Donnerstag, 8. Dezember 2016
01.02.2011
 
 

WikiLeaks, die CIA und die amerikanische Regierung

Webster G. Tarpley

Weltweit wächst die Erkenntnis, dass das absurde Theater von WikiLeaks und Julian Assange keineswegs authentisch, sondern vielmehr eine Psychokriegs-Operation ist. WikiLeaks und sein Chef sind die klassische Form von »Limited Hangout« oder partieller Selbstenthüllung, eine Art von reißerischem Striptease, bei der eine Frontorganisation sorgfältig ausgewählte, oft genug auch getürkte Dokumente veröffentlicht, die ihr vom Geheimdienst überlassen werden, und zwar in der Absicht, nicht etwa der CIA, Großbritannien oder den Israelis Schaden zuzufügen, sondern vielmehr klassischen Vertretern auf der »Feindesliste« der CIA wie beispielsweise Putin, Berlusconi, Karzai, Gaddafi oder Rodriguez de Kirchner. In Tunesien haben von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente, in denen sich abfällig über Ex-Präsident Ben Ali geäußert wurde, der CIA in Langley schon zu einem unverhofften Gewinn verholfen, indem sie zum eher seltenen Sturz einer etablierten arabischen Regierung geführt haben.

In Foggy Bottom und Langley, dem Sitz von US State Department und CIA, herrscht seit Ben Alis Flucht Jubelstimmung. Denn die Planer eines US-Imperiums wiegen sich in dem Glauben, nun könnten sie das abgenutzte Modell von Farbenrevolution und People-Power-Putsch der CIA oder postmodernem Staatsstreich gegen ein ganze Reihe von Ländern, in der arabischen Welt etwa oder auch gegen Italien, wieder aus der Mottenkiste holen. Die Farbenrevolutionen hatten an Glanz eingebüßt, nachdem die Twitter-Revolution im Iran im Juni 2009 erfolglos geblieben war. Zuvor war schon die Zedern-Revolution von 2005 im Libanon gescheitert. Als die NATO-IWF-Kleptokraten Juschtschenko und Timoschenko abgesetzt wurden, war auch die Orangene Revolution in der Ukraine am Ende. Die Rosen-Revolution in Georgien ist durch das repressive Kriegstreiber-Regime des wildgewordenen Präsidenten Saakaschwili immer stärker diskreditiert worden.

 

Ziel der USA: Weltweit eine neue Generation von jungen Nihilisten mobilisieren

Doch jetzt erhalte die Farbenrevolution, so meinen Nationaler Sicherheitsrat, Außenministerium und CIA, neuen Auftrieb. Sie gehen nämlich davon aus, dass die Vereinigten Staaten dank WikiLeaks und Assange eine neue Generation junger Nihilisten auf der ganzen Welt für sich einnehmen werden. Diese als Post-9/11-Generation beschriebenen jungen Menschen wollen von Regierungs- und Oppositionsparteien nichts mehr wissen und sind deshalb bereit, dem wasserstoffblonden Rattenfänger nachzulaufen.

Die Intensivphase von Assanges Einsatz begann im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung eines Videos von einem schweren US-Kriegsverbrechen im Irak. So eindrucksvoll diese Dokumentation auch war, der Vorfall selbst war bereits vorher weithin bekannt gewesen. Auch die zweite Salve veröffentlichter Dokumente betraf den Irak, dieses Mal jedoch Premierminister Maliki und den Einfluss des Iran; zufällig oder auch nicht versuchten die USA gerade zu diesem Zeitpunkt, Maliki abzuservieren und die US-Marionette Allawi als Führer im Irak einzusetzen. Die dritte Salve von Dokumenten – dieses Mal Telegramme des State Departments – bescherte uns einiges an negativem Klatsch über klassische CIA-Ziele wie Russlands Premierminister Putin, den italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi, die strategische russisch-italienische Allianz, Präsidentin Fernandez de Kirchner von Argentinen und Präsident Karzai aus Afghanistan. Außerdem gab es Seitenhiebe gegen Kräfte, die eigentlich Verbündete der USA sind, deren innere Stabilität jedoch untergraben und deren Abhängigkeit aufrecht erhalten werden soll, wie beispielsweise die saudi-arabische königliche Familie oder Frankreichs Präsident Sarkozy. Es zeigt sich also, dass WikiLeaks seine Pfeile zumeist gegen Persönlichkeiten und Kräfte richtet, die auf der Feindesliste der CIA stehen.

