Thursday, 26. May 2016
15.10.2015
 
 

Russland entsendet seinen einzigen Flugzeugträger nach Syrien

Tyler Durden

Es sollte jetzt kein Zweifel mehr daran bestehen, dass Russland eine »etwas« andere Strategie als die USA und deren westliche und regionale Verbündete verfolgt, wenn es um die Bekämpfung des Terrors in der Nahmittelostregion geht.

 

Die Strategie der USA und ihrer Verbündeten sah ungefähr so aus: 1. Verdeckte Bewaffnung und Ausbildung von Gruppen, von denen man sicher vermuten kann, dass sie sich zu Terroristen entwickeln, da die Bewaffnung und Ausbildung dieser Gruppen als Möglichkeit gesehen werden, missliebige Regime zu destabilisieren; 2. Warten auf einen so genannten »Blowback« dieser Strategie (d.h. ungewollte negative Auswirkungen) und 3. Beginn ernsthafter Bemühungen, den Terror zu bekämpfen, wenn die missliebigen Regime »erfolgreich« durch Marionettenregierungen ersetzt wurden, oder eher halbherzige Bemühungen, wenn die Situation noch offen ist und das missliebige Regime noch an der Macht ist.

Diese Strategie weist allerdings entscheidende Schwächen auf und erzeugt vielfache Probleme. Und da Russland offensichtlich den Eindruck hatte, dass die USA und ihre Verbündeten dabei seien, ihr außenpolitisches Waterloo zu erleben, entschied es, die allgemeine Farce als solche zu entlarven und einen offenen Krieg gegen die Terroristen zu beginnen.

 

Eine angenehme Begleiterscheinung dieses Krieges ist die Wiederherstellung der Macht eines Verbündeten Moskaus in der Region, aber letztendlich bleibt das Ergebnis das gleiche: Jeder Terrorist und jeder, der gegen Assad kämpft, steckt nun in erheblichen Schwierigkeiten, da Russland dieses militärische Eingreifen als Chance sieht, wieder als Großmacht auf die Weltbühne zurückzukehren und zugleich einen seit Langem schlummernden militärischen Riesen wieder zu wecken. Im

 

Folgenden ein Auszug aus einem Artikel auf der Internetseite FlashNord:

»Der schwere Flugzeugträger Admiral Kusnezow ist der einzige Flugzeugträger Russlands. Er wird an diesem Wochenende von Murmansk aus an die Küste Syriens verlegt werden, erklärte eine FlashNord-Quelle aus dem Kommandostab der Nordflotte.

›Die Reparatur des Kreuzers im Dock wird bis zum Wochenende abgeschlossen sein, und dann wird er in Richtung syrischer Küste aufbrechen, wo er sich den Operationen zur Zerschlagung der Gruppe Islamischer Staat anschließen wird‹, erklärte ein Sprecher.

Von Mai bis August habe sich das Schiff im Reparaturdock der nordrussischen Werft Rosljakowo in der Region Murmansk aufgehalten. Dann sei er in ein normales Dock verlegt worden, wo seine volle Einsatzfähigkeit und Gefechtsbereitschaft wiederhergestellt wurde, sagte er weiter.

Seit dem 30. September dieses Jahres führt Russland zur Zerstörung von Stellungen des Islamischen Staates (IS) Luftangriffe in Syrien aus.«

Interessanterweise ist die Kusnezow nicht dafür bekannt, sich in einem besonders guten Zustand zu befinden, was die Gefahr »ungewollter Zwischenfälle« noch erhöhen dürfte. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt dazu:

»Als die Admiral Kusnezow (eigentlich ein ›schwerer Flugdeckkreuzer‹) 1985 in der Sowjetunion vom Stapel lief, stellte dies für die damalige Supermacht eine bedeutende technische Errungenschaft dar. Moskau ging in der gleichen Zeit daran, die Warjag, ein Schwesterschiff der Kusnezow, zu bauen. Zugleich begann man mit den Planungen für einen Flugzeugträger normaler Größe, der hinter den amerikanischen Flugzeugträgern nicht zurückstehen sollte.

Aber dann wurde das Flugzeugträger-Programm nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 eingestellt.

