Dienstag, 27. Juni 2017
16.11.2011
 
 

Pseudo-Klima-Wissenschaft? Wie der WWF das IPCC unterwandert

Tony Thomas

»Die heutige Diskussion über die globale Erwärmung ist im Grunde eine Diskussion über Freiheit. Die Umweltaktivisten wollen jeden irgend möglichen (und unmöglichen) Aspekt unseres Lebens kontrollieren«.

Vaclav Klaus (in: Blauer Planet in grünen Fesseln):

»Ist es nicht interessant, dass den Linken zufolge die Lösung immer die gleiche ist, egal welche globale Krise gerade herrscht: eine wohlwollende Weltdiktatur der erleuchteten Elite sowie Massentransfer von Wohlstand aus reichen in arme Länder.«

Die kleine Studie von Donna Laframboise zu den Abläufen im IPCC trägt einen zu harmlosen Titel: »Der kriminelle Teenager, der irrtümlich als der führende Klimaexperte der Welt missverstanden wurde«. [Original siehe hier]

 

IPCC Greenpeace WWF! Wo ist der Unterschied!

Der »kriminelle Teenager« ist das IPCC. Die Studie von Donna LaFramboise ändert die Spielregeln.

 

Interview von Andrew Bolt mit  Donna Lafromboise (weitere Details dazu hier) über die Übernahme des IPCC durch den WWF (mit Dank an C. Frey & R. Hofmann für die deutsche Untertitelung).


Zur WWF-Übernahme  des IPCC eine klare Bestätigung anhand von Fakten: (entnommen aus: Delinquent teenager ... S. 70)

After a few days of searching, cross-checking and tabulating here are my findings with respect to the IPCC's 2007 report:

  • 28 out of 44 chapters (two-thirds) included at least one individual affiliated with the WWF. • 100 Prozent of the chapters in Working Group 2 – all 20 of them – included at least 1 WWF-affiliated scientist.
  • 15 out of 44 chapters (one-third) were led by WWF-affiliated scientists – their coordinating lead authors belong to the panel.
  • In three instances, chapters were led by two WWF-affiliated coordinating lead authors Ladies and gentlemen, the IPCC has been infiltrated. It has been wholly and entirely compromised.

[FOOTNOTE 31-5]

 

Es geht nicht um die Wissenschaft der anthropogen verursachten globalen Erwärmung, sondern es ist lediglich die erste ernsthafte Veröffentlichung zur organisatorischen Integrität des IPCC, einer irgendwie einflussreichen Institution.

Laframboise ist eine investigative Journalistin und Feministin. Sie hatte die Ratte bzgl. des IPCC schon vor zwei Jahren gerochen. Je mehr sie ermittelte, umso größer wurde der Gestank.

 

Weitere Hinweise hatte sie von IPCC-Insidern erhalten, die im vergangenen Jahr 678 Seiten mit Antworten auf einen Fragenkatalog des InterAcademy Council IAC (einer Art Dachorganisation von Spitzenwissenschaft) gepostet haben. Das IAC hat untersucht, wie dem IPCC solch ungeheuerliche Irrtümer wie z. B. dem Schmelzen der Gletscher des Himalaya unterlaufen konnten.

 

Der Bericht des IAC aus dem Jahr 2010 fand »signifikante Defizite bei jedem wesentlichen Schritt im Zuge des Beurteilungsprozesses« (Hervorhebung hinzugefügt). Also ist Laframboise kein wild gewordener Schreihals; sondern sie befindet sich in respektabler Gesellschaft.

Laframboise unterlegt alle ihre signifikanten Quellen, auf die sie sich bezieht, mit gesicherten Links.

Zum  Beispiel wird der Vorsitzende des IPCC, Rajendra Pachauri, in Nature vom 19.12.2007 (damals schon!) mit den Worten zitiert:

»Wir waren so trunken mit unserem Wunsch, immer mehr und mehr zu produzieren und zu konsumieren, egal welche Auswirkungen auf die Umwelt das hat, dass wir uns auf einem völlig unhaltbaren Weg befinden«, sagt er. »Ich werde mich nicht zurücklehnen, bis ich in jedem möglichen Forum die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht habe, dass wir grundlegende strukturelle Änderungen hinsichtlich des wirtschaftlichen Wachstums und der Entwicklung vornehmen müssen. Das ist es, worum es wirklich geht. Die Klimaänderung ist lediglich ein Teil davon

(Hervorhebung hinzugefügt)

Ich habe den Link getestet, es ging problemlos. Niemand übertreibt hier mit diesem Zeug.

