Monday, 26. September 2016
27.02.2011
 
 

Mubarak von der CIA gestürzt, weil er sich amerikanischen Plänen für einen Krieg gegen den Iran widersetzte? (Teil 2)

Webster G. Tarpley

Die USA erwägen die Beschlagnahme des Suezkanals. Wurde Mubarak mit dieser Drohung zum Rücktritt gezwungen?

Wir müssen nun im Detail die genauen Gründe untersuchen, welche die USA bewogen haben, Mubarak zu stürzen – und warum gerade jetzt. Bei dieser Untersuchung wird ein Muster erkennbar: Mubarak stand zunehmend der allgemeinen politischen Ausrichtung der US-Politik offen ablehnend gegenüber, insbesondere in der Frage, ob sich Ägypten, das sunnitische Schlüsselland in der arabischen Welt, an dem vom State Department geplanten regionalen Bündnis gegen den Iran und dessen Verbündete beteiligen sollte. Niemand wusste besser als Mubarak, dass durch die Spaltung der arabischen Welt in den vergangenen 30 Jahren in eine radikale Ablehnungsfront auf der einen und einen gemäßigten Block auf der anderen Seite alle betroffenen Länder zu entbehrlicher Schachfiguren gemacht worden waren. Einiges deutet darauf hin, dass er Schritte unternehmen wollte, die Lage zu verändern.

Libanon: Mubarak in der Frage des Komplotts gegen die Hisbollah gegen Obama und Hillary

Das letzte bekannte Gespräch zwischen Obama und Mubarak vor Ausbruch der Krise in Ägypten scheint am 19. Januar stattgefunden zu haben. Verschiedenen Berichten zufolge hat Obama Mubarak an jenem Tag angerufen, um ihm für die ägyptische Unterstützung der US-Libanon-Politik zu danken, womit nur das UN-Sondertribunal gemeint sein kann, vor das die USA die Führung der Hisbollah und möglicherweise auch syrische und iranische Vertreter wegen des Mordes an dem libanesischen Premierminister Hariri im Jahr 2005 bringen will. Nicht einmal eine Woche nach Beginn des Aufstands finden wir die folgende Agenturmeldung: »WASHINGTON (Reuters) – Präsident Barack Obama hat am Dienstag bei einem Telefongespräch mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak den Wunsch der USA nach einer Beruhigung der Lage in Tunesien betont und Mubarak bei dieser Gelegenheit für die ägyptische Unterstützung für ein UN-Tribunal gedankt, vor dem gegen die Mörder des libanesischen Staatsmanns Rafik al-Hariri verhandelt werden soll …. Obama dankte Mubarak für die ägyptische Unterstützung für dieses Tribunal, ›bei dem der Versuch unternommen wird, die Ära der Straffreiheit für politische Morde im Libanon zu beenden und den Menschen im Libanon Gerechtigkeit widerfahren zu lassen‹, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses.« (1)

Obamas Taktik ist schon deshalb so unbegreiflich, weil Mubarak zu den führenden Gegnern des Komplotts für dieses UN-Tribunal bzw. diesen Scheinprozess und die Anklage gegen die Hisbollah gehörte, offensichtlich deswegen, weil ein solcher Prozess mit Sicherheit zum erneuten Aufflackern des Bürgerkriegs im Libanon und in dessen Gefolge womöglich zu einem allgemeinen Krieg in der Region führen würde. Mubarak wollte, wie Obama bekannt gewesen sein muss, bei dessen Politik nicht mitwirken. Der wenig angebrachte Telefonanruf erhält somit den Charakter einer versteckten Warnung an den ägyptischen Präsidenten, nicht länger zu versuchen, einen der wichtigsten amerikanischen Schachzüge zur Destabilisierung der gesamten Region zu sabotieren.