 

Keine gleiche Sendezeit für verdeckte CIA-Operationen

Darüber hinaus liefert Assange den perfekten Vorwand für drastische Zensur und Einschränkungen der Freiheit des Internets. Seinetwegen fordert die demokratische Senatorin Feinstein, nominell eine Liberale, Woodrow Wilsons Spionage-Gesetz, den berüchtigten »Espionage Act of 1917«, wieder einzuführen. Assange sei weder Aktivist noch Journalist oder Entertainer, er agiere vielmehr wie ein Spion. Berichten zufolge bezeichnet John Young von der Website Cryptome WikiLeaks, bei der er früher mitgearbeitet hatte, als CIA-Frontorganisation. In einem Interview mit RT nannte Young das Internet eine »groß angelegte Spionagemaschine«*. Das Internet ist in der Tat ein weites Schlachtfeld, auf dem die Geheimdienste der USA und Großbritanniens, Chinas, Israels, Russlands und vieler anderer Länder stündlich aufeinandertreffen, und auf dem sich auch professionelle Spione, Hacker, Anarchisten, Sektenanhänger, Söldner und Psychotiker tummeln. Geheimdienste lancieren bewusst echtes und gezinktes Material auf verschiedene Websites; so manches Mal bedienen sie sich dabei frustrierter ehemaliger Mitarbeiter als Verbindungsleute oder Mittelsmänner. Also sollte man auch Bradley Manning nicht jedes Wort glauben, obwohl selbstverständlich sein sollte, dass er genauso wenig wir irgendjemand anders gefoltert werden darf.

Doch Assange ist, so könnte man einwenden, inzwischen berühmt. Gewiss, aber die von der Wall Street kontrollierten Medien können schließlich jeden berühmt machen, sei es Lady Gaga, Justin Bieber, Snooki – oder eben Assange. Man darf vor der demagogischen Macht dieser Medien nicht kapitulieren, indem man sich so verhält, als sei Assange doch irgendwie legitim. Bisher hat die CIA ihre Farbenrevolutionen mithilfe von Instrumenten wie Twitter, Facebook, YouTube organisiert. Jetzt meint man, über eine Kultfigur zu verfügen, die man den vielen Jugendlichen in der arabischen Welt und den Entwicklungsländern, wo der Großteil der Bevölkerung unter 30 Jahre alt ist, verkaufen könne. Das Ganze ist eine Operation, die entlarvt gehört.

Erst jüngst hat WikiLeaks bei der »Jasmin-Revolution« in Tunesien eine Rolle gespielt, indem einige interne Telegramme des State Departments veröffentlicht wurden, in denen der luxuriöse, verschwenderische Lebensstil des Ben-Ali-Clans zur Sprache kam, was den Sturz des Regimes auslöste. Die CIA zeigt sich jetzt diebisch erfreut darüber, dass sie mit der Hilfe von WikiLeaks jedes arabische Regime, sei es Mubarak, Gaddafi oder Bouteflika, stürzen und fügsamere Marionetten einsetzen können, die nur allzu bereit sind, auf Konfrontationskurs zum Iran, Russland und China zu gehen.

Falls Assange wirklich seine groß angekündigte Weltuntergangs-Maschine gegen die Bank of America oder andere Finanzinstitute durchzieht, dann sollten wir darauf bestehen, dass die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission offenlegt, in welchem Ausmaß bestimmte Hedgefonds, insbesondere die von George Soros kontrollierten, die entsprechenden Aktien leerverkaufen. Auch Assanges Angriffe auf den Vatikan passen perfekt ins Bild der vier Jahrhunderte währenden Geheimdienstkriegsführung gegen den Heiligen Stuhl, angefangen spätestens mit Guy Fawkes und Lord Robert Cecils Gunpowder Plot (Pulververschwörung) von 1605. Auch hier findet sich also nicht viel Neues und Radikales.

