Saturday, 23. July 2016
04.08.2014
 
 

Frisch aufgedeckt: US-Spionageflugzeug und russischer Abfangjäger nach MH-17-Absturz auf Kollisionskurs

Tyler Durden

Bereits am Tag nach dem Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs Flug MH 17 am 17. Juli über der Ostukraine (dessen Urheber aufgrund der gigantischen tatsachenfreien Propagandakampagne bisher noch nicht ermittelt wurden) heizte sich der neue Kalte Krieg zwischen Russland und den USA deutlich auf, als am 18. Juli ein amerikanisches Spionageflugzeug vom Typ RC-135 Rivet Joint und russische Kampfflugzeuge beinahe aneinandergeraten wären. Dieser Zwischenfall hätte zu einem Feuergefecht führen können, dessen tragische Folgen unabsehbar gewesen wären.

 

Wie der amerikanische Fernsehsender CNN berichtete, befand sich das amerikanische Flugzeug auf einer elektronischen Spionagemission im internationalen Luftraum, als das russische Militär damit begann, das Flugzeug mit seinen landgestützten Radarsystemen zu erfassen und zu verfolgen – ein ungewöhnlicher Vorgang. Danach ließen die Russen mindestens einen Abfangjäger aufsteigen, um das amerikanische Flugzeug abzufangen.

 

Nach amerikanischer Darstellung flog das US-Flugzeug zwar in neutralem Luftraum, aber es gilt als sicher, dass die Russen behaupten werden, dass es in russischen Luftraum eingedrungen sei. Dies würde auch erklären, warum das Flugzeug vom russischen Radar erfasst und sogar ein Abfangjäger gestartet wurde und sich die amerikanische Maschine fluchtartig zurückzog.

 

Sowohl in Nordeuropa als auch in der Region zwischen dem russischen Fernen Osten und Alaska kommt es immer wieder zu Begegnungen amerikanischer und russischer Militärflugzeuge. Aber wie es aus offiziellen Kreisen hieß, ist die Aktivierung des landgestützten Radars durch die Russen in diesem besonderen Zwischenfall ungewöhnlich. Die Crew des amerikanischen Spionageflugzeugs empfand dies offensichtlich als so bedrohlich, dass sie sich so schnell wie möglich von ihrer Position zurückzog. Und da sie sich auf dem kürzesten Weg aus dem russischen Luftraum entfernen wollte, drang sie sogar in schwedischen Luftraum ein.

 

Wie amerikanische Stellen später einräumten, geschah dies ohne Erlaubnis des schwedischen Militärs. Wie ein amerikanischer Militär gegenüber CNN erklärte, verletzte das amerikanische Flugzeug den schwedischen Luftraum ohne Genehmigung. Möglicherweise drang das Flugzeug auf seinem Weg auch noch – ob mit oder ohne deren Erlaubnis – in die Lufträume anderer Länder ein.

 

Als Folge des Zwischenfalls kam es nun zu Gesprächen zwischen den USA und Schweden in dieser Angelegenheit, wobei die USA erklärten, es könne auch in Zukunft zu Situationen kommen, in denen amerikanische Flugzeuge sich so schnell zurückziehen müssten, dass sie möglicherweise nicht auf eine offizielle Genehmigung warten könnten.

 

»Wir bestätigen, dass ein amerikanisches Flugzeug in den schwedischen Luftraum eingedrungen ist, und werden aktive Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die schwedischen Behörden vorab informiert werden, um ähnliche Zwischenfälle zu verhindern, bevor sie eintreten«, hieß es aus dem amerikanischen Außenministerium.

 

Die schwedische Zeitung Svenska Dagbladet hatte als erste über diesen Zwischenfall berichtet. Die russische Seite hat bisher noch keinen Kommentar dazu abgegeben.

 

Dies ist nicht die erste ernste Konfrontation dieser Art zwischen der amerikanischen und der russischen Luftwaffe. Wie man sich erinnern wird, näherte sich am 23. April dieses Jahres ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Su-27 (NATO-Bezeichnung: Flanker) einem amerikanischen Aufklärungsflugzeug vom Typ RC-135U über dem Ochotskischen Meer zwischen Russland und Japan bis auf knapp 30 Meter von oben an.

 

Mit seinem Vorgehen sendet Russland den USA eine eindeutige Botschaft: Eure Spionageflugzeuge sind nicht länger nur unerwünscht, sondern werden abgeschossen, wenn ihr dabei weiterhin in den russischen Luftraum eindringt.

 

Daraus ergibt sich logischerweise die folgende Frage: Was würde wohl geschehen, wenn die USA ein russisches Spionageflugzeug abfingen, das regelmäßig allwöchentlich die kalifornische Küste entlangflöge?

 

 

.

Leser-Kommentare (13) zu diesem Artikel

05.08.2014 | 12:09

Eckart

@ Manfred, die Flugroute der Boeing würde einem derart hilflosen Wesen wie dir wohl kaum etwas bringen. Das Militär stellt so etwas nicht ins Netz. Auch nicht, wenn sie wüßten, dass du so etwas zum Verständnis benötigst. Du solltest mal deine rhetorischen Spitzfindigkeiten neu sortieren. Momentan entblößen sie dich nur. Wenn man noch nicht einmal mit google finden kann wo das Ochotskische Meer sich auf der Erde befindet, ist das schon sehr traurig. - Dieses Meer befindet sich...