 

Mubarak: Der Iran ist Teil der Lösung

Mubaraks bevorzugte Formulierung zu diesem Thema war die, dass die gesamte Zukunft des Staates Libanon nicht von dem bevorstehenden abgekarteten Spiel der UN abhängen sollte. Im vergangenen Oktober drückte Mubarak seine abweichende Meinung folgendermaßen aus: »Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sagte, eine Verurteilung eines führenden Hisbollah-Vertreters könne die innere Sicherheit des Libanon gefährden; er setzte noch hinzu, das ›Schicksal von Einigkeit und Koexistenz im Libanon‹ dürfe nicht ›zur Geisel dieser Anklage gemacht werden, ganz abgesehen von deren Inhalt‹. Weiterhin warnte Mubarak, ein ›erneutes Scheitern‹ des Nahost-Friedensprozesses könne man sich nicht leisten, genauso wenig wie sich ›der Nahe Osten eine Eskalation von Gewalt und Terrorismus in der Region leisten kann, falls die Verhandlungen scheitern‹. Mubarak war der Ansicht, ›dass ein Fortschritt zwischen Israel und den Palästinensern den Weg für ähnliche Fortschritte und Abkommen im Libanon und in Syrien ebne‹. Hinsichtlich des Irans sagte er, Teheran könne ›Teil der Lösung der Nahost-Krisen werden, anstatt weiterhin zu den Gründen für die Probleme zu zählen‹.«

Iran ein Teil der Lösung im Nahen Osten! Das vorrangige Ziel der USA war es doch, den Iran völlig zu isolieren! Mubaraks Aussage war reine Ketzerei, diametral gegen alles gerichtet, was Hillary Clinton das gesamte Jahr 2010 hindurch so eifrig gepredigt hatte.

 

Mubarak lehnt US-Nuklearschirm und eine US-gestützte, sunnitisch-arabische Allianz mit Israel gegen den Iran ab

Wie bereits betont, war der Kernpunkt des diplomatischen Schachspiels der USA im ersten Jahr der Regierung Obama der Aufbau eines sunnitisch-arabischen Blocks mit Zentrum Ägypten, gemeinsam mit Israel und unter dem Schutz des Nuklearschirms der USA, zum Zweck der regionalen Konfrontation und eines möglichen Krieges gegen den Iran, Syrien, die Hisbollah und deren Verbündete. Eines der Nebenprodukte dieses Komplotts wäre gewesen, Ägypten und Saudi-Arabien in eine militärische Allianz mit Israel gegen den muslimischen Iran zu zwingen. Schon im ersten Golfkrieg hatten sich die arabischen Führer nicht willens gezeigt, Schulter an Schulter mit Israel, das sich deshalb aus Kuwait heraushalten musste, an einem militärischen Abenteuer teilzunehmen. Dessen ungeachtet forderten Obama und Hillary Clinton genau eine solche Allianz mit Israel. Saudi-Arabien, das keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhält, wäre aller Wahrscheinlichkeit verpflichtet gewesen, solche Beziehungen aufzunehmen. In Ägypten gibt es trotz des bereits seit 30 Jahren bestehenden Camp-David-Friedensabkommens mit Israel noch immer viele Aspekte in den bilateralen Beziehungen, in denen bis heute keine Normalität erzielt worden ist. Mubarak hatte nicht die Absicht, eine solche automatische Normalisierung zuzulassen, und war natürlich nicht gewillt, Ägypten bei dem Versuch der USA, den Iran zu zerschlagen und zu teilen, zum Kanonenfutter werden zu lassen.

Der Plan eines »Nuklearschirms« hätte auch die Errichtung von Militärstützpunkten in Ägypten erforderlich gemacht, die Mubarak stets abgelehnt hat. Rund 500 US-Militärangehörige befinden sich derzeit in Ägypten, doch sie sind als Teil der internationalen Friedenstruppe Multinational Force and Observers auf dem Sinai stationiert; zusammen mit Truppen aus zehn weiteren Ländern sind sie gemäß dem Friedensvertrag von Camp David vom 26. März 1976 für die Überwachung der israelisch-ägyptischen Grenze verantwortlich. Mubarak wollte nie US-Stützpunkte in Ägypten. Forderungen der USA zur Entsendung ägyptischer Streitkräfte für den Krieg in Afghanistan hat er systematisch zurückgewiesen. (2)

