Tuesday, 30. September 2014
08.12.2010
 
 

WikiLeaks: Wie unter politischem Druck aus einer romantischen Sommernacht mit Julian Assange für eine Schwedin eine »Vergewaltigung« wurde

Udo Ulfkotte

In westlichen Demokratien gilt ein Mensch so lange als unschuldig, bis seine Schuld erwiesen ist. WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird von vielen Medien vorverurteilt, weil er angeblich zwei Frauen vergewaltigt oder sexuell belästigt haben soll. Zeitgleich mit der Hetzjagd auf ihn setzte bei Twitter eine geheimnisvolle Löschaktion ein. Denn dummerweise hatte eine der angeblich von Julian Assange »vergewaltigten« Frauen sich am Morgen nach der angeblichen Vergewaltigung per Twitter bei ihm für die romantische Nacht bedankt. Jeder, der wollte, konnte und sollte da noch an ihrem Glück teilhaben. Das passt nun allerdings nicht mehr in die politisch korrekte Hetzjagd, die auf der angeblichen Vergewaltigung aufbaut. Wir haben die Originaleinträge der angeblich Vergewaltigten und die Hintergründe. Diesen zufolge war alles ganz anders.

A. Ardin ist eine schwedische Feministin. Die junge Frau ist Tierschützerin, Sozialistin, Christin und Abtreibungsgegnerin. Ein junger Mensch auf der Suche nach sich selbst. Sie schreibt gern Artikel über die soziale Not in Lateinamerika. Und sie ging sehr gern mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf Parties, jedenfalls im August 2010. Sie war in ihn verliebt. Ana Ardin hat einen Twitter-Account – besser gesagt, sie hatte ihn. Bis vor wenigen Tagen konnte man dort ihre Einträge lesen, die so gar nicht zur Behauptung passen wollen, sie sei von Julian Assange vergewaltigt worden. Am 14. August 2010 schrieb A. Ardin per Twitter um 14 Uhr, sie wolle mit Julian zu einer Krabben-Party gehen. Offenkundig mochte sie Julian sehr. Und sie suchte per Twitter einige Freunde, die mit ihr und Julian mitfeiern wollten (siehe dazu den beigefügten Twitter-Screenshot).

 

Die Party mit dem von ihr umschwärmten WikiLeaks-Gründer muss der Schwedin A. Ardin in der Nacht vom 14. auf den 15. August 2010 (angeblich wurde sie am 14. August abends vergewaltigt) gut gefallen haben, denn sie schrieb am 15. August morgens um 2 Uhr per Twitter (siehe Screenshot):

»Sitzen draußen um 2 Uhr und frieren kaum, zusammen mit den coolsten und smartesten Leuten der Welt, einfach wundervoll.«


Jeder konnte per Twitter lesen, dass es ihr gut ging, sie war glücklich und verbrachte eine romantische Nacht. Wir wissen nicht, ob die Kriminalisten von Interpol die hier gezeigten Twitter-Notizen des angeblichen Vergewaltigungsopfers A. Ardin kennen. Wir wissen nur, dass A. Ardin diese Botschaften von ihrem Account gelöscht hat, bevor sie Julian Assange bei der Polizei Tage später bezichtigte, sie in der Nacht vom 14. auf den 15. August 2010 vergewaltigt zu haben.

Dummerweise gibt es im Internet ein Cache, einen Speicher, der nichts vergisst. Und merkwürdigerweise sind die obigen Screenshots (also die Twitter-Einträge) inzwischen auch dort gelöscht worden. Doch das Internet vergisst nichts. Man findet sie immer noch, beispielsweise hier.

Merkwürdigerweise hat A. Ardin auch ihren Blog komplett gelöscht. Würde man das alles noch lesen können, dann könnte jeder sehen, dass Julian Assange vom 11. bis zum 20. August 2010 in der Wohnung von A. Ardin gelebt hat. Beide hatten demnach einvernehmlich Geschlechtsverkehr.

Doch es gab noch eine andere Frau parallel – S. Wilén. Julian Assange hatte in jenen Tagen auch mit ihr Geschlechtsverkehr. Als die beiden Frauen vom Dreieckesverhältnis erfuhren, knallte es. A. Ardin setzte den WikiLeaks-Gründer vor die Tür. Und die schwedische Staatsanwaltschaft ermunterte die Frauen, Assange wegen angeblicher Vergewaltigung und ungeschütztem Geschlechtsverkehr anzuzeigen.

Bis dahin wäre es eine »normale« Polit-Posse. Nur eines konnten weder die schwedischen Staatsanwälte noch die beiden Frauen: den Cache im Internet löschen. Dazu bedurfte es schon einiger höherer Stellen, etwa der Hilfe von Regierungen oder Geheimdiensten. Wie Sie sehen, ist der tiefe Fall des WikiLeaks-Gründers sehr genau vorbereitet worden. Und man darf nun gespannt darauf sein, ob es einen politisch korrekten Schauprozess geben wird.

