Wednesday, 25. May 2016
13.05.2014
 
 

USA veranstalten nur Tage nach russischem Manöver selbst umfangreiche Atomwaffenübung »zur Abschreckung und Aufdeckung strategischer Angriffe«

Tyler Durden

Ende letzter Woche veranstaltete Russland eine große Militärübung »eines simulierten massiven [Vergeltungs-] Atomschlags«. Dies sollte zwar keine Überraschung sein (und war sicherlich »schon seit langer Zeit angekündigt«), aber aufgrund seiner Intensität und seines Umfangs war es doch ein ziemlicher Schock, auch weil es unmittelbar vor dem Referendum in den ostukrainischen Oblasten Donezk und Lugansk stattfand.

Im Rahmen des Manövers wurden mindestens drei Interkontinentalraketen (eine landgestützte und zwei weitere Raketen von U-Booten aus) abgefeuert. Zwar hieß es, das Manöver sei schon seit vergangenen November geplant gewesen, und aus außenpolitischen Gründen versuchte man seine Bedeutung herunterzuspielen, aber anhand der aufwendigen Begleitvideos zeigt sich,

dass dieses spezielle Manöver mit Symbolen überfrachtet war, die sich gezielt gegen die NATO und die USA richteten.

 

 

Jetzt sehen sich auch die USA zu einem ähnlichen Manöver herausgefordert. Wie das amerikanische Strategische Kommando (USSTRATCOM), das für sämtliche Atomstreitkräfte der USA verantwortlich ist, bereits früher berichtete, werden die USA vom 12. bis zum 16. Mai in Absprache mit anderen Kampfkommandos, Waffengattungen und entsprechenden amerikanischen Regierungsbehörden die Übung Global Lightning 14 abhalten, »um strategische Angriffe gegen die USA und ihre Verbündeten aufzudecken und abzuschrecken«.


Auch USSTRATCOM beeilte sich, zu erklären, dass dieses Manöver bereits seit mehr als einem Jahr geplant sei und sich auf ein fiktives Szenario gründe. Zudem stehe »der Zeitpunkt des Manövers in keinem Zusammenhang zu Ereignissen in der realen Welt«, aber darauf werden nur diejenigen hereinfallen, für die auch das ausgedehnte russische Atommanöver nichts mit der wirklichen Welt zu tun hat.

 

Wie Defense One berichtet, erklärte Mark Schneider, ein früherer Nuklearstratege des amerikanischen Verteidigungsministeriums gegenüber Washington Free Beacon, das russische Manöver der vergangenen Woche sei als »nukleare Einschüchterung« gegenüber den USA und der NATO im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine zu werten. Normalerweise veranstalte Moskau seine Atommanöver im Herbst.

»In der Zwischenzeit fordert Rumänien von Russland Aufklärung darüber, ob eine Twitter-Äußerung eines wichtigen russischen Ministers, der erklärt hatte, er werde möglicherweise in den rumänischen Luftraum mit einem schweren Bomber eindringen, der offiziellen russischen Politik entspreche, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete.

Nachdem das Flugzeug, in dem er reiste, daran gehindert wurde, den rumänischen Luftraum zu durchqueren, verschickte der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Rogosin eine Twitter-Meldung, in der es hieß: ›Auf amerikanische Anordnung hin hat Rumänien seinen Luftraum für mein Flugzeug gesperrt. Auch die Ukraine hat mir den Überflug wieder verweigert. Das nächste Mal werde ich an Bord einer Tu-160 kommen.‹ Rogosin, der die Aufsicht über die große Rüstungsindustrie der Russischen Föderation hat, steht auf der amerikanischen und europäischen Sanktionsliste.

Das rumänische Außenministerium forderte nun von Russland, deutlich zu machen, ob die Äußerungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten ›die offizielle Position der Russischen Föderation‹ wiedergäben.

Rumänien ›ist der Ansicht, dass die Drohung eines russischen stellvertretenden Ministerpräsidenten, einen russischen strategischen Bomber zu benutzen, unter den gegenwärtigen regionalen Umständen eine schwerwiegende Äußerung darstellt‹, hieß es aus dem rumänischen Außenministerium.«

Aber Russland war letzte Woche – jetzt ist Amerika am Zug: Zu den Einheiten, die an dem amerikanischen Manöver beteiligt sind, gehören Bombergeschwader, die etwa zehn B-52-Bomber vom Typ Stratofortress und bis zu sechs Tarnkappenbomber vom Typ Northrop B-2 Spirit einsetzen werden, »um Flexibilität und Reaktionsfähigkeit in den Trainingsszenarien über den USA zu beweisen«.

 

Wenn Sie also in den USA demnächst einen Atombomber mit voller Bewaffnung über sich hinwegfliegen sehen, geraten Sie nicht in Panik, es handelt sich nur um eine Übung.

 

»Dieses Manöver liefert einzigartige Trainingsmöglichkeiten, um die auf dem neuesten Stand stehende Technologie und Technik in die Unterstützung unserer Missionen zu integrieren. Die ständige Bereitschaft und Aufmerksamkeit und die Investitionen in unsere strategischen Fähigkeiten ermöglichen es USSTRATCOM, vor gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungen der USA und unserer Alliierten abzuschrecken, davon abzuhalten und sie zurückzuschlagen«, erklärte Admiral Cecil Haney, der USSTRATCOM-Kommandeur.

 

Unterdessen warten wir schon begierig auf die ersten YouTube-Videos über Global Lightning 14 und werden sie sorgfältig anhand der Kriterien Inhalt, Schwierigkeitsgrad und kreative Gestaltung bewerten. Immerhin haben wir die russischen Videos als Maßstab.

 

 

 

 


 

 

 

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