Saturday, 30. July 2016
22.03.2014
 
 

Zbigniew Brzeziński – Obamas früherer außenpolitischer Berater – forderte schon 1997, die USA müssten die Kontrolle über die Ukraine an sich reißen

Redaktion

Der Kampf um die Ukraine wurde bereits 1997 oder sogar noch früher geplant

Bereits vor 20 Jahren begannen die Neokonservativen damit, Regimewechsel in der gesamten Nahmittelostregion und Nordafrika zu planen und in Angriff zu nehmen. Robert Parry verweist zu Recht darauf, dass die Neokonservativen »den Sturm der Verachtung« erfolgreich überstanden

hätten, der nach ihrem Irakkrieg-Fiasko über sie hereingebrochen sei. Und in Wahrheit tut Obama seit Langem sein Bestes, um die Pläne der Neokonservativen in die Tat umzusetzen.

 

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 verfolgten die USA gegenüber Russland – ähnlich auch gegenüber anderen mutmaßlichen Feinden wie China und dem Iran – eine Strategie der Einkreisung.

 

1997 argumentierte Zbigniew Brzeziński, außenpolitischer Berater Obamas und früherer Sicherheitsberater Präsident Jimmy Carters, in dem Buch The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives (auf Deutsch unter dem Titel »Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft« erschienen), die USA müssten die Kontrolle über die Ukraine übernehmen (sowie ebenso über Aserbaidschan, Südkorea, die Türkei und den Iran), weil diesen Ländern eine entscheidende geopolitische Bedeutung zukomme.

Zur Ukraine schrieb er damals:

»Die Ukraine, ein neues und wichtiges Feld auf dem eurasischen Schachbrett, stellt einen geopolitischen Dreh- und Angelpunkt dar, denn schon seine alleinige Existenz als unabhängiges Land trägt dazu bei, Russland zu verwandeln. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr…

Wenn Moskau allerdings die Kontrolle über die Ukraine mit ihren 52 Millionen Menschen und wichtigen Rohstoffen sowie dem Zugang zum Schwarzen Meer zurückgewönne, würde Russland automatisch wieder in die Lage versetzt, ein mächtiger imperialer Staat zu werden, der sich über Europa und Asien erstreckt.« (Zitiert nach Chris Ernesto.)

Und nun bringt uns Obama aufgrund der Ukraine und der Krim an den Rand einer Konfrontation mit Russland. Weiter schreibt Ernesto:

»Als der nun gestürzte ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch Ende vergangenen Jahres überraschend die Pläne für eine ukrainische Integration in die Europäische Union zugunsten engerer Verbindungen mit Russland fallen ließ, fürchteten die USA möglicherweise, dass die Ukraine nunmehr noch weiter ihrer Kontrolle zu entgleiten drohe.

Da ohnehin schon alles vorbereitet war, entschieden sich die USA daher, den Sturz von Janukowytsch zu unterstützen, wie dem abgehörten Telefongespräch zwischen der für Europa zuständigen Staatssekretärin im amerikanischen Außenministerium, Victoria Nuland (übrigens die Ehefrau des erzneokonservativen Robert Kagan), und dem amerikanischen Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, zu entnehmen ist. Als die friedlichen Proteste nicht ausreichten, um Janukowytsch zu stürzen, nahm der Westen die Gewalttätigkeiten der ultranationalistischen Swoboda-Partei und des Rechten Sektors in Kauf, wenn er sie nicht sogar unterstützte.


Angesichts der gegenwärtigen Lage in der Ukraine müssen die USA befürchten, mit antisemitischen Neonazis in einem Boot zu sitzen, wobei die USA offensichtlich davon ausgehen, diesem Makel mittels einer freundlichen westlichen Medienberichterstattung entgegentreten zu können. Aber selbst wenn dies ein hohes Risiko bleibt, halten die USA diesen Schulterschluss angesichts der geopolitischen Bedeutung der Ukraine, wie sie Brzeziński bereits 1997 dargelegt hatte, möglicherweise für notwendig.«

 

Präsident Obama folgt mit anderen Worten dem gleichen alten Drehbuch, das die Neokonservativen seit mehr als einem Jahrzehnt auf den Spielplan gesetzt haben.

 

 

 

 


 

 

 

 

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