Der Vorschlag für einen »Nuklearschirm« wurde im Sommer 2009 folgendermaßen formuliert: »US-Außenministerin Hillary Clinton erschien am Mittwoch, um in groben Zügen darzulegen, wie die USA sich den Umgang mit einem atomar bewaffneten Iran vorstellen – Bewaffnung der Nachbarstaaten und die Ausdehnung des ›Nuklearschirms‹ über die Region. Das Überschreiten der Atomschwelle würde den Iran, der nach amerikanischer Überzeugung Atomwaffen entwickelt, nicht sicherer machen.« (3)

Mubarak war ein entschiedener Gegner dieser Strategie, wie man am Ton des folgenden Berichts erkennt, der in einer der halboffiziellen Kairoer Zeitungen erschien und von der israelischen Nachrichten-Website Ynet zugänglich gemacht wurde: »Wie die Zeitung Al-Gumhoria berichtet, widersetzt sich der ägyptische Präsident energisch dem amerikanischen Vorschlag an Israel und arabische Staaten, einen Nuklearschirm gegen iranische Angriffe zu schaffen. Die Vereinigten Staaten haben Israel, Ägypten und den Ländern am Persischen Golf angeboten, sich unter einen Nuklearschirm gegen Angriffe aus dem Iran zu begeben, berichtete die ägyptische Zeitung al-Gumhoria am Donnerstag. Nach dieser Vorstellung würden in Vorbereitung einer Reaktion auf einen erwarteten Angriff des Iran in den genannten arabischen Ländern israelische und amerikanische Flugzeuge stationiert. Jeder weiß, so schrieb der Chefredakteur, dass solche Stützpunkte genutzt würden, um gegen den Iran in den Krieg zu ziehen, falls der diplomatische Dialog der USA mit dem Iran scheitern sollte.«

In der Ynet-Zusammenfassung des al-Gumhoria-Kommentars, der offensichtlich von Mubaraks Präsidentenpalast veranlasst worden war, heißt es weiter: »Die Irreführung lag dabei darin, dass Israel die Golfstaaten gegen die angeblich heraufziehende Gefahr verteidigen würde. Wir können nicht ausschließen, dass sie den Herrschern der Golfstaaten womöglich sogar Satellitenbilder zur Verfügung stellen würden, aus denen hervorgeht, ein iranischer Angriff auf die Region stehe unmittelbar bevor. Dies wird zu einem Krieg führen, den Israel bereits seit geraumer Zeit plant, durch welchen Israel zur einzigen regionalen Atommacht im Nahen Osten würde, was aus ihrer Sicht ein enormer Gewinn wäre«, hieß es in dem Leitartikel.

Laut der Zusammenfassung von Ynet soll »der amerikanische Verteidigungsschirm, zu dem Israel gehören wird, dazu dienen, dass Israel das Vertrauen der Golfstaaten genießt und Teil der Allianz zur Verteidigung des wirtschaftlichen Reichtums der Öl produzierenden Länder wird. Dies ist eine indirekte Normalisierung und ein verdecktes Bestechungsgeschenk an Israel. Nach Ansicht des Redakteurs ›hat Präsident Hosni Mubarak als Einziger diesen teuflischen Plan veröffentlicht und sehr entschieden darauf reagiert. Er hat unterstrichen, dass Ägypten ohne Gegenleistung keine Normalisierung mit Israel, aus welcher Veranlassung auch immer, unterstützt.‹ In dem Leitartikel wird die Ansicht geäußert, Kairo lehne die Beteiligung an einem Verteidigungsbündnis auch dann ab, wenn Israel nicht dabei wäre. Vor wenigen Tagen schrieb der Chefredakteur der Zeitung, mehr als 200 Kongressmitglieder der Demokraten und Republikaner hätten einen Brief an den saudischen König Abdullah unterzeichnet, in dem sie ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht hätten, dass er nicht auf Obamas Aufruf, Schritte zu einer Normalisierung gegenüber Israel zu unternehmen, reagiert habe.« (4)

Daraus können wir auch entnehmen, dass Mubaraks kategorische Ablehnung des geplanten US-»Nuklearschirms« der weit schwächeren Führung in Saudi-Arabien so viel politische Rückendeckung gegeben hat, dass sie Obamas Forderung ebenfalls ablehnen konnte, was sie möglicherweise ohnehin vorgehabt hatte. Unter massivem Druck hätte sie den Plan allerdings vielleicht doch akzeptiert.

