Friday, 1. July 2016
17.10.2013
 
 

Steht das Lebensmittelhilfsprogramm für bedürftige US-Bürger kurz vor dem Aus?

Tyler Durden

Als am vergangenen Wochenende das Electronic-Benefit-Transfer-System (EBT-System) – früher sagte man »Lebensmittelmarken«, heute werden diese und andere Zuschüsse an Bedürftige über aufladbare Geldkarten ausgegeben – in 17 Bundesstaaten praktisch den ganzen Tag über ausfiel, und damit Millionen von Menschen keine Möglichkeit hatten, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, kam es zu dramatischen Beispielen für niedrigstes menschliches Verhalten.

Einige, die eher zu verschwörungstheoretischen Ansätzen tendieren, sahen diesen Zwischenfall als Generalprobe für Ereignisse, mit denen wir in naher Zukunft konfrontiert sein könnten. Während es für diese Einschätzung keine belastbare Grundlage gab, enthält ein Memorandum

des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA (jener gegenwärtig aufgrund des Shutdown weitgehend geschlossenen Einrichtung, die auch für das Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) zuständig ist), das dem Crossroads Urban Center im US-Bundesstaat Utah vorliegt, andererseits eine extrem beunruhigende Warnung für die mehr als 46 Millionen Amerikaner, die derzeit Lebensmittelhilfen beziehen. Es heißt dort:

 

»Nach den uns vorliegenden Informationen werden verschiedene Bundesstaaten die Ausstellungsdateien frühestens zum 15. des Monats zur Verfügung stellen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der operationellen Probleme und Beschränkungen, denen sich die Bundesstaaten gegenübersehen, und um ein Maximum an Flexibilität zu gewährleisten, weisen wir die Bundesstaaten an, ihre Ausstellungsdateien für den Monat November zurückzuhalten und die Übermittlung an die zuständigen Behörden des staatlichen Electronic-Benefit-Transfer-Systems (EBT-System) bis auf weiteres aufzuschieben.«

 

Wie der Nachrichtensender Fox 13 News zusammenfasst, heißt das mit anderen Worten, dass »die Bundesstaaten angewiesen werden, das SNAP-Programm für den Monat November bis auf weiteres einzustellen«. Das ganze Memorandum finden Sie in englischer Sprache hier.

 

Sollte es tatsächlich so weit kommen, wären die dramatischen Folgen kaum vorhersehbar:

»›Dies würde viele Menschen hier, die wir hier mit unserer ›Tafel‹ versorgen, in große Not stürzen‹, sagte Bill Tibbits, stellvertretender Leiter des Crossroads Urban Center. Seine Organisation veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite ein Schreiben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, in dem es u. a. heißt: ›Um ein Maximum an Flexibilität zu gewährleisten, weisen wir die Bundesstaaten an, ihre Ausstellungsdateien für den Monat November zurückzuhalten und die Übermittlung an die zuständigen Behörden des staatlichen Electronic-Benefit-Transfer-Systems (EBT-System) bis auf weiteres aufzuschieben.

›Dies bedeutet, wenn es zu keiner Einigung kommt, wenn sich der Kongress nicht darauf verständigen kann, den Shutdown der Regierung zu beenden und die Handlungsfähigkeit der Regierung vollständig wiederherzustellen, werden an die 100 000 Familien in Utah keine Lebensmittelhilfe bekommen‹, erläuterte Tibbits.

Zigtausende von Familien in Utah werden mit anderen Worten im November nicht in der Lage sein, ihre Kinder mit Essen zu versorgen…

Die Leute hier werden nichts zu essen haben‹, sagte Loralee Smith, die seit August obdachlos ist. Die Unsicherheit, woher ihre nächste Mahlzeit kommen solle, beunruhige sie sehr, meinte sie weiter: ›Ich bin auf Lebensmittelhilfe angewiesen, ich weiß nicht, ob ich sie weiter bekommen werde. Viele Leute hier erhalten Lebensmittelhilfe, und auch sie wissen nicht, ob sie sie bekommen werden.‹

Andere erklären, wenn das SNAP eingestellt werde, würden sie schon Mittel und Wege finden, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen.«

Man kann nur hoffen, dass diese »alternativen« Wege, sich mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen, friedlich und gewaltfrei sind. Aber in dem schwerstbewaffneten Land der Welt, in dem man mit gutem Grund davon ausgehen kann, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung gegenwärtig zur Befriedigung der täglichen Bedürfnisse praktisch völlig von Sozialleistungen abhängig ist, kann man sich leicht ausmalen, dass es nicht gut ausgehen kann, wenn man Zigmillionen von Menschen das tägliche Brot verweigert.

 

In dem oben genannten Artikel kommen auch normale Leute von der Straße wie Richard Phillips zu Wort. Er meint: »Das könnte auch uns betreffen und zu Problemen führen, denn vielleicht kommt es so weit, dass die Leute stehlen und Schlimmeres tun, um zu überleben

 

Sollte es zu solchen Entwicklungen kommen, bedeutet dies ein sehr unerfreuliches Aufwachen für Millionen anderer Amerikaner, die immer noch in ihrem Elfenbeinturm leben und sich vor allem Sorgen über die Schwankungen des S&P-Indexes machen, und die zum großen Teil keine Ahnung davon haben, wie es dem Rest Amerikas im täglichen Leben geht.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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