Samstag, 3. Dezember 2016
21.08.2014
 
 

Es drohen inszenierte Provokationen – und ein möglicher Krieg zwischen den USA und Syrien

Tony Cartalucci

Die angebliche brutale Ermordung des amerikanischen Journalisten James Wright Foley hat in der westlichen Öffentlichkeit eine Welle der Empörung und Aggression ausgelöst. Diese Welle verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll damit jeglichen Hinweisen darauf, dass der Westen selbst für die Entstehung der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS, früher Islamischer Staat im Irak und in der Levante, ISIS) verantwortlich sei, das Wasser abgegraben und zum anderen ein Vorwand geschaffen werden, ein erneutes direktes militärisches Eingreifen der USA in der Region zu rechtfertigen.

 

Während sich die allgemeine Aufmerksamkeit vor allem auf den Vormarsch des IS im Irak konzentriert, findet noch ein weiterer Krieg – der direkt mit dem gegenwärtigen militärischen Konflikt im Irak in Zusammenhang steht – jenseits der Grenze in Syrien statt. Die syrischen Streitkräfte haben in der letzten Zeit deutliche Geländegewinne im ganzen Land erzielt, die von der NATO unterstützten terroristischen Kräfte zurückgedrängt oder vernichtet und in Städten und Ortschaften, die seit Jahren vom Krieg heimgesucht wurden, wieder Ruhe und Ordnung hergestellt.

 

Gegen die IS-Hochburgen in der Region um die Stadt ar-Raqqa am mittleren Euphrat im Osten Syriens konnte die syrische Armee lange Zeit nicht vorgehen, da ihre Kräfte durch andere dringlichere Aufgaben in den Gebieten um Hama, Homs, Damaskus, Dar’a, Idlib und Aleppo gebunden waren. Gegenwärtig sind die syrischen Streitkräfte nun dabei, Kräfte nach Osten zu verlegen.

 

Während der Westen jetzt als »empörter« Gegner des IS auftritt, war er es doch selbst, der dieses Monstrum geschaffen hat, um auf diese Weise dem zunehmenden iranischen Einfluss, der sich von Teheran über Bagdad und Damaskus entlang des Mittelmeers bis in den Libanon hinein erstreckt, entgegenzuwirken. Würden der IS und andere Terrororganisationen, die entweder direkt oder indirekt unter dessen Führung kämpfen, besiegt und zerschlagen, ohne zuerst einen Regimewechsel in Damaskus herbeizuführen, bedeutete dies eine schwere Niederlage für die USA und ihre Mitstreiter in der Region des Nahen und Mittleren Ostens.

 

Um sich letzte Handlungsoptionen offenzuhalten, bevor die von der NATO unterstützten Terrorgruppen in Syrien vernichtet werden und sie danach auch ihre Machtposition im Irak verlieren, könnte der Weste versuchen, über Provokationen, inszenierte Ereignisse oder auf andere Weise einen Vorwand zu schaffen, um militärisch in Syrien einzugreifen und seine Militäroperationen im Irak auszuweiten.

 

Noch weitere ermordete Journalisten … ein weiterer Abschuss eines Passagierflugzeuges …


Die mutmaßliche Ermordung James Wright Foleys hat in der internationalen Öffentlichkeit für heftige Empörung gesorgt. Zugleich hat sie auch den Eindruck einer Konfrontation zwischen dem IS und den USA hervorgerufen und dient dazu, den IS noch weiter zu dämonisieren.

 

Die westlichen Medien versuchen derzeit, die Illusion aufrechtzuerhalten, der IS unterscheide sich grundsätzlich von anderen Terrorgruppen in Syrien, und vor dem Hintergrund dieses Narrativs geht der Westen gleichzeitig daran, den IS in Syrien unter dem Deckmantel der Bewaffnung und Unterstützung »gemäßigter« Rebellen zu stärken, während die USA gleichzeitig Luftangriffe gegen den IS im Irak fliegen.

 

Am Ende des Videos, das die Ermordung Foleys zeigt, wird enthüllt, dass IS ebenfalls den vermissten TIME-Journalisten Steven Sotloff in seiner Gewalt hat. Er war zuletzt in Aleppo gesehen worden und wird Berichten zufolge gegenwärtig in der belagerten syrischen Stadt ar-Raqqa festgehalten.

 

In einem englischsprachigen Artikel der Zeitung Epoch Times mit der Überschrift »Steven Sotloff: Der vermisste TIME-Reporter Steven Joel Sotloff wurde laut Bericht von ISIS bedroht« heißt es:

»Laut Wire hielt er sich vor seinem Verschwinden am 4. August in Aleppo auf. Seine Familie erklärte, sie sei über seine Situation informiert, wolle mit den Informationen aber nicht an die Öffentlichkeit gehen. Er werde in ar-Raqqa festgehalten.«

Ein weiterer ermordeter amerikanischer Journalist würde vielleicht endgültig das Blatt wenden, was die Unterstützung der Öffentlichkeit für ein mögliches amerikanisches militärisches Eingreifen in Syrien in naher Zukunft zu diesem kritischen Zeitpunkt angeht. In dem schon genannten Artikel verweist eine aktuelle Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) darauf, dass (Hervorhebungen vom Verfasser):

»… Warnungen einer internationalen Forschungsgruppe und der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) die wachsende Gefahr für zivile Flugzeuge angesichts der hunderten Flugabwehr-Waffen [unterstreichen], die sich jetzt in den Arsenalen der bewaffneten Gruppen in Syrien befinden und leicht extremistischen Gruppen in die Hände fallen könnten.