 

Mubaraks äußerste Abweichung: Anzeichen für eine Wiederannäherung zwischen Ägypten und dem Iran

Im Jahr 2010 haben die USA alles versucht, neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran zu verhängen und einzelne Länder oder Ländergruppen so stark einzuschüchtern, dass sie über die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats hinaus zusätzlich eigene Sanktionen verhängten und damit den gesamten Handel abbrachen sowie alle finanziellen Bindungen an den Iran lösten. In einem offenbar genau berechneten Affront gegen das State Department wählte Mubarak genau diesen Moment, um die Aufnahme einer direkten Flugverbindung zwischen Kairo und Teheran zu verkünden, die es seit 30 Jahren nicht gegeben hatte. AOL News berichtete: »Mit einem Schritt, den viele als graduelle Wiederannäherung zwischen den beiden mächtigsten muslimischen Ländern der Welt und langjährigen erbitterten Feinden betrachten, haben der Iran und Ägypten diese Woche die Vereinbarung bekannt gegeben, nach mehr als 30 Jahren den direkten Flugverkehr wieder aufzunehmen. Wie Hamid Baghaei, ein iranischer Vizepräsident und Chef der Abteilung Kultur und Tourismus, erklärt habe, zähle die Vereinbarung zu den ›wertvollsten wirtschaftlichen Abkommen, die zwischen dem Iran und Ägypten in den vergangenen 30 Jahren unterzeichnet worden sind‹; dies meldete das staatliche iranische Fernsehen. Es könne ein erster Schritt zur Ausstellung von Visa für ägyptische und iranische Staatsbürger sein und die Bindungen zwischen den beiden normalerweise verfeindeten Staaten verbessern. Die Vereinbarung zwischen der ägyptischen Behörde für zivile Luftfahrt und der iranischen staatlichen Fluggesellschaft, die am 3. Oktober [2010] unterzeichnet wurde, sieht wöchentlich bis zu 28 private Flüge vor, nennt jedoch weder Datum noch Grund für die Wiederaufnahme. Diese Einigung ist für Beobachter, die es gewohnt sind, den ständigen Streit der beiden regionalen Gegner zu verfolgen, verwirrend. Die Verbindungen zwischen beiden Ländern wurden nach der iranischen Revolution und der Unterzeichnung des ägyptisch-israelischen Friedensabkommens 1979 abgebrochen. Beide Länder unterhalten keine Botschaft in der jeweils anderen Hauptstadt; zur Wahrnehmung diplomatischer Aufgaben bedient man sich stattdessen sogenannter ›Interest Sections‹. ›Zu einem Zeitpunkt, wo die übrige Welt die Beziehungen zum Iran abbricht, erscheint es verwunderlich, dass Ägypten, ein enger Verbündeter der USA, die Beziehungen zum Iran ausbaut‹, erklärte Jon Alterman, Direktor des Nahostprogramms am Center for Strategic and International Studies. In diesem kriegerischen Umfeld hat die Wiederaufnahme einer Flugverbindung zwischen den beiden sich befehdenden Hauptstädten zumindest symbolische Bedeutung. ›Sie haben die Beziehungen zwar nicht wirklich normalisiert, doch die Direktflüge nach 31 Jahren, das ist schon eine große Sache«, sagte Steven Cook, führender Wissenschaftler für Nahoststudien beim Council on Foreign Relations. Laut Cook könnte die Vereinbarung ein Anzeichen dafür sein, dass sich die ägyptische Regierung von den USA zu distanzieren beginnt, da sich Ägypten einem möglichen Machtwechsel nähert.« (5)