@ Manfred, die Flugroute der Boeing würde einem derart hilflosen Wesen wie dir wohl kaum etwas bringen. Das Militär stellt so etwas nicht ins Netz. Auch nicht, wenn sie wüßten, dass du so etwas zum Verständnis benötigst. Du solltest mal deine rhetorischen Spitzfindigkeiten neu sortieren. Momentan entblößen sie dich nur. Wenn man noch nicht einmal mit google finden kann wo das Ochotskische Meer sich auf der Erde befindet, ist das schon sehr traurig. - Dieses Meer befindet sich im Osten Russlands. Es ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans in Ostasien.


05.08.2014 | 10:45

Manfred

Sehr geehrter Mister Tyler Durden Ihr Artikel wäre glaubwürdiger, wenn sie eine Karte mit eingezeichneter Flugroute beigelegt hätten und wo zum Teufel ist das Ochotskisches Meer? Guggemada: http://de.ria.ru/politics/20140315/268040106.html


05.08.2014 | 08:25

Eckart

Solche Beobachtungsflüge sind ganz alltäglicher Standard. Nur ist diese Boeingcrew offenbar am 18. unangemeldet in schwedischen Luftraum eingedrungen. Das wurde nun fast 10 Tage später öffentlich. Da waren natürlich die neutralen Schweden sehr empört. Um den Unmut zu dämpfen hat man nun diese Geschichte mit der Verfolgungsjagt durch einen bösen russischen Kampfjet erfunden. Frei nach dem Motto, wer keine gute Ausrede hat, ist der loser. Ergebnis für die Amis: Wenn sie zukünftig...

Solche Beobachtungsflüge sind ganz alltäglicher Standard. Nur ist diese Boeingcrew offenbar am 18. unangemeldet in schwedischen Luftraum eingedrungen. Das wurde nun fast 10 Tage später öffentlich. Da waren natürlich die neutralen Schweden sehr empört. Um den Unmut zu dämpfen hat man nun diese Geschichte mit der Verfolgungsjagt durch einen bösen russischen Kampfjet erfunden. Frei nach dem Motto, wer keine gute Ausrede hat, ist der loser. Ergebnis für die Amis: Wenn sie zukünftig schwedischen Luftraum verletzen, wird sich kein stolzer Schwede mehr wegen der Verletzung des eigenen Terretoriums aufregen. - Man sagt sorry,und das war es dann.


05.08.2014 | 07:35

Querdenker737

Das sieht mir mal wieder nach einer typischen Provokation seitens der USA an Russland aus. Nachdem die USA nach wie vor meinen, sie können sich weltweit alles herausnehmen, wurden ihnen nun mal die Grenzen aufgezeigt. Bis hierhin und keinen Schritt weiter, welch ungewohnte Situation für die Amis... Möglicherweise hatten die amerikanischen Kriegstreiber den Abschuss ihres Flugzeuges fest einkalkuliert, um damit endlich den ersehnten Kriegsgrund gegen Russland geliefert zu...

Das sieht mir mal wieder nach einer typischen Provokation seitens der USA an Russland aus. Nachdem die USA nach wie vor meinen, sie können sich weltweit alles herausnehmen, wurden ihnen nun mal die Grenzen aufgezeigt. Bis hierhin und keinen Schritt weiter, welch ungewohnte Situation für die Amis... Möglicherweise hatten die amerikanischen Kriegstreiber den Abschuss ihres Flugzeuges fest einkalkuliert, um damit endlich den ersehnten Kriegsgrund gegen Russland geliefert zu bekommen; nachdem das mit MH-17 nun mal nicht funktioniert hat. Gott sei Dank, daß es auch diesesmal nicht funktionierte und hoffentlich auch weiterhin nicht!! Ich befürchte aber, es ist schon fünf vor zwölf um die Kriegsgefahr in Europa noch endgültig abwenden zu können. Denn die amerikanischen Kriegstreiber und ihre europäischen Vasallen werden nichts unversucht lassen, um ihre Ziele zu verwirklichen. Hoffentlich wachen die Politiker in Europa endlich auf und lassen sich von der US-Administration nicht mehr an der Nase herumführen und für deren Ziele vor die Karre spannen, das gilt besonders auch für unsere Bundesregierung!!! Jedenfalls ist es denen zumindest schon einmal gelungen einen großen Keil zwischen Europa und Russland zu treiben. Ehrlich gesagt, ich sehe Russland nicht als Aggressor, wie uns unsere offiziellen Medien ständig glauben machen wollen. Es war doch die USA und die völlig missratene Politik der EU, welche mit ihrem totalen EU-Größenwahn in Bezug auf die EU-Osterweiterung und NATO-Osterweiterung, die bestehende Situation herbeigeführt hat. Diese haben doch den Sturz der regulären ukrainischen Regierung zu verantworten und somit die Ukraine destabilisiert. Die Konsequenz ist auch, dass in der Ukraine nun Faschisten an der Macht sind, welche zudem den russischstämmigen Bevölkerungsanteil aufs massivste bekämpft. Das war mit Sicherheit nicht das, was die vielen Demonstranten auf dem Maidan erreichen wollten. Im Übrigen, hatte die USA und die EU, Russland regelrecht dazu genötigt die Krim zu übernehmen. Denn offensichtlich war deren Absicht, die Ukraine nicht etwa nur als EU-Mitglied, sondern als NATO-Mitglied aufzunehmen. Das hätte letztendlich dazu geführt, dass Russlands Schwarzmeerflottenstützpunkt auf der Krim, welcher wohl schon seit mehr als hundert Jahren existiert, verloren gegangen wäre... Für mich ist somit die Reaktion Russlands in dieser Sache absolut nachvollziehbar und nach dem durchgeführtem Referendum kann man auch nicht von einer Annexion sprechen.


