Tuesday, 31. May 2016
06.11.2011
 
 

Weg mit der Demokratie: Aus dem arabischen Frühling wird ein islamistischer Winter

Udo Ulfkotte

Wie haben unsere Medien gejubelt, als überall in der arabischen Welt Revolutionen Hoffnungen auf nahende »demokratische« Reformen weckten. All jene, die vor dem Erstarken des Islamismus warnten, galten als »islamophobe« Spielverderber. Heute ist das Ergebnis absehbar. Das einzige, was nun in der arabischen Welt auf dem Vormarsch ist, ist der Hass auf Demokraten.

 

In Ägypten ist acht Monate nach der Revolution keine Rede mehr von Demokratie. Für Christen gibt es dort jetzt immer häufiger Ausgangssperren – niemand protestiert. Ägyptische Militärs brüllen jetzt »Allahu Akbar«, wenn sie Christen töten. Wer als Christ bei Demonstrationen gegen das Militärregime angeschossen und verletzt wird, der muss in den Krankenhäusern seit letztem Monat von muslimischen Patienten getrennt werden, weil »Ungläubige« angeblich »unrein« sind – das wird jetzt im ägyptischen Fernsehen verkündet. Die Botschaft lautet: Für die Christen im Nahen Osten gibt es keinen arabischen Frühling.

Überall in Nordafrika sind jetzt die Radikalen im Aufwind. Ihre Führer verkünden schon einmal die nahende Herrschaft des Islam über die ganze Welt. In Libyen haben die Revolutionäre nach dem Tod Gaddafis als erstes die Flagge der Terrorgruppe al-Qaida gehisst. Die Libyer feierten so den Abzug der NATO. In Libyen gilt jetzt das Recht der islamischen Scharia – haben wir dafür Libyen befreit? Libyen ist jetzt auch »judenrein« – so die offizielle Darstellung – haben wir dafür gekämpft? Für Juden ist eben kein Platz mehr im künftig angeblich »demokratischen« Libyen. Und wir beehren das neue Regime mit dem Buhlen um Milliarden-Aufträge. Geht es noch barbarischer?

In Tunesien haben die Menschen gerade erst die Islamisten gewählt. Das einzige jüdische Restaurant in Tunis wird demnächst geschlossen werden – nach dem Sieg der Islamisten müssen wir dafür angeblich Verständnis haben. In der Hauptstadt Tunis sind jetzt schon drei Viertel aller Moscheen in den Händen radikaler Islamisten. Von Demokratie spricht man in Tunesien nur noch, um Geld aus dem Westen zu bekommen.

Nicht anders ist es am Hindukusch: Dort verteidigen westliche Soldaten im fernen Afghanistan angeblich die Demokratie. Vorzeigedemokrat ist Regierungschef Karsai. Der allerdings wendet sich von den westlichen Demokratien ab, nimmt zwar gern unser Geld, aber würde im Ernstfall das islamistische Pakistan und nicht etwa westliche Demokratien unterstützen. Obwohl es in Afghanistan alles, nur keine Demokratie, gibt, verspricht Deutschland weiterhin Hilfe. Und wir freuen uns über den angeblichen Vormarsch der Demokratien. Wir scheinen uns selbst zu hassen.

 

 


 

 

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