Allem Anschein wurde Mubarak bei seinem Vorgehen von der Erkenntnis geleitet, dass die dauerhafte Spaltung der Araber und Muslime in zwei miteinander sich befehdende verfeindete Lager den Israelis in die Hände spielte und die jüngsten Gräueltaten möglich machte. Nach dem Libanon-Besuch des iranischen Präsidenten Ahmadinejad im vergangenen Herbst, bei dem deutlich ein versöhnlicher Ton zu vernehmen war, kann man davon ausgehen, dass auch Ahmadinejad die Fruchtlosigkeit der Politik einer rein ideologischen Verweigerungsfront bewusst war, da eine solche Haltung Spaltung und Niederlage der muslimischen Welt garantiert und gleichzeitig die Politik des Teile und Herrsche auf der Seite der Imperialisten begünstigt.

Die proisraelische Website MEMRI brachte kürzlich den folgenden Bericht über eine politische Attacke auf Ahmadinejad in einer iranischen Zeitung, die dem obersten geistlichen Führer im Iran, Ayatollah Chamenei, nahesteht. In diesem Streitartikel wird Ahmadinejad vorgeworfen, er bewege sich aus der Sackgasse des Sektierertums heraus und marschiere in Richtung Kompromiss und Kooperation mit den gemäßigten arabischen Staaten unter Führung von Mubarak: »In einem Artikel vom 20. Dezember 2010 zum Thema ›Das diplomatische Wunder von Amman, Riad, Kairo und Sanaa‹ hat die dem iranischen Obersten Führer Chamenei nahestehende iranische Tageszeitung Kayhan nicht nur die Regimes dieser Länder kritisiert, sondern auch Ahmadinejads außenpolitische Initiativen, die auf eine Annäherung mit ihnen abzielen. Die Kritik erfolgte als Reaktion auf jüngste Entwicklungen, darunter ein Treffen zwischen dem jordanischen König Abdallah und Ahmadinejads Berater Esfandiar Rahim Mashai sowie eine Einladung an Ersteren zu einem Besuch im Iran; Erklärungen des neu ernannten iranischen Interims-Außenministers Ali Akbar Salehi anlässlich seiner Amtseinführung, in denen er die Bedeutung der Entwicklung besonderer Beziehungen zu Saudi-Arabien angesichts der besonderen religiösen und wirtschaftlichen Bedeutung dieses Landes betonte; und schließlich Medienberichte über verbesserte wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem Iran und Ägypten. Laut Kayhan widersprachen Ahmadinejads freundschaftliche Gesten den gemäßigten arabischen Staaten gegenüber der offiziellen Politik des Regimes, die von Persönlichkeiten formuliert wird, die höhergestellt sind als Ahmadinejad, insbesondere Chamenei. Bei Kayhan hieß es: »[Die Schritte, die der Iran unternimmt, Esfandiar Rahim Mashai] als Sondergesandten [Ahmadinejads] nach Jordanien zu entsenden, in einem Monat zwei Telekonferenzen mit dem saudi-arabischen Königshaus [abzuhalten], der Hoffnung zur Aufnahme von Beziehungen zu Ägypten Ausdruck zu geben, und die Ankündigung, einen Sondergesandter in den Jemen zu entsenden, wären allesamt extrem logische [Schritte] in einer Atmosphäre bilateraler Zusammenarbeit oder unter Bedingungen, wo beide Seiten den Willen [zur Zusammenarbeit] bekunden. Doch in einer Atmosphäre, in der die eine Seite um [Wiederannäherung] bittet und die andere Seite sich ziert, sind sie vollkommen unlogisch.« (6) Mubarak war auch an einer Kooperation mit Libyen unter Gaddafi interessiert.

Alles deutete darauf hin, dass eine Annäherung zweier geschichtlich bedeutsamer regionaler Mächte im Nahen Osten, Ägypten unter Mubarak und dem Iran unter Ahmadinejad, in Gang war, möglicherweise unter Beteiligung von Saudi-Arabien und Jordanien. Es bleibt der Eindruck, dass Ahmadinejad seinerseits sich von den außenpolitischen Vorurteilen der Mullahs zu befreien versuchte. Mehr und mehr wirkte Ahmadinejad, selbst General, wie ein Nasserist, er kam immer besser mit Mubarak zurecht. Das war möglicherweise die wirkliche diplomatische Revolution – und die irregeleiteten unglückseligen Jugendlichen auf dem Tahrir-Platz wurden von Handlangern der CIA eingesetzt, um diese zu blockieren.

