Unsichtbare Gäste bei amerikanischen Manövern
Udo Ulfkotte
Es gibt Berichte, die mag man kaum glauben. Wenn man sie liest, dann versteht man, warum es Geheimhaltung geben sollte. Die folgende Geschichte ist streng geheim – und zugleich für die amerikanische Marine höchst peinlich.
In der Theorie ist nichts besser geschützt als ein amerikanischer Flottenverband. Ein amerikanischer Flugzeugträger wird zu Lande, zur See und aus der Luft von so vielen Begleitschiffen, Spionageflugzeugen und technischen Aufklärern begleitet, dass nicht eine Mücke ungesehen davonkommen könnte – so lautet die Theorie. Die Realität müsste die amerikanische Marineführung derzeit zutiefst erröten lassen: Zum zweiten Mal ist es chinesischen U-Booten gelungen, sich in aller Ruhe unbemerkt direkt neben einem amerikanischen Flugzeugträger zu bewegen, während die amerikanischen Begleitverbände die Umgebung »sicherten«. Die USS Kitty Hawk – ein amerikanischer Flugzeugträger mit 4.500 Mann Besatzung – wurde bei ihrer letzten Reise durch den Pazifik von einem chinesischen U-Boot der Song-Klasse in Sichtweite begleitet.

Bild 1: Die USS Kitty Hawk
Der Vorfall ereignete sich in den Gewässern zwischen Südjapan und Taiwan. Für die amerikanische Marine ist es eine Katastrophe. China verfügt über 13 U-Boote der Song-Klasse, die als extrem leise gelten.
Mit dem abermaligen Überlisten der Begleitschiffe der Kitty Hawk hat Peking nun ein deutliches Signal gesetzt: China wird eine maritime Weltmacht, die ernst genommen werden will.

Bild 2: Chinesische U-Boote der Song-Klasse
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