Russland verfügte nun nur noch über die Kusnezow als seinen einzigen Flugzeugträger und hatte aufgrund fehlender Mittel und mangelnder Unterstützung seitens der Ukraine große Schwierigkeiten, die Einsatzbereitschaft des Trägers aufrecht zu erhalten. Seit seiner Indienstnahme für den Kampfeinsatz Anfang der 1990er Jahre wurde die Kusnezow lediglich fünfmal eingesetzt. Jeder dieser Einsätze dauerte zwischen drei und sechs Monate. Der Flugzeugträger fuhr dann aus seinem Heimathafen im Norden Russlands um Europa herum ins Mittelmeer, um Flagge zu zeigen und die Unterstützung Russlands für seine Verbündeten in der Region, einschließlich Syriens, zu demonstrieren.«

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (29) zu diesem Artikel

22.10.2015 | 16:35

willibaldx52

Die Amis haben es mal mit richtigen Soldaten zu tun. Der Russe zeigt es den Amis ,wie gearbeitet wird, Wenn die Amis weiter zucken, wird deren Land zerstört werden. Schade um die Indianer.


17.10.2015 | 08:54

ctzn5

@Bavariano: was die beziehungen zwischen syrien und der rf oder auch dem iran und der rf betrifft - bitte nicht immer von sich auf andere schliessen - diese staaten waren schon immer - auch ganz ohne irgendwelchen neuentdeckten erdgasfelder - miteinander verbündet. leider scheinen sie nur eine einzige bedeutung dieses sehr vielfältigen begriffs zu kennen - erweitern sie ihren horizont mal etwas. desweiteren ist (euer unions-) europa alles andere, als das zentrum des universums....

@Bavariano: was die beziehungen zwischen syrien und der rf oder auch dem iran und der rf betrifft - bitte nicht immer von sich auf andere schliessen - diese staaten waren schon immer - auch ganz ohne irgendwelchen neuentdeckten erdgasfelder - miteinander verbündet. leider scheinen sie nur eine einzige bedeutung dieses sehr vielfältigen begriffs zu kennen - erweitern sie ihren horizont mal etwas. desweiteren ist (euer unions-) europa alles andere, als das zentrum des universums. würden sie nur eine leise ahnung über die kapazitäten der vereinbarten gaslieferungen nach china haben, wären sie in der lage zu erkennen, wie erbärmlich bedeutungslos euer sogenanntes "europa" tatsächlich ist.


16.10.2015 | 14:37

Ichse-Michse

@chinesischer Flugzeugträger: Ihre in der Frage enthaltene Unterstellung der Desinformation ist absurd. Haben Sie die von mir verlinkten Quellen überhaupt gelesen? China hat nur einen Flugzeugträger, nämlich die "Liaoning". Das ist eine umgebaute Version eines ursprünglich sowjetischen Flugdeckkreuzers (die gleiche Schiffsklasse wie die "Admiral Kusnezow"). Die "Liaoning" wird als Trainingsflugzeuträger und für Forschungszwecke genutzt... Wenn...

@chinesischer Flugzeugträger: Ihre in der Frage enthaltene Unterstellung der Desinformation ist absurd. Haben Sie die von mir verlinkten Quellen überhaupt gelesen? China hat nur einen Flugzeugträger, nämlich die "Liaoning". Das ist eine umgebaute Version eines ursprünglich sowjetischen Flugdeckkreuzers (die gleiche Schiffsklasse wie die "Admiral Kusnezow"). Die "Liaoning" wird als Trainingsflugzeuträger und für Forschungszwecke genutzt... Wenn offizielle Stellen der drei beteiligten Seiten (hier Syrien, Russland und China) mitteilen, es gäbe keine cinesischen Schiffe, die in den dortigen Konflikt eingebunden sind, wird es wohl so sein. Da hat Hr. Durden und die Redaktion wohl schlecht recherchiert: Gucken Sie hier nochmal (schon vom 28.8.15) http://sptnkne.ws/Pmz


16.10.2015 | 14:21

bavariano

Egal ob Finanz- Politik- oder Wirtschsfts-Interessiert, jeder informierte Scheuklappenlose weiß inzwischen, um was es im Syrienkonflikt wirklich geht: um eine Gas-Pipeline von Katar durch Syrien nach der Türkei. In Katar und vor allem vor dessen Küste wurdn riesige Erdgaslager entdeckt. Rußland will - und muß - diese Pipeline verhindern und hält deshalb Assat am finanziellen und militärischen Tropf und wird alles tun um Assat an der Macht zu halten. Wenn Europa eine...