Natürlich erhebt sich hinsichtlich dieser diplomatischen Manöver die Frage, ob sie mit Unterstützung einer der Großmächte außerhalb des Nahen Ostens abliefen. Hier könnte es dienlich sein, mehr über den jüngsten Besucht des russischen Präsidenten Medwedew bei der Palästinenserbehörde und in Jordanien zu erfahren, denen ein Besuch in Syrien im vergangenen Jahr und ein Treffen mit Mubarak in Kairo am 30. Juni 2009 vorangegangen waren.

 

Mubarak als Friedensstifter für Libanon und Syrien in einer Zeit, als Bush und Cheney auf Krieg setzten

Nach der israelischen Invasion in den Libanon im Sommer 2006 versuchte Mubarak, zwischen Israel auf der einen und dem Libanon und Syrien auf der anderen Seite einen Modus Vivendi zu vermitteln. Dies stand wiederum diametral im Gegensatz zur US-Politik von Bush und Cheney, den Konflikt weiter anzuheizen und so lange wie möglich zu verlängern. Wie die Londoner Zeitung Daily Mail am 5. Januar 2007 berichtete, äußerte sich Mubarak recht offen gegen die amerikanischen Kriegstreiber: »In einem gestern veröffentlichten Interview beschuldigte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak die USA, den Frieden zwischen Israel und Syrien zu behindern. ›Ich glaube, dass Amerika (Israels Premierminister Ehud) Olmert daran hindert, einen Frieden mit Syrien zu erreichen‹, erklärte Mubarak gegenüber der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth während Olmerts Besuch im ägyptischen Badeort Sharm El Scheich am Donnerstag …« (7)

Anstatt sich hinter der eisernen Weigerung der US-Neokonservativen zu Verhandlungen zu verstecken, empfahl Mubarak eine Strategie, die Absichten Syriens ohne Vorbedingungen durch eine Politik des aktiven Engagements auf die Probe zu stellen: »›Finden wir heraus, ob es nur ein (taktisches) Manöver oder echte Absichten sind. Finden wir heraus, welche Art Frieden er (Assad) will. Warum ein Friedensangebot ablehnen?‹, sagte er und fügte noch hinzu: ›Allerdings, wenn der syrische Präsident zum Frieden aufruft, dann erwarten Sie nicht, dass er nach Jerusalem kommt. Das wird nicht geschehen. Kein Führer eines arabischen Landes wird nach Jerusalem kommen, bevor der Frieden erreicht ist.«

Mubarak wollte Hilfe für die Palästinenserbehörde, die Bush und Cheney zerstören wollten: »In dem Interview sagte Mubarak, Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, der mit dem von der Hamas beherrschten Parlament im Streit liege, bedürfe finanzieller Hilfe, um ihm den Rücken zu stärken. ›Wir müssen ihn stärken, damit er Entscheidungen treffen kann. Er hat zwar eine Regierung, doch mit dieser Regierung hat er Probleme. Wir müssen ihm finanziell beistehen, Geld freigeben und die Lage verbessern, damit die Menschen leben können‹«, sagte er …

 

Mubarak: Saddams Hinrichtung unter US-Schutzherrschaft »illegal, abstoßend und barbarisch«