Der Europäische Haftbefehl, mit dem die Schweden Assange jagen ließen, hat übrigens eine Besonderheit: Die behauptete Straftat muss nicht nachgewiesen werden, das Vergehen muss auch nicht in allen Ländern unter Strafe stehen. Er ist das perfekte Instrument, um einen Unschuldigen zu jagen. Etwas Ähnliches macht man ja derzeit auch mit vielen Ausländern in Nigeria, die dort als Geschäftsleute leben: Die lässt man dort zur internationalen Fahndung ausschreiben, verhaftet sie dann im Land und fordert Lösegeld für ihre Freilassung. Ein einträgliches Geschäft. Mit Demokratie und Rechtsstaat hat das allerdings nichts mehr zu tun.

 

 


 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Die verheimlichte Wahrheit: Europas Schuldennetz – es geht um Billionen
  • Welche deutschen Banken stehen vor dem Kollaps?
  • Brodelnde Krisenherde: Ungarn verstaatlicht private Rentenersparnisse
  • Parentopoli: Wie Kinder von Politikern gefördert werden

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

»WikiLeaks« bestätigt Kopp-Berichte über afghanische Kinderschänder

Udo Ulfkotte

Seit mehr als zwei Jahren haben wir vom Kopp Verlag über die im islamischen afghanischen Kulturkreis weit verbreitete (auch in Afghanistan illegale) Praxis der zeremoniellen Vergewaltigung kleiner Jungen berichtet. Offiziell ist »Bacha Bazi« ein Kinderspiel – in Wahrheit ist es das Grauen für die kleinen Kinder. Die nun von WikiLeaks  mehr …

»WikiLeaks«: Neueste Enthüllungen zu einem doppelt, dreifach und mehrfach falschen Spiel?

Andreas von Rétyi

WikiLeaks ist in aller Munde – logischerweise. Immerhin gibt es jetzt jeden Tag neue Enthüllungen: zu den jüngsten Enthüllungen. Nun aber scheint sich die Schlinge um den »Geheimnis-Verräter«, den australischen Gründer jenes so heiß umstrittenen Internetportals zuzuziehen. Denn zwischenzeitlich wurde bekannt, dass Interpol den seit einiger Zeit  mehr …

Etwas ist faul an WikiLeaks

F. William Engdahl

Seit WikiLeaks mit der Veröffentlichung von Filmaufzeichnungen des US-Militärs, die bei einem Luftangriff auf unbewaffnete Journalisten im Irak entstanden waren, erstmals weltweit Aufmerksamkeit erregte, genießt die Internetplattform hohe Glaubwürdigkeit als mutige Website, die brisantes Material an die Öffentlichkeit bringt, das ihr von  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Der Euro ist schlecht für Deutschland

Michael Grandt

Während politisch korrekte Politiker und Ökonomen mantragleich wiederholen, wie gut der Euro doch für uns Deutschen sei, sieht die ökonomische Realität ganz anders aus.  mehr …

»WikiLeaks«: Neueste Enthüllungen zu einem doppelt, dreifach und mehrfach falschen Spiel?

Andreas von Rétyi

WikiLeaks ist in aller Munde – logischerweise. Immerhin gibt es jetzt jeden Tag neue Enthüllungen: zu den jüngsten Enthüllungen. Nun aber scheint sich die Schlinge um den »Geheimnis-Verräter«, den australischen Gründer jenes so heiß umstrittenen Internetportals zuzuziehen. Denn zwischenzeitlich wurde bekannt, dass Interpol den seit einiger Zeit  mehr …

»WikiLeaks« bestätigt Kopp-Berichte über afghanische Kinderschänder

Udo Ulfkotte

Seit mehr als zwei Jahren haben wir vom Kopp Verlag über die im islamischen afghanischen Kulturkreis weit verbreitete (auch in Afghanistan illegale) Praxis der zeremoniellen Vergewaltigung kleiner Jungen berichtet. Offiziell ist »Bacha Bazi« ein Kinderspiel – in Wahrheit ist es das Grauen für die kleinen Kinder. Die nun von WikiLeaks  mehr …

Etwas ist faul an WikiLeaks

F. William Engdahl

Seit WikiLeaks mit der Veröffentlichung von Filmaufzeichnungen des US-Militärs, die bei einem Luftangriff auf unbewaffnete Journalisten im Irak entstanden waren, erstmals weltweit Aufmerksamkeit erregte, genießt die Internetplattform hohe Glaubwürdigkeit als mutige Website, die brisantes Material an die Öffentlichkeit bringt, das ihr von  mehr …

New York City will zusätzliche Krankenwagen für »Organspenden« einsetzen

Ethan A. Huff

Die Stadt New York hat vor Kurzem die Erprobungsphase eines neuen Notfallopfer-Programms eingeleitet, die eher einem Science-Fiktion-Film entsprungen zu sein scheint als der Realität. Einem Bericht der New York Times zufolge hat die Stadt damit begonnen, bei einem Anruf bei der Notfallnummer 911 jeweils zwei Krankenwagen in Marsch zu setzen:  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.