Egal ob Finanz- Politik- oder Wirtschsfts-Interessiert, jeder informierte Scheuklappenlose weiß inzwischen, um was es im Syrienkonflikt wirklich geht: um eine Gas-Pipeline von Katar durch Syrien nach der Türkei. In Katar und vor allem vor dessen Küste wurdn riesige Erdgaslager entdeckt. Rußland will - und muß - diese Pipeline verhindern und hält deshalb Assat am finanziellen und militärischen Tropf und wird alles tun um Assat an der Macht zu halten. Wenn Europa eine Gaslieferungsalternative hat, ist es mit Russland wirtschaftlich und politisch vorbei, es hat in allden Jahren unter Putin nichts getan, um sich wirtschaftlich gesund zu stellen. Es wurde nur das Volksvermögen unter der Führungsriege aufgeteilt.


16.10.2015 | 11:00

Elisa

An Putin beissen sich die Westmächte die Zähne aus. Denn wenn einer das Einmaleins des politischen Schachspiels beherrscht, dann ist es er. Da kann der Westen diesen Putin und seine Russen noch so runtermachen, er macht den nächsten Schachzug, und schon sitzt der Westen, voran die die USA und die EU, gleich wieder in der Falle, die er dumm, verblendet und unwissend - einst für seine Feinde - in Wirklichkeit aber für sich selber gebaut hat.Putin wusste, dass der Westen nicht mit...

An Putin beissen sich die Westmächte die Zähne aus. Denn wenn einer das Einmaleins des politischen Schachspiels beherrscht, dann ist es er. Da kann der Westen diesen Putin und seine Russen noch so runtermachen, er macht den nächsten Schachzug, und schon sitzt der Westen, voran die die USA und die EU, gleich wieder in der Falle, die er dumm, verblendet und unwissend - einst für seine Feinde - in Wirklichkeit aber für sich selber gebaut hat.

Putin wusste, dass der Westen nicht mit ihm die Terror-Gruppierungen bekämpfen wird. Aber er deklarierte diesen Anti-Terrorkampf - aus guten Gründen - zugunsten Russlands zu seinem Ziel, gleich wie es die Yankees mit ihren Verbündeten in bewusster Täuschung die letzten Jahre der Öffentlichkeit kund taten, obwohl sie in Wirklichkeit nur das Öl der arabischen Halbinsel absaugen wollen. Nun greift Putin die Westmächte lauthals und medial berechtigterweise an und wirft ihnen ihre Falschspiele vor. Und er macht das in gekonnt diplomatischem Jargon; „Ich verstehe wirklich nicht, wie unsere amerikanischen Partner die Anti-Terror-Bemühungen Russlands in Syrien kritisieren können, während sie sich [zur gleichen Zeit] weigern, in einen direkten Dialog über die alles entscheidende Frage, die Findung einer politischen Lösung, einzutreten“, gab Putin zu bedenken.

Putin befindet sich mal wieder mitten im politischen Schachspiel und geht auf das Dreckspiel des Feindes ein Stück weit ein, ohne seine wirklichen strategischen Pläne nur irgendwie offen zu legen. Bei Putin beisst der Westen auf Granit. Den packen die Westmächte nie, kommt hinzu, dass er unterdessen alle faulen Tricks der westlichen Geheimdienste und das lächerliche Falsch-Gelaber der westlichen Politiker sofort in die richtige Schublade einzuordnen weiss. Es ist dabei beschämend, zuzusehen, in welchem korrupten, verlogenen und mörderischen Morast die angeblichen Demokratien des Westens gelandet sind.

Putin: US-Haltung zu Syrien nicht konstruktiv und zeigt Mangel an Strategie und Verhandlungswillen
http://www.rtdeutsch.com/34452/headline/putin-usa-haltung-zu-syrien-nicht-konstruktiv-und-zeigt-offensichtlichen-mangel-an-verhandlungswillen/


16.10.2015 | 09:40

Thorsten

das organisierte Verbrechen -hier 2x 9.28 Uhr- schlägt wieder unter verschiedenen Namen zu :-(((( bitte diese schwachsinnige Werbung löschen !!!!!

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