Monday, 26. September 2016
02.10.2014
 
 

USA geben zu, die Oppositionsbewegung »Occupy Central« zu finanzieren

Tony Cartalucci

Kurz nach Beginn des sogenannten »Arabischen Frühlings«, der den Nahen und Mittleren Osten ins Chaos stürzte, räumten die USA ein, bereits seit Jahren im Vorfeld sowohl die Anführer der Demonstranten als auch schwerbewaffnete Terroristen bezahlt, ausgebildet und ausgerüstet zu haben. Und nun hieß es, das amerikanische Außenministerium stehe in ähnlicher Weise hinter zahllosen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) hinter den sogenannten Demonstrationen der Bewegung »Occupy Central« in Hongkong.

 

Unter der Überschrift »Obwohl China Druck auf Zivilgesellschaft verstärkt, brechen in Hongkong Proteste aus« berichtete die Washington Post am 30. September:

»Die chinesische Führung zeigte sich durch die Proteste im Verlauf dieses Jahres entnervt und verstärkte die Kontrolle über zivilgesellschaftliche Organisationen in China, die im Verdacht stehen, die Interessen ausländischer Mächte zu vertreten.

Diese Kampagne zielt nach Ansicht von Experten darauf ab, China gegenüber subversiven westlichen Ideen wie Demokratie und Meinungsfreiheit und dem Einfluss insbesondere amerikanischer Gruppen abzuschotten, die versuchen könnten, diese Werte in China zu verbreiten und zu fördern. Dieses Vorgehen ist nicht neu, aber es wurde unter Staatspräsident Xi Jinping vor allem nach dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch verstärkt, dem wochenlange Proteste in Kiew vorausgingen, die nach Ansicht Pekings eindeutig vom Westen unterstützt wurden.«

 

Die Washington Post schrieb weiter (Hervorhebungen vom Verfasser):

 

»Ein außenpolitischer Experte, der sich unter der Zusicherung seiner Anonymität zu einem sehr heiklen Thema äußerte, erklärte, Putin habe Xi telefonisch seine Besorgnis über die Rolle des Westens in der Ukraine mitgeteilt. Diese Befürchtungen hätten offenbar nach Angaben von Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Gruppen in vertraulichen Gesprächen immer größere Kreise gezogen.

Sie machen sich große Sorgen über die sogenannten Farbrevolutionen [und] sind über die Ereignisse in der Ukraine sehr besorgt‹, sagte das Vorstandsmitglied einer internationalen NGO, dessen Organisation teilweise von der [amerikanischen] National Endowment for Democracy (NED) finanziert wird, die man in China für die Unterstützung der Proteste auf dem Maidan in Kiew verantwortlich macht. ›Man sagt uns, ‹Euer Geld stammt von den gleichen Leuten. Offensichtlich wollt ihr einen Umsturz in China herbeiführen›‹.

Die NED wird vom amerikanischen Kongress mit dem ausdrücklichen Ziel der Förderung von Demokratie im Ausland finanziert und wird von den Behörden in den jeweiligen Ländern seit Langem mit Misstrauen oder sogar Feindseligkeit betrachtet. Diese Verdächtigungen haben sich ausgeweitet und richten sich nun auch gegen amerikanische Gruppen wie die Ford Foundation, das International Republican Institute, das Carter Center und die Asia Foundation.«

Offenkundig haben das NED und seine vielen Ableger wie das International Republican Institute und das National Democratic Institute mit der »Förderung der Demokratie« nichts zu tun. Sie dienen vielmehr dazu, ein weltweites Netzwerk einer neoimperialen Herrschaftsstruktur zu errichten, die man euphemistisch als »Zivilgesellschaft« bezeichnet und die sich mit vielen westlichen sogenannten »internationalen Einrichtungen« überschneidet, die in Wirklichkeit völlig von den Interessen Washingtons, der Wall Street und Brüssel sowie Londons kontrolliert werden.

 

Allein schon die Vorstellung, die USA würden »demokratische Verhältnisse fördern« klingt angesichts der Tatsache, dass dieses Land in einen massiv in die Privatsphäre eingreifenden, weltweiten Überwachungsskandal verwickelt ist, absurd. Zudem haben die USA gegen den Willen der amerikanischen Bevölkerung und gegründet auf nachgewiesene Lügen schuldhaft zahlreiche Kriege überall auf der Welt geführt oder führen diese noch und gehen mit brutalen und repressiven Mitteln mit einer paramilitärischen Polizeimacht gegen die eigene Bevölkerung vor.

