Sonntag, 11. Dezember 2016
23.04.2011
 
 

Zukunftsforscher Gerald Celente: Apokalypse 2011 nicht mehr abzuwenden

Udo Ulfkotte

Zugegeben: Die Leser der Web-Seiten des Kopp Verlags sind schlechte Nachrichten gewohnt. Doch im Vergleich zu dem, was Gerald Celente, einer der renommiertesten Zukunftsforscher der Welt, uns allen nun in seinem neuen Newsletter »The Trends Journal« präsentiert, waren die bislang im Kopp Verlag veröffentlichten Nachrichten wohl extrem gut. Immerhin lautet der Titel seiner neuesten Prognose übersetzt »Der erste große Krieg des 21. Jahrhunderts - Bereiten Sie sich auf den Überlebenskampf vor!«. Celente spricht nicht etwa vom Kongo oder einem anderen fernen Kriegsgebiet. Er prognostiziert den militärischen Überlebenskampf jetzt für 2011 direkt vor unseren Haustüren. Und er ist wahrscheinlich der erste Zukunftsforscher, der seine zivilen Leser jetzt ganz offen dazu auffordert, sich zu bewaffnen.

 

Seit etwa 20 Monaten prognostizierte Celente den Crash der Vereinigten Staaten und Europas - allerdings bislang für die zweite Hälfte des Jahres 2012. Nun korrigiert er sich und warnt vor dem Ausbruch von Krieg überall vor unseren Haustüren schon 2011. Und zwar in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa. Der Grund: Die Rückkehr der Wirtschaftskrise, die unabwendbare Schuldenlast und Migrationsströme von Menschen, die aus ärmeren Staaten zu uns kommen und nach einem besseren Leben suchen.

 

Man muss sich beim Lesen der nachfolgenden Passagen stets vor Augen halten, dass der bislang weltweit beachtete Gerald Celente für alle Zeiten seinen Ruf verlieren und ihn keiner mehr ernst nehmen wird, wenn auch nur Bruchteile der unten aufgeführten Prognosen nicht eintreffen. Celente ist gefragter Gast in allen wichtigen Talk-Shows der großen amerikanischen Fernsehsender. Er leitet ein Unternehmen, das sich mit Trendforschung befasst. Er wäre wohl pleite, wenn er Unsinn verbreiten würde. Doch das, was Sie gleich lesen werden, klingt auf den ersten Blick für manch einen wohl so abstrus, dass man zwischendurch immer wieder tief Luft holen muss.

 

Die Geschichte der unmittelbar bevorstehenden Zukunft hat nach Auffassung von Celente längst begonnen: Die Unruhen von Asien über die islamische Welt bis nach Lateinamerika, die »Demokratie-Demonstrationen« in Nordafrika und arabischen Staaten - sie alle sind angeblich die direkten Vorboten einer Bewegung, die an unseren Grenzen nicht halt machen wird. Celente mahnt alle Bürger der wohlhabenden Welt, sich jetzt auf den nahenden Krieg vorzubereiten. Und zwar mit Waffen und Lebensmittelvorräten. Er empfiehlt jetzt: »Gold, Waffen und die Ausarbeitung von Fluchtplänen«. Ihm ist, so schreibt er, durchaus klar, dass man ihn für »alarmistisch«, »verrückt« und »pessimistisch« halten wird. Doch er weist eben auch darauf hin, dass er als einer von wenigen auch Monate vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 diese korrekt bis ins Detail prognostiziert hat. Der 1946 geborene Celente, Sohn italienischer Einwanderer, hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Entwicklungen vorausgezeichnet. Sie mögen einige Monate früher oder später eingetroffen sein, als von ihm skizziert - aber sie trafen eben tatsächlich ein. Und deshalb findet der Mann heute weltweit Gehör.

 

Celente nennt die Verlautbarungen westlicher Regierungen, die derzeit einen wirtschaftlichen »Aufschwung« prognostizieren, »reine Propaganda«. Er ist überzeugt davon, dass NATO-Kriege wie jener in Libyen nur einem Ziel dienen: der Ablenkung der Bevölkerung von der Realität. Nach seiner Auffassung ist die Jugend weltweit ohne die geringsten Perspektiven. Und das, was in Ländern wie Tunesien, Ägypten oder Libyen geschehen sei, könne auf alle anderen Staaten übertragen werden. Er ist überzeugt davon, dass sich diese perspektivlose Jugend der Welt in sehr kurzer Zeit weltweit vereinigen und gegen jene losschlagen wird, denen es (noch) gut geht.