Wir wollen jetzt zum Inhalt kommen.

 

Begutachtungen und das IPCC

Im Jahre 2008 hielt Pachauri eine Rede vor einem Ausschuss des Parlaments von North Carolina:

»[…] wir führen eine Beschreibung des Klimazustands durch, basierend auf wissenschaftlich begutachteter  Literatur, daher muss alles, was wir sichten und in unsere Überlegungen mit einbeziehen, die Glaubwürdigkeit begutachteter Veröffentlichungen tragen; wir geben uns nicht mit weniger zufrieden.«

 

Die Wirklichkeit:

Von den 18.531 als Referenz genannten Unterlagen im Zustandsbericht aus dem Jahr 2007 bestanden 5.587 oder 30 Prozent aus nicht begutachtetem Material, einschließlich Traktate von Aktivisten, Presseerklärungen und in einem ganz besonderen Fall sogar aus einer »ersten Version« eines Entwurfs.

12 der 44 Kapitel enthielten in der Mehrheit nicht begutachtete Referenzen. Fünf Kapitel bezogen sich auf 71 bis 85 Prozent nicht begutachteter Unterlagen. Alles in allem bestanden 21 Kapitel aus 59 Prozent oder weniger aus begutachtetem Material. Umgekehrt bezogen sich nur 8 Kapitel auf 90 Prozent oder mehr begutachteten Materials.

Nicht einer der Hunderten oder sogar Tausenden Wissenschaftler beim IPCC, die das wussten, machte sich die Mühe, zu versuchen, diese irreführenden Behauptungen von Pachauri vor Entscheidungsgremien zu korrigieren.

In wichtigen Instanzen wählten die leitenden Autoren des IPCC nicht begutachtetes Material oder Studien geringer Glaubwürdigkeit, nur weil diese ihre Argumentation unterstützten, und das angesichts des reichen, wissenschaftlich begutachteten Materials, das das Gegenteil aussagte.

Die Regeln des IPCC waren, dass nicht begutachtete Referenzen tatsächlich benutzt werden durften unter der Voraussetzung, dass sie entsprechend gekennzeichnet waren. Aber von den 5.587 nicht begutachteten Referenzen waren es insgesamt nur 6 oder 0,1 Prozent, die den Regeln entsprechend markiert waren. Nachdem das IAC im Jahre 2010 verlangt hatte, dass die Kennzeichnung verstärkt und verbessert werden müsste, hat das IPCC diese Regel im Jahre 2011 insgesamt aufgegeben!

 

Die große Statur der IPCC-Autoren

Das IPCC behauptet unentwegt, dass seine Wissenschaftler hervorragende, weltweit führende Spezialisten sind.

Die Wirklichkeit:

Richard Klein, mit einem Master-Abschluss, wurde im Alter von 25 Jahren zum leitenden Autor, nach einer Zeit, in der er als Greenpeace-Aktivist gearbeitet hatte.

Laurens Bouwer war von 1999 bis 2000 IPCC-Leitautor, sogar bevor er seinen Masterabschluss 2001 erreicht hatte. Obwohl er ein Spezialist bzgl. Wasserressourcen war, wurde er zum Leitautor des Kapitels über Versicherungen und andere Finanzdienstleistungen gemacht. Warum? Offensichtlich weil er im Jahr 2000 zeitweise als Hospitant bei der Versicherung Munich Re tätig gewesen war.

Näher an der Heimat war Lisa Alexander im Jahr 2008 als Forschungsassistentin in Monash, sie erreichte ihren PhD 2009. Und doch hatte das IPCC sie bereits 1999, also ein Jahrzehnt zuvor, als beitragende Autorin (zum Bericht 2001) gesalbt, und später wurde sie Leitautorin für den Bericht aus dem Jahr 2007.

 

IPCC-Wissenschaftler, die Greenpeace- und WWF-Hüte tragen

Sind die IPCC-Wissenschaftler unabhängig, d. h. in der Lage, die Literatur objektiv zu beurteilen und nicht anfällig für öffentliche verzerrende Sichtweisen?