 

WikiLeaks: keine wirklich schädlichen Informationen für die USA, Großbritannien, Israel

Bezeichnenderweise hat keines der von Assange enthüllten Dokumente irgendeinen nennenswerten Skandal in Bezug auf Großbritannien oder Israel ans Licht gebracht. Kein Politiker in den USA war wegen WikiLeaks gezwungen, seinen Hut zu nehmen. Auch ist keine einzige wichtige, laufende verdeckte Operation oder ein an hoher Stelle platzierter Einflussagent aufgeflogen. Selbst nach Monaten wird in den USA keine Anklage gegen Assange erhoben, obwohl wir alle wissen, dass ein Geschworenengericht in den USA sogar ein Schinkenbrot anklagen wird, wenn es der Staatsanwalt verlangt. Hätte die CIA Assange wirklich zum Schweigen bringen wollen, dann hätte sie zum Mittel des klassischen Kidnappings alias Auslieferung greifen können, was bedeuten würde, dass er geschlagen, unter Drogen gesetzt worden wäre und sich in einem Geheimgefängnis in Ägypten, Polen oder Guantanamo Bay wiedergefunden hätte. Ansonsten hätte die CIA die übliche schmutzige Methode anwenden können, ihn aus dem Weg zu räumen. Wir können auch sicher davon ausgehen, dass die neu eingerichtete Behörde US Cybercommand mit ihren enormen Ressourcen keine Schwierigkeiten hätte, die Spiegelserver von WikiLeaks abzuschalten, egal wie viel es davon geben mag. Dasselbe gilt für Anonymous und andere WikiLeaks begleitende Organisationen. Aber solche Überlegungen sind müßig, denn Assange tritt heute auf als verhätschelter Liebling von New York Times, Spiegel, Guardian, El Pais – kurz, der gesamten offiziellen Drehleier der anglo-amerikanischen Medien. Er kann sich im behaglichen Landhaus eines pensionierten britischen Offiziers mit besten Verbindungen entspannt zurücklehnen – den Offizier sollten die Medien vielleicht einmal über sein Verhältnis zum britischen Geheimdienst befragen. Die weltweite radikale Schickeria von Bianca Jagger bis Michael Moore liegt Assange zu Füßen.

 

Cass Sunstein hat bei der Gründung von WikiLeaks mitgemischt

Allem Anschein nach wurde WikiLeaks 2006 gegründet. Anfänglich war die Gruppe darauf programmiert, China ins Visier zu nehmen; im Vorstand saßen reihenweise ziemlich suspekte chinesische Dissidenten und Aktivisten für »Demokratie« aus dem Dunstkreis der Soros-Stiftungen. Interessanterweise gelang WikiLeaks erstmals der Durchbruch bei den Mainstream-Medien in den USA mithilfe eines angeblich liberalen, in Wirklichkeit jedoch eher totalitär gesinnten Mannes, der heute im Weißen Haus zu finden ist – Cass Sunstein. In Sunsteins Meinungs-Kolumne in der Washington Post vom 24. Februar 2007 lesen wir unter der Überschrift »Schöne neue Wikiwelt«: »WikiLeaks.org, die von Dissidenten in China und anderen Ländern gegründet wurde, beabsichtigt, geheime Regierungsdokumente ins Internet zu stellen und sie mit verschlüsselter Software vor einer Zensur zu schützen.« Interessant, dass Sunstein bei der Gründung der neuen Psychokriegs-Operation WikiLeaks dabei war!

Derselbe Sunstein ist heute Chef von Obamas Office of Information and Regulatory Affairs im Weißen Haus. In einer im Januar 2008 an der Harvard Law School verfassten Arbeit über »Verschwörungstheorien« verlangt Sunstein, die US-Regierung solle ganze Gruppen verdeckter Agenten und pseudo-unabhängiger Einflussagenten zur »kognitiven Infiltration extremistischer Gruppen« einsetzen – gemeint sind Organisationen, Aktivisten und Websites im Internet, die Ansichten vertreten, die laut Cassteins eigener, willkürlicher Einschätzung »falsche Verschwörungstheorien« darstellen.