Außerdem verurteilte Mubarak aufs Schärfste die »abstoßende und barbarische« Rolle der USA bei der öffentlichen Hinrichtung Saddam Husseins vor den Augen der Welt: »In einer ersten Stellungnahme sagte Mubarak: ›Niemand wird je vergessen, auf welche Weise Saddam hingerichtet wurde. Sie haben ihn zum Märtyrer gemacht, die Probleme des Irak bleiben bestehen. Auf der ganzen Welt werden Menschen hingerichtet, aber was in Bagdad am ersten Tag des (islamischen Opferfests) Eid Al Adha geschehen ist, war unvorstellbar. Ich konnte es nicht fassen. Warum diese Eile? Warum ihn hängen, während die Menschen ihre Feiertagsgebete sprachen?‹ Mubarak berichtete, er habe an US-Präsident Bush geschrieben und ihn gebeten, die Hinrichtung aufzuschieben, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht hilfreich sei. Über Bushs Antwort sagte er nichts. ›Dann waren die Bilder der Hinrichtung abstoßend und barbarisch; ich spreche hier nicht davon, ob er die Hinrichtung verdient hatte oder nicht. Was den Prozess angeht, so haben ihn Völkerrechtsexperten als illegal bezeichnet, da er unter der Besatzung stattfand. Darüber hinaus gab es eine Verschwörung, die Hinrichtung vor Ende des Jahres vorzunehmen‹, setzte er hinzu.« (8)

2003 verurteilte Mubarak den amerikanischen Angriff auf den Irak und lehnte es ab, Truppen zur Verfügung zu stellen. Ende 2006, als er sah, dass sich die USA darauf vorbereiteten, sich aus dem Irak zurückzuziehen, widersprach er Washington erneut, indem er vor den Gefahren warnte, die durch einen überstürzten Rückzug geschaffen würden: »(Reuters), 6. Dezember 2006, DUBLIN – Ein sofortiger Rückzug amerikanischer Truppen aus dem Irak wäre gefährlich, doch auch der Verbleib stelle ein Risiko dar, sagte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak in einem am Mittwoch veröffentlichen Interview. Gegenüber der Irish Times betonte er, der Irak brauche eine starke Führung …« (9) Wiederum das Gegenteil von dem, was die USA wollten; die wünschten sich die Marionette Allawi.

 

Farbenrevolutionen auf dem Vormarsch

Die außenpolitische Taktik von Barack Obama/Zbigniew Brzezinski räumt stillschweigend ein, dass die USA heute zu schwach, zu isoliert, zu verhasst und zu bankrott sind, um direkte militärische Angriffe gegen die lange Liste der Länder zu führen, die Bush/Cheney und die Neokonservativen im Visier hatten. Die neue Politik, bestehende Regierungen zu unterwandern und sie durch Regimes zu ersetzen, die eher bereit sind, sich als Kamikaze-Marionetten gegen die Feinde der USA in der jeweiligen Region einsetzen zu lassen, habe ich bereits vor fast drei Jahren in meinem Buch Barack Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird beschrieben.

Unverzichtbare Verbündete dieser Obama-Brzezinski-Politik sind Ignoranz, Dummheit, Verführbarkeit und die Bereitschaft, sich von Hassgefühlen blenden zu lassen. Während der ersten Phase der Destabilisierung in Ägypten brüstete sich Brzezinski gegenüber Newsweek damit, die vielen Jugendlichen in der arabischen Welt manipulieren zu können, und sie einzusetzen, um mit geringen Kosten das zu erreichen, was Bush und Cheney mit direkten militärischen Angriffen und unter enormen militärischen und finanziellen Verlusten nicht geschafft hatten. Einem Mephisto gleich freute sich Brzezinski hämisch, seine Destabilisierungstruppen, seine Revolutionäre seien »zwischen 80 und 130 Millionen junge Menschen auf der ganzen Welt, die der unsicheren unteren Mittelschicht entstammen und eine Gemeinschaft bilden, die sich gegenseitig mit ihren Gefühlen von Wut, Leidenschaft, Frustration und Hass infizieren. Diese Studenten sind Revolutionäre im Wartestand. Wenn sie sich in einem unruhigen Moment erheben, wirken sie höchst ansteckend. Und während Marx’ Industrieproletariat vor über einem Jahrhundert in lokale Gruppen zersplittert war, sind diese jungen Menschen heute über das Internet vernetzt. Junge Menschen wollen politische Würde. Demokratie mag diese zwar fördern. Doch politische Würde beinhaltet auch ethnische und nationale und religiöse Selbstbestimmung sowie Menschenrechte und gesellschaftliche Rechte. All dies geschieht heute in einer vernetzten Welt, in der sich die Jugend vollkommen der wirtschaftlichen, rassischen und gesellschaftlichen Ungleichheit bewusst ist. Ägypten brodelt. Soweit es überhaupt möglich ist, ist es das Beste, dieses Bestreben zu lenken. Ich glaube also, dass Obama bei seiner Rede in Kairo die Richtung aufgezeigt hat, wie insbesondere mit dem islamischen Problem umzugehen ist. Doch seither ist er einfach in Passivität versunken.« Jetzt haben die Destabilisierungsagenten von CIA und NED vollendete Tatsachen geschaffen, auf die Obama antworten musste.