Der Tenor war von Pachauri vorgegeben worden, der 2007 und 2008 Vorworte zu Greenpeace-Veröffentlichungen verfasst hatte.

Bill Hare war seit 1992 Greenpeace-Sprecher, 2007 dessen »leitender Klimaunterhändler«  und eine Greenpeace-»Legende« – aber auch leitender Autor im IPCC-Bericht 2007, ein Experte der Begutachtung von zwei der drei Teile des Berichtes und eines von den nur 40 Mitgliedern des »Kerns des schreibenden Teams« für die als Synthesebericht bekannte Zusammenfassung. Er ist leitender Autor des Berichtes 2014.

Der australische Meeresbiologe Ove Hoegh-Guldberg wird in neun Kapiteln des Berichtes von 2007 hervorgehoben. Er war ein beitragender Autor und wird im Bericht von 2014 ein »koordinierender Leitautor«. Laframboise sagt, dass er zwischen 1994 und 2000 vier Berichte zum Zustand der Korallenriffe für Greenpeace geschrieben hatte, und später zwei für den World Wildlife Fund. Er wird ein Kapitel im Bericht von 2014 leiten.

 

Im IPCC-Bericht von 2007:

In 28 von 44 Kapiteln war mindestens ein Individuum verbunden mit dem WWF.

Alle 20 Kapitel der Arbeitsgruppe 2 wurden von mindestens einem mit dem WWF verbundenen Wissenschaftler geschrieben.

15 von 44 Kapiteln wurden von mit dem WWF verbundenen Wissenschaftlern geleitet.

In drei Fällen wurden Kapitel von zwei mit dem WWF verbundenen Wissenschaftlern geleitet.

Der »rigorose« Begutachtungsprozess beim IPCC

Der vom IPCC proklamierte rigorose »Begutachtungs«-Prozess umfasst Tausende Experten, ist aber zahnlos und uninspiriert.

Die Begutachter des IPCC haben die den Studien zugrunde liegenden Daten nicht untersucht – und ein Begutachter, der die Rohdaten einer Studie kritisierte, wurde mit seiner Entlassung bedroht.

Falls ein Begutachter auf einen Fehler in der Zusammenfassung eines Leitautors hinwies, konnte der Leitautor als Richter über seinen/ihren eigenen Fall einfach sagen: »Abgelehnt!« Es gab und gibt keinen unabhängigen Schiedsrichter. (Der Brüller mit den Himalaya-Gletschern war von IPCC-Begutachtern im Anfangsstadium entdeckt worden, aber die IPCC-Autoren hatten ihn stehen lassen).

In UK wurde ein umstrittener Stern-Report veröffentlicht, nachdem alle IPCC-Ultimaten des 2007-Berichtes abgelaufen waren. Nichtsdestotrotz hatte Stern über 12 Kapitel 26 Referenzen gefunden, die weder Gegenstand einer wissenschaftlichen Begutachtung noch einer solchen des IPCC selbst unterzogen worden waren.

 

Ein aufrechter IPCC-Wissenschaftler

In all diesem dunklen Gemenge gab es nur einen IPCC-Wissenschaftler, Chris Landsea, ein ausgewiesener Hurrikan-Spezialist, der sich aus dem IPCC zurückgezogen hat und mit dem unethischen Verhalten des IPCC an die Öffentlichkeit gegangen war.

Kevin Trenberth, kein Hurrikan-Spezialist, trat 2004 mit der ohne jede wissenschaftliche Untermauerung gemachten Behauptung vor die Presse, dass die jüngsten Hurrikanereignisse die globale Erwärmung spiegeln. Er war Leitautor für das Kapitel zu Hurrikanen im Bericht von 2007. Nicht ein einziger IPCC-Wissenschaftler hatte sich erhoben, um zu erklären, dass er seine Objektivität als »Richter« diskreditiert hatte.

Zwei Jahre später haben die »moralischen Liliputaner« des IPCC, wie Laframboise sie nannte, ihren Nobelpreis eingeheimst.

 

Der Autor ist ein Wirtschaftsjournalist im Ruhestand und schrieb das Buch: Stolen Generations: The Pocket Windschuttle.

Link: https://www.quadrant.org.au/blogs/doomed-planet/2011/10/delinquent-science

 

Quelle: EIKE

 

 


 

 

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