Goldene Zeiten: China kauft Goldvorräte auf
Udo Ulfkotte
Während die Europäische Schuldschein-Union immer schneller dem Ende der Gemeinschaftswährung entgegen taumelt und den Bürgern suggeriert, dass Papiergeld einen »Wert« habe, schaffen die Chinesen Fakten: Sie kaufen immer schneller die Goldvorräte auf.
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Wer in diesen Tagen die Handelsstatistiken der letzten Monate aus Hongkong liest, der reibt sich verwundert die Augen. China hat allein im November 2011 in aller Stille 102.779 Kilo Gold über Hongkong importiert. Das ist eine nochmalige gewaltige Steigerung der Goldimporte gegenüber Oktober 2011, als China auch schon 86.299 Kilo Gold importierte. Im Klartext: Jeden Monat importiert China jetzt allein über Hongkong mehr Gold als ein großer Goldproduzent wie Kanada (Jahresproduktion 90 Tonnen) in einem ganzen Jahr fördert! Peking
selbst veröffentlicht keine Angaben zu Goldimporten, daher sind die Kennzahlen aus Hongkong ein guter Indikator. China hat 2011 mit rund 490 Tonnen doppelt so viel Gold wie 2010 gekauft. Die Chinesen werden in absehbarer Zeit mehr Gold am Markt aufkaufen, als in der Welt gefördert wird. Sie haben unlängst erklärt, dass sie keine Währung der Welt mehr für sicher halten – außer Gold.
Fast alle Journalisten haben in den letzten Monaten dem Gold keine Chance mehr gegeben. Und nun steigt der Goldpreis wieder. Das ärgert jene, die ihr Gold verkauft haben. Gold hat gerade ein Viermonats-Hoch. Während die Chinesen die Mittelschicht ermutigen, sich verstärkt in Gold zu engagieren, fahren die Europäer die Ersparnisse der Bürger vor die Wand. Die Chinesen werden Gold als Schutz gegen den schwachen Dollar und den Euro haben. Und auch als Inflationsschutz. Die Chinesen sehen Gold eben als Wertanlage für den Werterhalt an. Man hofft in China nicht unbedingt auf weiter steigende Kurse. Und die Europäer? Sie haben nur Berge von Schuldscheinen – aber kein Gold. Unsere Politiker geben Geld, das sie nicht haben, mit vollen Händen aus. Und sie schaffen Volkssouveränität und Demokratie ab. Die Bürger dürfen jetzt nicht mehr mitreden und sind denen, die unser Geld ausgeben, einfach nur noch lästig. Die Irren von Brüssel sind aus dieser Perspektive gesehen nichts anderes als Konkursverschlepper.
In Europa beruhigt man die Bürger jetzt mit angeblichen Geheimplänen zur Rettung des Euro. Dabei weiß inzwischen jedes Kind, wie viele »Geheimpläne« schon gescheitert sind. Die Wahrheit lautet: Unsere Politiker haben nun einmal keine Ahnung von Wirtschaft und Finanzen. Und im Gegensatz zu den Chinesen treffen sie für jene Bürger, die sie repräsentieren sollen, keine Vorkehrungen für den Ernstfall. Das müssen die Europäer selbst tun. Sie müssen sich jetzt fragen, warum die Chinesen so viel Gold importieren. Und warum nur sprechen die Großen der Finanzwelt nun über Staatseingriffe in Hinblick auf den Goldpreis?
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