Bewaffnete Gruppen, die gegen das Assad-Regime in Syrien kämpfen, verfügen bereits über schätzungsweise einige hundert tragbare Luftabwehrraketen (MANPADS), die sehr beweglich und nur schwer aufzuspüren sind, deren Zielgenauigkeit aber gleichzeitig ausreicht, um niedrig fliegende Passagierflugzeuge zu zerstören, wie die angesehene Forschungsorganisation Small Arms Survey aus der Schweiz, die die weltweiten Waffenströme untersucht, in ihrem neuen Bericht feststellt.«

Natürlich versucht AP weiterhin an der Unterscheidung zwischen bewaffneten Gruppen und »extremistischen Gruppierungen« festzuhalten, aber die Tatsache, dass die »Extremisten« des IS/ISIS Sotloff in Aleppo entführten, wo doch angeblich »bewaffnete Gruppen« operieren, lässt vermuten, dass nun auch die »Extremisten« dank der Unterstützung seitens der USA, Europas, der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars über zahlreiche Luftabwehrsysteme verfügen.

 

Die Warnungen, diese Waffen seien jetzt möglicherweise Extremisten in die Hände gefallen, während diese doch schon seit Jahren über derartige Systeme (vor allem aus Libyen) verfügten, könnte das Gambit eines geostrategischen Schachspiels sein, das auch den Abschuss eines weiteren zivilen Passagierflugzeuges einschließen könnte, der dann als Deckmantel für die weitere Umsetzung der Pläne des Westens diente.

 

Die tragische Katastrophe des malaysischen Passagierflugzeuges MH-17 in der Ukraine ist schon seit längerem aus den Schlagzeilen der westlichen Medien verschwunden, nachdem zuvor haltlose Beschuldigungen gegen Russland erhoben wurden, die dem Westen den Grund für neuerliche Sanktionen gegen Moskau und weitere militärische Unterstützung für das Regime in Kiew lieferten.

 

Ein Abschuss eines zivilen Passagierflugzeuges über der Region des Nahen und Mittleren Ostens – oder anderswo in der Welt −, für den dann in Syrien und dem Irak operierende »Extremisten« verantwortlich gemacht würden, könnte dem Westen den Vorwand für ein direktes militärisches Eingreifen in diesen Ländern liefern.

 

Der Westen hat schon oft bewiesen, dass er vor nichts Halt macht, um seine Ziele auch mit den drastischsten Mitteln zu verwirklichen. Ob und wie viele Menschenleben dabei geopfert werden, ist für sie und ihr Streben nach Vorherrschaft nicht von größerem Belang, als das eingeplante Opfer eines Bauern in einem Schachspiel. Und solange es ihnen immer noch gelingt, große Teile der Bevölkerung mit ihren inszenierten und manipulierten Provokationen hinters Licht zu führen und die öffentliche Wahrnehmung wirksam zu beeinflussen, werden sich derartige Tragödien auch tatsächlich ereignen. Um weitere tragische Ereignisse wie den Abschuss von Flug MH-17, den sinnlosen Tod von Foley und das Sterben tausender und abertausender Syrer und Iraker in der nahen Zukunft zu verhindern, müssen diese Provokationen und Manipulationen offengelegt und diese Waffen denen, die nach Weltherrschaft streben, unbedingt aus der Hand geschlagen werden.

 

 

 

.

Leser-Kommentare (16) zu diesem Artikel

22.08.2014 | 12:04

mitleser

Sry der Verfasser spinnt doch total. Dort werden systematisch Andersglaubende verfolgt und niedergemetzelt! Achtung Bilder sehr grausam: http://www.redakcja.mpolska24.pl/6737/holokaust-chrzescijan Mehr ist dazu nicht zu sagen. Die IS gehört mit allen Mitteln bekämpft.


22.08.2014 | 09:19

Matthias

@gunrose5: Natürlich sind die VSA der Müllhaufen dieser Welt. Nicht nur bildlich gesprochen. Wo bleibt der Aufschrei der VSA, namentlich des sogenannten Friedensnobelpreisträgers Obama, für die vielen, vielen Christen, die auf die grausamste Art und Weise abgeschlachtet wurden und werden. Youtube ist voll von wirklich den abscheulichsten Morden. Da werden Christen verkehrtrum aufgehangen bis ihr Kopf platzt vom angestauten Blut im selben. Gehen diese Bilder um die Welt??? Nein,...