Mubaraks sture Weigerung den putschenden Generalen der CIA gegenüber hatte den Effekt, dass ans Licht kam, auf welch zynische Weise Washington die gegenwärtige Welle von Farben-Putschen fördert. Leider ist nun mit dem Sturz Mubaraks eines der wichtigsten Hindernisse beseitigt, das dem Plan der USA im Wege stand, den Nahen Osten auf eine Weise zu reorganisieren, die kurzfristig die Gefahr verheerender Kriege in dieser Region der Welt erhöht.

 

 

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Quellen:

(1) »Obama and Egypt’s Mubarak discuss Tunisia and Lebanon«, Patricia Zengerle, Reuters, 19. Januar 2011, unter http://www.reuters.com/article/2011/01/19/us-usa-egypt-idUSTRE70I07N20110119, Hervorhebung durch den Autor.

(2) Mubarak »verweigerte die Entsendung von Truppen nach Afghanistan. … 2003 lehnte Ägypten auch das amerikanische militärische Eingreifen im Irak ab, genauso wie die Besetzung des Landes nach dem Krieg, man fügte sich nicht der Forderung der USA, Truppen in das Land zu entsenden, auch nicht unter dem Schirm der USA.« (http://en.wikipedia.org/wiki/Foreign_relations_of_Egypt)

(3) »Clinton promises ›defense umbrella‹ against Iran; US secretary of state outlines how her country may cope with nuclear threat – by working to upgrade defense of allies in region«, Reuters, 22. Juli 2009, unter http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3750303,00.html

(4) »Report: Mubarak opposes US defense umbrella«, Roee Nahmias, YNET, August 21, 2009, at http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3765075,00.html

(5) Sarah A. Topol, »Are Bitter Foes Egypt and Iran Burying the Hatchet?«, AOL News, 7. Oktober 2010, Hervorhebung durch den Autor, unter http://www.aolnews.com/2010/10/07/are-bitter-foes-egypt-and-iran-burying-the-hatchet/

(6) »Iranian Daily Kayhan: Ahmadinejad’s Rapprochement with Moderate Arab States is ›Capitulation‹«, MEMRI, 11. Februar 2011 unter http://m.memri.org/14499/show/ffb3a4c758b1d8b04eeb3359d0990ca4&t=20320d97cb30b6845cb6422bedb5dfbe

(7) »Egyptian President Hosni Mubarak accused the United States in an interview published yesterday of obstructing peace between Israel and Syria«, London Daily Mail, 5. Januar 2007, unter http://www.dailymail.co.uk/news/article-426677/U-S-blame-obstructing-peace-Israel-Syria-says-Mubarak.html; siehe auch »Egyptian President Hosni Mubarak accused the United States in an interview published yesterday of obstructing peace between Israel and Syria«, http://gulfnews.com/news/region/palestinian-territories/washington-is-obstructing-israel-syria-peace-says-mubarak-1.153789 sowie http://archive.thepeninsulaqatar.com/component/content/article/342-gulfmiddle-eastaarchiveafrica/90474.html

(8) http://www.ft.com/cms/s/0/0cd909ba-9cd7-11db-8ec6-0000779e2340.html#axzz1DrkwBcZJ

(9) Khaleej Times, 12.06.2006, unter http://article.wn.com/view/2006/12/06/Egypts_Mubarak_opposes_US_withdrawal_from_Iraq/

 

 

 


 

 

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