 

WikiLeaks = Cass Sunsteins Programm zur Kognitiven Infiltration in Aktion

Es sollte klar sein, dass Assange und WikiLeaks exakt die praktische Umsetzung von Sunsteins Programm von Stoßruppen zur »kognitiven Infiltration« darstellen, mit deren Hilfe eine breite öffentliche Diskussion darüber, wie weit die moderne Welt von einer Oligarchie dominiert wird, genauso durchkreuzt und erstickt wird wie jede Diskussion über eine notwendige Änderung der Wirtschaftspolitik, um die gegenwärtige weltweite Depression zu überwinden.

Sunsteins Rezept entsprechend widersetzt sich Assange nach eigenem Bekunden der Wahrheitsfindung über den 11. September. Bereits im Juli des vergangenen Jahres erklärte er gegenüber Matthew Bell vom Belfast Telegraph: »Ich ärgere mich ständig darüber, dass sich Leute von falschen Verschwörungen wie dem 11. September ablenken lassen, während wir auf der ganzen Welt Beweise für echte Verschwörungen, für Krieg und massenhaften Finanzbetrug vorlegen.« Mit anderen Worten, Assange behauptet, die Wahrheit über den 11. September sei nicht annähernd so radikal wie die verschiedenen Skandale, die WikiLeaks zu enthüllen vorgibt. Nur betreffen die Skandale, die Assange zu bieten hat, zumeist die Gegner der CIA.

Assange erscheint emotional schwer gezeichnet, wie man es von jemandem erwarten würde, der einer der zahlreichen MK-Ultra-Operationen unterworfen wurde. Er soll mehrere Jahre in der geisttötenden Anne-Hamilton-Byrne-Sekte (auch als The Family and Santiniketan) in der Nähe von Melbourne in Australien verbracht haben. Hier wurden kleine Kinder von ihren Eltern getrennt und erhielten LSD, Anatensol, Diazepam, Haloperidol, Largactil, Mogadon, Serepax, Stelazine, Tegretol, Tofranil und andere hochwirksame Psychopharmaka. Dutzenden Kindern wurde gesagt, Hamilton-Byrne wäre ihre leibliche Mutter; sie ließen sich die Haare blond färben. Angeblich betrachtete Anne Hamilton-Byrne blondes Haar als Zeichen rassischer Überlegenheit. Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgangen sein, dass Assanges Haare zuweilen blond, zuweilen eher braun getönt sind, was die Frage aufwirft, ob seine Körperpflege noch immer von der Zeit mit Hamilton-Byrne geprägt sind, an die er sich angeblich, wie er behauptet, nicht erinnern kann. Wurde Assange, während andere Kinder Plätzchen und Milch erhielten, durch LSD und andere starke Psychopharmaka, die ihm Hamilton-Byrne auftischte, das Hirn kaputt gemacht? Manches deutet zumindest darauf hin.

Bei Assange beobachten wir somit das tragische Schauspiel eines emotional geschädigten Produkts einer verdeckten Operation von CIA (oder MI-6) vor 40 Jahren, dem jetzt in einer Geheimdienstoperation eine wichtige Rolle übertragen wird. Wird die Jugend der Welt, die bereits einer albernen Besessenheit über Obama zum Opfer fiel, erneut von einer gestörten Persönlichkeit an der Nase herumgeführt?

