Samstag, 10. Dezember 2016
09.12.2015
 
 

Explosiver russischer Lagebericht: Putin schließt gegen den IS Atomwaffen nicht aus

Tyler Durden

In einer deutlichen Warnung an die französischen und amerikanischen Kriegsschiffe, die nach und nach in den kommenden Wochen in den Gewässern vor der syrischen Küste eintreffen werden, hat Russland erstmalig Ziele des Islamischen Staates (IS) in Syrien mit Marschflugkörpern vom Typ Kalibr 3M-54 angegriffen. Wie der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu Wladimir Putin am gestrigen Dienstag mitteilte, wurden die Lenkwaffen von einem U-Boot aus abgefeuert, das im Mittelmeer vor der syrischen Küste kreuzte. Dabei handelte es sich um das dieselgetriebene Jagd-U-Boot Rostow-na-Donu der Kilo-II-Klasse.

 

Bereits Ende November hatte Russland Marschflugkörper gegen den IS eingesetzt. Sie wurden von Kriegsschiffen im Kaspischen Meer und dem Mittelmeer abgefeuert. Jetzt hat Moskau den IS erstmalig von einem U-Boot aus angegriffen.

Aus dem Kreml-Protokoll des Gesprächs zwischen Schoigu und Putin geht hervor, dass die Marschflugkörper zwei größere Stellungen der Terrormiliz in der Region um die Stadt Raqqa trafen. Weiter sagte Schoigu: »Wir können mit Sicherheit sagen, dass ein Munitionslager und eine Minenfabrik sowie die Erdölinfrastruktur schwer beschädigt wurden.«

 

Zusätzlich zu dem U-Boot wurde auch der russische Lenkwaffenkreuzer Warjag, der noch bis zum 12. Dezember am Marinemanöver INDRA im Golf von Bengalen teilnimmt, ins Mittelmeer vor die syrische Küste beordert. Dort soll er noch vor der amerikanischen Trägerkampfgruppe um den Flugzeugträger USS Harry S. Truman eintreffen und den seit 25. November eingesetzten Lenkwaffenkreuzer Moskwa ablösen.

 

Die bemerkenswerte Neuigkeit im gestrigen Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums betraf jedoch weder das erwähnte U-Boot noch die Verlegung der Warjag. Aufhorchen ließ vielmehr die folgende Bemerkung, die Putin laut Protokoll gegenüber Schoigu machte:

»Was die Angriffe der U-Boote angeht, müssen wir natürlich alles analysieren, was auf dem Kriegsschauplatz geschieht und wie die Waffen eingesetzt werden. Sowohl die Raketen Kalibr als auch die CH-101 [ein russischer Marschflugkörper mit Tarnkappentechnik] haben sich insgesamt sehr bewährt. Diese modernen hochwirksamen und äußerst präzisen Waffen können sowohl mit konventionellen Sprengköpfen als auch mit einem besonderen atomaren Sprengkopf bestückt werden. Im Kampf gegen Terrorismus ist dies natürlich nicht erforderlich, und ich hoffe, dass es nicht notwendig sein wird [mit Atomwaffen gegen den IS vorzugehen].«

Aber sollte diese Notwendigkeit doch eintreten – und das genau war ja die unausgesprochene Botschaft –, könnte Russland taktische atomare Sprengköpfe über Nacht nach Syrien bringen und, wenn auch nicht gerade heute oder morgen, aber doch irgendwann vielleicht gegen den IS einsetzen.

 

Darüber hinaus deutete Putin an, dass im eskalierenden Stellvertreterkrieg in Syrien, in den fast wie in einem Weltkrieg immer mehr Länder hineingezogen werden, tatsächlich durchaus irgendwann der ein oder andere Atompilz auftauchen könnte.

 

Und der Einsatz der Atomwaffen würde sich dann vor allem gegen das Lieblingsprojekt der CIA richten, mit dem ein Regimewechsel in Syrien und der Sturz Assads herbeigeführt werden soll: den Islamischen Staat.

 

Wir sind nicht sicher, ob gerade dieser besondere Atompilz mit einem Silberstreif verbunden sein wird, aber wir sind sicher, dass nicht einmal die Türkei IS-Erdöl kaufen will, sollte es das gleiche Maß an radioaktiver Strahlung wie Fukushima aufweisen.

 

 

 

 

 

 

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