 

Zudem sei die Regierung des amerikanischen Präsidenten Obama keineswegs so edel und gutmütig, wie diese sich nach außen gebe. Washington werde den (in naher Zukunft eskalierenden) Libyen-Krieg dazu missbrauchen, um den chinesischen Einfluss in Afrika zurückzudrängen und einen weiteren Krieg in oder um Syrien provozieren, um den russischen Einfluss in Nahost einzudämmen. Alle diese Kriege, mit denen Obama vom eigenen wirtschaftlichen Versagen in den USA ablenken wolle, seien längst fest geplant. Und jeder dieser provozierten Kriege werde dann rasend schnell den nächsten nach sich ziehen. Parallel dazu würden die Lebensmittelströme in der globalisierten Welt unterbrochen. Menschen, die etwa in der Europäischen Union wie selbstverständlich Salat aus Spanien oder Gurken aus der Türkei essen, würden auf einmal feststellen, dass sie sich auf Lebensmittelimporte verlassen hätten, die es dann einfach nicht mehr gebe. Es beginne dann ein Kampf um noch verfügbare Lebensmittel. Und Migranten, die aus ihren Heimatländern etwa nach Europa oder in die USA geflohen seien, würden die inneren Unruhen aus ihren Heimatländern exportieren. Neben der schweren Lebensmittelkrise werde es eine Rückkehr von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus geben, wie man es sich heute wohl kaum vorstellen können - und zwar durch alle Bevölkerungsschichten hindurch, weil jedem auf einen Schlag die Rettung der eigenen Familie am wichtigsten sei.

 

In der Europäischen Union werde es wohl am schlimmsten werden. Sehr bald schon werden die EU-Bürger nach Auffassung von Gerald Celente merken, wie sie von der EU belogen und betrogen worden seien. Ihr Geld, ihre Ersparnisse, ihre Zukunftsvorsorge - alles weg. Policen von Spareinlagen und Versicherungen seien dann auf einen Schlag nur noch bunt bedrucktes Papier. Reich seien dann nur noch einige EU-Politiker und jene, die mit dem Geld anderer gezockt hätten. Und jene, die sich rechtzeitig (wie etwa Menschen, die schon Gold und Silber gekauft haben) durch Edelmetalle vor der kommenden Krise abgesichert haben.

 

Der Wutausbruch der Bevölkerung in Europa werde nicht mehr kontrollierbar sein. Die EU werde sehr bald auseinander brechen. Aus dem sich entwickelnden europäischen Bürgerkrieg (jedes Land fühlt sich angeblich dann vom anderen betrogen) würden dann gleich mehrere Kriegsherde inmitten Europas. Die traditionelle Animositäten und Vorbehalte der verschiedenen europäischen Bevölkerungsgruppen (vor allem benachbarter europäischer Staaten) würden über Nacht wieder aufbrechen und in Gewalt umschlagen. Weil Europa seine Armeen (aus Geldnot) weitgehend abgeschafft habe oder fern der Heimat einsetze, werde die neuen innereuropäischen Kriege niemand mehr befrieden können. Hinzu kämen laut Celente die Wanderungsbewegungen (die schon eingesetzt haben) von Europäern, die auf der Suche nach Arbeit in anderen Ländern sind.

 

Man reibt sich verwundert die Augen, was einer der renommiertesten Zukunftsforscher der Welt uns für die nächsten Monate voraussagt. Denn staatstragende deutschsprachige Medien sehen derzeit weit und breit nur einen Unruheherd: die Bundesliga ...

 

Wenn Celentes Prognosen sich als unzutreffend erweisen, dann wird man künftig über ihn lachen. Was aber, wenn er eben nicht Unrecht hat? Immer wieder ruft er die Bürger in seinem jüngsten Newsletter dazu auf, Geld in Edelmetalle umzutauschen, sich zu bewaffnen und Lebensmittelvorräte anzulegen. Noch wichtiger aber, so Celente, sei es, sich mental auf die sich abzeichnende Lage vorzubereiten. Wer das nicht mache und jetzt noch über solche Prognosen lache, der werde psychisch kollabieren und die kommende Zeit ganz sicher nicht überleben.

 

Erschreckend ist vor allem, dass Celente nicht einen oder zwei Kriege prognostiziert, sondern viele verschiedene, die nun kein Mensch mehr aufhalten kann, weil ihre Ursachen alle unterschiedlich sind: Kriege zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten (innerhalb eines Landes, also Arme gegen Wohlhabende); Abgabenkriege gegen Regierungen, die ständig die Steuern erhöhen, weil sie bankrott sind; ethnische Kriege innerhalb eines Landes oder zwischen Nachbarstaaten; Bürgerkriege; religiös motivierte Kriege; Territorialkriege (etwa um landwirtschaftlich nutzbare Flächen) - die Auflistung ist endlos lang. Und Celente prognostiziert zum ersten mal, dass es sich um »totale Kriege« handeln werde, bei denen alle verfügbaren Waffen skrupellos von jedem eingesetzt würden.

 

Celente ist davon überzeugt, dass es hinter dieser Entwicklung eine Hand gibt, die das alles steuert. Keine höhere religiöse Macht, sondern eine Finanzoligarchie, die auf Krieg spekuliert und alles dafür tut, damit diese Entwicklung so und nicht anders kommt. Diese profitiere von steigenden Ölpreisen, steigenden Lebensmittelpreisen, Waffenverkäufen - und vor allem vom Platzen der Geldblase. Denn für das alles zahlen am Ende, so Celente, nur die einfachen Bürger. Die großen Finanzmagnaten der Welt kassieren nur und werden noch reicher. Man kann nur hoffen, dass Celente (dieses Mal) mit seiner düsteren Prognose für die zweite Jahreshälfte 2011 Unrecht hat.

 

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