05.08.2014 | 00:03

dvvoid

"Daraus ergibt sich logischerweise die folgende Frage: Was würde wohl geschehen, wenn die USA ein russisches Spionageflugzeug abfingen, das regelmäßig allwöchentlich die kalifornische Küste entlangflöge?" Fliegt denn da eins lang, wöchentlich? Da hätte Perrücken-Kerry doch längst schon Schnappatmung gehabt....


04.08.2014 | 23:23

h.fischer

" Was würde wohl geschehen, wenn die USA ein russisches Spionageflugzeug abfingen, das regelmäßig allwöchentlich die kalifornische Küste entlangflöge? "

...und würde wohl spiegel dazu meinen?

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

MH-17-Cockpit durchsiebt: Abschuss durch zwei Jets?

Gerhard Wisnewski

Ja, wo ist sie denn, die Raketenstartrampe? Wer hat sie denn, und wer hat sie nicht? Die Separatisten? Die Russen? Die ukrainischen Streitkräfte? Oder etwa alle zusammen? Ein nettes Spielchen. Glaubt man den Überlegungen des Flugkapitäns Peter Haisenko, handelt es sich dabei um eine falsche Fährte: MH 17 wurde demnach gar nicht von einer Rakete,  mehr …

Ukraine-MH17 ist eine »Falsche Flagge« der CIA, und sie wird nicht funktionieren

F. William Engdahl

Die Welt hat dieses ganze Theater schon öfter gesehen. Wir sahen es mit der Falschen Flagge des Golf-von-Tonkin-Zwischenfalls während des Vietnamkriegs. Wir sahen es mit dem von CIA und Saudis getürkten Saringas-Zwischenfalls von 2013, der die Welt an den Rand eines Weltkriegs brachte. Wir sahen es im Fall des Yellowcake-Urans in Niger, das  mehr …

Der »Lusitania«-Moment: Ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ Su-25 nähert sich vor dem Absturz Flug MH17 im Steigflug an

Redaktion

Die Luftüberwachung des russischen Militärs hat entdeckt, dass ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ Su-25 am Tag der Katastrophe in großer Nähe zum Passagierflugzeug im Steigflug begriffen war. Das russische Verteidigungsministerium erklärte nun, Kiew müsse erklären, warum ein Kampfflugzeug das Passagierflugzeug verfolgt habe.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ein neuer Kriegsschauplatz: Geht es jetzt im Südkaukasus los?

Peter Orzechowski

Ein Krieg zwischen der untergehenden Supermacht USA und dem aufstrebenden Konkurrenten Russland rückt immer näher. Neben der immer explosiveren Situation an der ukrainisch-russischen Grenze wird nun auch ein zweiter, schon lange am Glimmen gehaltener Brandherd entfacht – an Russlands Südgrenze.  mehr …

Forscher stoppen Krebsmetastasen

Edgar Gärtner

Schon oft hat die Schulmedizin bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen große Durchbrüche verkündet. Doch dieses Mal geht es im Hintergrund nicht darum, Forschungsgelder zu kassieren.  mehr …

NASA berichtet über Sonneneruption, die vor zwei Jahren beinahe die menschliche Zivilisation ausgelöscht hätte

Mike Adams

Was Sie jetzt lesen, sollte eigentlich überall auf der Welt Schlagzeilen machen. Es gibt wahrscheinlich nichts Wichtigeres für das Überleben der Menschheit als die alarmierenden Fakten in diesem Bericht der NASA, und dennoch tut fast die ganze Welt so, als hätte es dieses Ereignis 2012 nicht gegeben, und gibt sich der Täuschung hin, dass es auch  mehr …

MH-17-Cockpit durchsiebt: Abschuss durch zwei Jets?

Gerhard Wisnewski

Ja, wo ist sie denn, die Raketenstartrampe? Wer hat sie denn, und wer hat sie nicht? Die Separatisten? Die Russen? Die ukrainischen Streitkräfte? Oder etwa alle zusammen? Ein nettes Spielchen. Glaubt man den Überlegungen des Flugkapitäns Peter Haisenko, handelt es sich dabei um eine falsche Fährte: MH 17 wurde demnach gar nicht von einer Rakete,  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.