 

Das polizeiliche Vorgehen etwa in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri lässt die Maßnahmen der chinesischen Polizei gegen die Demonstranten von Occupy Central vergleichsweise sehr gemäßigt erscheinen. Die »Förderung der Demokratie« dient eindeutig nur dazu, die Ausdehnung und Umsetzung der weit über die Grenzen der USA hinausreichenden, imperialen Pläne zu vertuschen und beeinträchtigt massiv die nationale Souveränität aller Länder und Menschen, die diesen Bestrebungen unterworfen sind, also auch der amerikanischen Bevölkerung selbst.

 

Enthüllungen über die Einmischung der USA in den sogenannten »Arabischen Frühling« wurde 2011 u.a. in einem Artikel von Ron Nixon in der New York Times mit der Überschrift »US-Gruppen haben die Aufstände in der arabischen Welt mit hervorgebracht« zur Sprache gebracht:

»Zahlreiche Gruppen und einzelne Personen, die direkt an den Aufständen und Reformbewegungen beteiligt sind, die gegenwärtig die Region umfassen – wie etwa die Jugendbewegung 6. April in Ägypten, das Zentrum für Menschenrechte in Bahrain und Bürgerrechtsaktivisten wie Enzar Qadhi, ein führender Aktivist aus dem Jemen –, wurden von Einrichtungen wie dem International Republican Institute, dem National Democratic Institute und Freedom House, einer gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Washington, ausgebildet und finanziert.«

Weiter hieß es in dem Artikel insbesondere unter Bezug auf NED:

»Das International Republican Institute und das National Democratic Institute unterhalten lose Verbindung zur Republikanischen und zur Demokratischen Partei. Sie wurden vom Kongress gegründet und über die National Endowment for Democracy finanziert, die 1983 ins Leben gerufen worden war, um finanzielle Mittel und Anreize zur Förderung der Demokratie in den Entwicklungsländern bereitzustellen. Das NED erhält jährlich etwa 100 Millionen Dollar vom Kongress. Freedom House wiederum wird größtenteils von der amerikanischen Regierung und dort hauptsächlich vom Außenministerium finanziert.«

Der als Kriegsbefürworter und Interventionist bekannte amerikanischen Senator John McCain hatte Russlands Präsident Waldimir Putin und dem Amtsvorgänger Xi Jinping in China 2011 großspurig angekündigt, die amerikanischen subversiven Tätigkeiten, die damals im Nahen und Mittleren Osten Chaos schürten, würden sich bald auch gegen Moskau und Peking richten.

 

In einem Artikel aus dem Jahr 2011 mit der Überschrift »Der Arabische Frühling: ›Dieser Virus wird Moskau und Peking angreifen‹« hieß es im Magazin Atlantic:

»Er [McCain] erklärte: ›Vor einem Jahr waren Ben Ali und Gaddafi schon nicht mehr an der Macht. Assad wird schon im kommenden Jahr nicht mehr an der Macht sein. Dieser Arabische Frühling ist ein Virus, der Moskau und Peking angreifen wird.‹ Dann verließ McCain die Bühne.«

Angesichts der Tatsache, dass nicht nur der »Arabische Frühling «, sondern nun auch die Occupy Central-Bewegung unverhohlen aus dem Ausland finanziert wurden und eingedenk des Chaos, der Todesopfer, der Destabilisierung und des Zerfalls, den die Opfer früherer amerikanischer Umstürze erleiden mussten, erscheint Occupy Central nun in einem neuen Licht: Als ein Mob verführter Betrogener, die dazu benutzt werden, ihr eigenes Land zu zerstören; und all dies unter dem Deckmantel von Prinzipien von »Demokratie«, hinter denen sich hinterhältige, weltumspannende Wirtschafts- und Finanzinteressen verbergen, die jede Konkurrenz fürchten und aktiv bekämpfen.

 

Diese nach Weltherrschaft strebenden Interessen versuchen vor allem, einen Wiederaufstieg Russlands zur Weltmacht und den Aufstieg Chinas auf die weltpolitische Bühne zu verhindern.

 

Die repressive Agenda der von den USA unterstützten Führungsriege von Occupy Central und ihr schamloses Ausnutzen der ehrenwerten Absichten ihrer Gefolgsleute stellen eine Gefahr dar, die mindestens ebenso groß wie die Gefahr ist, die ihren Behauptungen nach von Peking für Honkong ausgeht.

 

Es ist zu hoffen, dass das chinesische Volk und die vielen Menschen weltweit, die die Entwicklung der Occupy Central-Proteste verfolgen, diese vom Ausland manipulierten Schachzüge erkennen und sie stoppen, bevor ihnen das gleiche schwere Schicksal der Länder widerfährt, die bereits zuvor Opfer dieser Machenschaften wurden: Libyen, Syrien, die Ukraine, Ägypten und noch viele andere.

