaidas in Syrien, durch.

»Es ist klar, dass ich nicht gegen al-Qaida kämpfe. Dieses Problem liegt außerhalb der Grenzen Syriens, und daher ist es nicht unser Problem. Ich habe kein Problem mit jemandem, der gegen das Regime in Syrien kämpft«, erklärte Maaruf gegenüber der Zeitung und liefert auch gleich ein paar Beispiele dafür, wie seine Gruppe al-Qaida unterstütze: »Wenn die Leute, die uns

unterstützen, uns sagen, wir sollten Waffen an eine andere Gruppe liefern, tun wir das. So forderten sie uns vor einem Monat auf, Waffen nach Yabrud zu senden, und so haben wir viele Waffen dorthin geliefert. Wenn sie uns darum bitten, etwas zu tun, dann tun wir es auch.«

 

Maarufs Brigade wurde ursprünglich als eine eher moderate Gruppe der Rebellen, die insgesamt in immer stärkerem Maße von radikal Militanten dominiert werden, betrachtet. Darüber hinaus erhielt die SRF erhebliche finanzielle Unterstützung von den USA und anderen westlichen Verbündeten, um gegen die extremistischen Kräfte vorzugehen.

 

Aber Maaruf bestreitet, im großen Stil von den USA unterstützt zu werden. Einmal seien 250 000 Dollar für Sold geflossen, und man habe einen gemeinsamen Operationsplanungsraum in Jordanien nutzen können, um an der Südfront zu kämpfen, sagte er. »Die USA haben uns viel versprochen, aber bisher ist darüber hinaus nichts bei uns angekommen.« Ein Berater Maarufs bestätigt dies und behauptet, die SRF hänge, was ihre Finanzierung angehe, weitgehend von Saudi-Arabien ab.

 

Einige Tage vor diesen Äußerungen des Rebellenführers hatte Russland »extremistische Aktionen« in Syrien verurteilt, nachdem es zu einem Angriff auf die vorwiegend von armenischen Christen bewohnte Stadt Kasab gekommen war. »Der UN-Sicherheitsrat sollte sich mit der Lage in Kasab auseinandersetzen und zu einer grundlegenden Einschätzung kommen«, erklärte das Außenministerium. »Unserer Ansicht nach sollten die syrische Regierung und die Opposition ihre Anstrengungen bündeln, um Terrorismus in Syrien auszuschalten.« Darüber hinaus kritisierte das russische Außenministerium die Resolution des UN-Menschenrechtsrats zur Lage in Syrien als einseitig.

 

Einige Tage zuvor hatte Präsident Obama erwogen, die syrischen Rebellen mit Luftabwehrwaffen zu versorgen, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).


Die mit al-Qaida verbündeten Gruppen sind für ihr grausames Vorgehen in Syrien bekannt. Mehr als 94 alawitische Frauen und Kinder wurden von sunnitischen Rebellen aus Dörfern in der Küstenprovinz Latakia entführt. Und 13 griechisch-orthodoxe Nonnen wurden erst im Austausch gegen 138 Frauen aus Regierungsgefängnissen freigelassen.

 

Bisher sind bereits über 140 000 Menschen bei den Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen. Millionen von Menschen mussten aus ihren Häusern und Dörfern fliehen und lösten so eine humanitäre Krise in der Region aus, die man nur als die schlimmste seit Jahrzehnten bezeichnen kann.

 

 

 

 


 

 

 

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