@gunrose5: Natürlich sind die VSA der Müllhaufen dieser Welt. Nicht nur bildlich gesprochen. Wo bleibt der Aufschrei der VSA, namentlich des sogenannten Friedensnobelpreisträgers Obama, für die vielen, vielen Christen, die auf die grausamste Art und Weise abgeschlachtet wurden und werden. Youtube ist voll von wirklich den abscheulichsten Morden. Da werden Christen verkehrtrum aufgehangen bis ihr Kopf platzt vom angestauten Blut im selben. Gehen diese Bilder um die Welt??? Nein, nein!!! Nur ganz ausgewählte Bilder werden der Welt gezeigt, um die verbrecherischen Ziele der VSA, der Illuminati zu rechtfertigen. Jede Nachricht, jede Notiz, jedes Bild in der sogenannten Weltpresse verfolgt ein Ziel. Insbesondere dieses von der Hinrichtung des Journalisten. Sicherlich abscheulich, aber lieber Gunrose5, nicht der erste Fall. Wo bleibt der Aufschrei der VSA zu menschlichen Trägödien in der Ostukaine? Ach so! Das passt nicht in das Konzept der sogenannten Weltverbesserer. Nein! Die VSA sind und bleiben, wie Sie es richtig bezeichnet haben, der Müllhaufen der Welt.


22.08.2014 | 08:53

Leser2

Wiedereinmal ein Artikel ohne Fakten, sonder quasi ins Blaue geschrieben. Daher leider wenig glaubhaft.


21.08.2014 | 21:59

Polartag

@gunrose5 "...Die USA sind nicht der Müllhaufen für alle ungelösten Weltkonfllikte" Eine gewagte Behauptung, die zu verifizieren sehr schwierig sein dürfte.


21.08.2014 | 21:30

Stefann

Ich habe auf dem Video keine Tötung gesehen.


21.08.2014 | 19:09

Walter

gunrose5
Sie wollen die Wahrheit nicht wissen. Leider. Solche Menschen brauchen die Kriegstreiber.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Die Illusion Islamischer Staat: Das »Made-in-Washington«-Kalifat

Richard Skaff

ISIS steht für »Islamischer Staat im Irak und in Syrien«, eine Organisation, der Verbindungen zu Al-Qaida nachgesagt werden und die für ihr erbarmungsloses Vorgehen und ihre Selbstmordattentäter bekannt ist. Derzeit stellt ISIS eine Bedrohung im gesamten Nahen Osten dar. Sie ist auch bekannt als »Islamischer Staat im Irak und der Levante« (ISIL)  mehr …

Obama: Halbe Milliarde Dollar für blutigen Nahost-Krieg

Tyler Durden

Die Lage der irakischen Regierung, deren Streitkräfte zumindest nach einem bisher unbestätigten Bericht massive Verluste hinnehmen mussten, verschlechtert sich zusehends. Eine Bestätigung dieser Entwicklung liefert möglicherweise ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, nach dem ISIS in der Nacht seinen Vormarsch nach Bagdad fortgesetzt und am  mehr …

ISIS im Irak riecht nach einer Operation »Schmutziger Krieg« von CIA und NATO

F. William Engdahl

Seit der dramatischen Einnahme von Mosul am 10. Juni sind die westlichen Mainstreammedien voll von Horrorstorys über die militärische Eroberung des Irak durch die Kämpfer der Bewegung Islamischer Staat in Irak und Syrien mit der merkwürdigen Abkürzung »ISIS« – in der ägyptischen Mythologie ist Isis die Göttin der Fruchtbarkeit und der Magie. Das  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Kriegsvorbereitungen in Europa: Geheimplan PM3

Redaktion

Hundert Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs beschwören alle Politiker den Frieden. Doch hinter dem Rücken der Bevölkerung bereiten sie sich schon wieder auf den nächsten Weltkrieg vor.  mehr …

FAZ: Aus klugen Köpfen werden Verschwörungstheoretiker

Udo Ulfkotte

Es gibt keine Zeitungskrise. Es gibt nur eine Journalismuskrise. Man sieht das gut bei der einst so renommierten FAZ.  mehr …

Die Illusion Islamischer Staat: Das »Made-in-Washington«-Kalifat

Richard Skaff

ISIS steht für »Islamischer Staat im Irak und in Syrien«, eine Organisation, der Verbindungen zu Al-Qaida nachgesagt werden und die für ihr erbarmungsloses Vorgehen und ihre Selbstmordattentäter bekannt ist. Derzeit stellt ISIS eine Bedrohung im gesamten Nahen Osten dar. Sie ist auch bekannt als »Islamischer Staat im Irak und der Levante« (ISIL)  mehr …

Kunstprodukt: Sauerstoff aus synthetischen Blättern

Andreas von Rétyi

Da ist von einem Durchbruch die Rede: Ein junger Erfinder habe ein synthetisches Blatt entwickelt, das auch in der Schwerelosigkeit gedeiht und bei Kunstlicht genügend Photosynthese bewerkstellige, um unter anderem bei Raumreisen permanent für Sauerstoffvorräte zu sorgen. Außerdem seien auch neue ökologische Städtekonzepte denkbar. Seit einiger  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.