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (12) zu diesem Artikel

02.10.2014 | 23:56

Heckel Goldbaum

Es gibt doch auch separatistische Bewegungen im Reich des Bösen, traditionell besonders in den Südstaaten. Genau hier muss angesetzt werden, um das Imperium zu zersetzen und das Übel, welches seit über 100 Jahren die Kontrolle über Alles und jeden in diesem Land hat, ein für alle Male zu entmachten.


02.10.2014 | 21:03

Irene

AJD: Da steckt sicher ein großer Funke Wahrheit dahinter, denn der Vatikan war und ist immer an Kriegen beteiligt, wahrscheinlich der eigentliche Drahtzieher an diesen Grauslichkeiten auf der ganzen Welt.


02.10.2014 | 20:52

Irene

Jeanette: Genauso verläuft diese Situation, denn überall hat der Ami seine Finger im Spiel. Wenn er schon sonst nichts mehr zusammenbringt, aber Hetzen und Kriege inszenieren sowie Krankheiten zu erfinden und zu verbreiten, das gelingt ihm immer noch. Armes Amiland.


02.10.2014 | 19:58

Hilmar Hohenstein

Seit 1945 wird man kaum einen Konflikt in der Welt finden,keinen Brandherd,bei dem nicht die USA den Schürhaken in der Hand hielten.Dafür war bislang noch keine Lüge zu plump und primitiv und leider lassen sich die europäischen Staaten zu schnell vor den Interessenkarren des USA- Monopols spannen,selbst,wenn sich solche Maßnahmen wie derzeit gegen Russland als Bumerang erweisen.Aber leider ist es nun einmal so: USA befiehl,wir folgen dir.....


02.10.2014 | 19:31

heiner

@AJD: Und warum kann dann kein Katholik in den USA Präsident werden ? ( und der einzige, der es je war, und die Macht der Zentralbank brechen wurde, wurde beseitigt ) Sie meinen wohl die kath. Kirche hat 1 Mrd. Menschen gerettet: -indem die Herrscher sich ihrer bedienten und Mitteleuropa zum Zentrum der Welt in Form der fränkischen Reichs machten ( welches im Hl. röm. Reich bis 1803 fortbestand ), es fruchtbar und urbar wurde - indem es die muslimischen Horden aus Europa fern...

@AJD: Und warum kann dann kein Katholik in den USA Präsident werden ? ( und der einzige, der es je war, und die Macht der Zentralbank brechen wurde, wurde beseitigt ) Sie meinen wohl die kath. Kirche hat 1 Mrd. Menschen gerettet: -indem die Herrscher sich ihrer bedienten und Mitteleuropa zum Zentrum der Welt in Form der fränkischen Reichs machten ( welches im Hl. röm. Reich bis 1803 fortbestand ), es fruchtbar und urbar wurde - indem es die muslimischen Horden aus Europa fern hielt, Ostrom konnte sich immerhin bis 1453 dem erwehren -indem es die Todessekte der Katarer vernichtete und den Fortbestand rettete - indem sie maßgeblich beitrug, in der Neuen Welt die Sklaverei zu überwinden - indem prozentual nirgendwo so viele Juden wie im von Nazis besetzten Rom überlebten und die Katholiken am wenigsten anfällig waren, Nazis zu wählen Ich sehe auch heute keine Ansätze den Vatikan und die USA gleichzusetzen: Die USA sind Weltkriegstreiber und benötigen alle Konflikte und Kriege zum Fortbestand des Dollarmonopols, Papst franziskus ist geradezu das Gegenteil von Obama.


02.10.2014 | 14:24

AJD

@MAX, sind Sie sicher, dass die USA wirklich dahinter steht und nicht eine andere Kraft? Ich denke da an sehenswerten die Vorträge von Walter Veith, der im Vortrag 7 und 8 anhand der Bibel und aus der Geschichtsschreibung erklärt, dass die USA nur das Schwert ist. Die eigentliche Macht ist jedoch der Drache, also der Vatikan - das Land mit dem größten Geheimdienst, Wo die Ehe verboten ist, wo die Päpste (=Könige) es sich anmaßen die Feiertage der Bibel (Sabbat = Samstag) in...

@MAX, sind Sie sicher, dass die USA wirklich dahinter steht und nicht eine andere Kraft? Ich denke da an sehenswerten die Vorträge von Walter Veith, der im Vortrag 7 und 8 anhand der Bibel und aus der Geschichtsschreibung erklärt, dass die USA nur das Schwert ist. Die eigentliche Macht ist jedoch der Drache, also der Vatikan - das Land mit dem größten Geheimdienst, Wo die Ehe verboten ist, wo die Päpste (=Könige) es sich anmaßen die Feiertage der Bibel (Sabbat = Samstag) in einen anderen Tag (Sonntag) zu ändern und wo man unchristliche Rituale und Symbole anbetet. Mal ganz abgesehen von den vermutlich an eine Milliarde Menschen, die indirekt durch die römisch kat. Kirche getötet wurden.

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