 

Präzedenzfall Pentagon-Papiere: Persilschein für die CIA; Streitkräfte werden beschuldigt, Kennedy verteufelt

Assanges Enthüllungen betreffen zumeist Mitteilungen, die als »vertraulich« oder »geheim« gekennzeichnet waren – wobei in den meisten Fällen schon die Einstufung »Nur für den Dienstgebrauch« übertrieben gewesen wäre. Mit anderen Worten: Assange präsentiert in Wirklichkeit nur unwichtige Kommunikationen und keinesfalls Geheimnisse von weltbewegender Bedeutung. Das erinnert uns an eine frühere CIA-Operation von »Limited Hangout«, die unter dem Namen Pentagon-Papiere berühmt geworden ist. Dabei handelte es sich um eine mit großer Sorgfalt getroffene Auswahl von historischen Dokumenten im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg, angereichert mit offenen Fälschungen. Erstellt wurden die Papiere von Morton Halperin und Leslie Gelb, die beide später im imperialistischen außenpolitischen Establishment glänzende Karriere machten: Gelb wurde Präsident des Council on Foreign Relations und Halperin dient heute als politischer Direktor der Soros-Stiftungen. Ans Licht gebracht wurden die Papiere von Daniel Ellsberg, einem ehemaligen Mitarbeiter der RAND Corporation, der mit großem Einsatz in Vietnam gekämpft hatte, bevor er sich nach einem verdächtigen Damaskus-Erlebnis zum Pazifisten wandelte. Danach erschienen sie in der Presse des US-Establishments – ganz ähnlich wie Assange heute. Die Pentagon-Papiere enthielten nichts, was jemandem, der gelegentlich Le Monde oder Corriere della Sera las, nicht bereits bekannt gewesen wäre. Doch Linksliberale haben, wie Mort Sahl später einmal sagte, im Allgemeinen nur wenige Helden, also stürzten sie sich, angeführt von Noam Chomsky, Howard Zinn und anderen, auf Ellsberg und machten ihn zu ihrem Idol. (Diesem Syndrom begegnen wir später erneut: Genau in dem Moment, wo Obama vor den von Bush eingeführten Steuerkürzungen kapitulierte und damit viele Linksliberale ihrer Illusionen beraubt, erscheint Assange als neuer Erlöser auf der Bühne. Nicht zufällig hat Ellsberg Assange zu seiner eigenen Reinkarnation und damit zum neuen Messias ausgerufen.)

Die CIA selbst hatte damals die Pentagon-Papiere sorgfältig ausgewählt, um Kriegsverbrechen der CIA in Vietnam zu vertuschen. Diese wurden, wo immer möglich, der US Army in die Schuhe geschoben, während gleichzeitig auch die umfangreiche Aktivität der CIA bei Drogenproduktion und -Schmuggel in Nebel gehüllt wurde. Systematisch wurde in den Pentagon-Papieren das wichtigste politische Faktum der Vietnam-Ära unterschlagen: dass nämlich Präsident John F. Kennedy vor seiner Ermordung Vorbereitungen traf, das aktive militärische Engagement in Vietnam zu beenden. Stattdessen wurde Kennedy systematisch verteufelt und als der eigentliche Übeltäter dargestellt. Es erübrigt sich zu sagen, dass die Pentagon-Papiere keinerlei Licht auf die Rolle der CIA beim Mord an Kennedy werfen – genauso wie Assanges Dokumente uns nichts über die Bedeutung des 11. September, den Mord an Rabin, die Iran-Contra-Affäre, die Bombenangriffe in Serbien 1999, den Kursk-Zwischenfall, die verschiedenen Farbenrevolutionen der CIA oder andere wirklich wichtige verdeckte Operationen der vergangenen Jahrzehnte berichten.

Der »Limited Hangout« ist keine neue Erfindung, er wurde bereits 1620 vom venezianischen Geheimdienstchef Paolo Sarpi in einem Geheim-Memorandum an den Senat von Venedig beschrieben als die Kunst, »über jemanden etwas Gutes zu sagen, während man es so aussehen lässt, als sage man etwas Schlechtes«. Das ist der gemeinsame Nenner der »Limited-Hangout«-Operationen der CIA, von Ellsberg und Philip Agee bis Assange, bei denen sich so mancher »ehemalige« CIA-Agent zum »Whistleblower« wandelte.

 

 

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(*) John Young von Cryptome, »›Internet a very large-scale spying machine‹ – info leaking site co-founder«, in: RT, 29. Dezember 2010, unter http://rt.com/news/cryptome-classified-secret-wikileaks/

 

 


 

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