Wednesday, 28. September 2016
27.01.2016
 
 

Soros gegen China: Die Neuauflage eines Milliardenklassikers?

Andreas von Rétyi

Multimilliardär George Soros hat sich schon lange aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen – so heißt es. Doch zwischen Sein und Schein klafft oft eine große Lücke. Hier nicht anders. Soros spekuliert weiter mit ganzen Volkswirtschaften. Jetzt hat China Soros davor gewarnt, gegen den Yuan zu wetten.

 

George Soros, der Mann der Ungleichgewichte, der gegen das britische Pfund gewettet und damit einen Milliardengewinn verbucht hat, der den Sturz des Rubel ausgelöst hat und der nachhaltig mit der Ukraine spekuliert, wurde jetzt von den staatlichen Medien Chinas angemahnt. Das geht aus aktuellen Presseberichten hervor.

Die Botschaft ist klar, wenn es in der Übersee-Edition von Peopleʼs Daily auf der Titelseite heißt: »Sorosʼ Kampfansage gegen den Renminbi (Yuan) und den Hongkong-Dollar wird wohl kaum erfolgreich sein, daran besteht keinerlei Zweifel.«

 

Zwar reduzierte sich das wirtschaftliche Wachstum Chinas im vergangenen Quartal auf den schlechtesten Stand seit Beginn der weltweiten Finanzkrise, wodurch der Druck auf die Regierung anstieg, doch blieben die ökonomischen Grundfesten Chinas weiterhin solide, so wird in der Nachricht deutlich mitgeteilt.

 

Die Basis sei weiterhin gesichert, trotz des verlangsamten Wachstums, der Unbeständigkeit im Aktienmarkt und des Yuan-Verfalls gegenüber dem Dollar. Der Autor der Mitteilung ist ein Wissenschaftler des chinesischen Wirtschaftsministeriums, was der Einschätzung zusätzliches Gewicht verleihen soll. Sie erfolgt auf eine sehr deutliche Äußerung von George Soros, der vor wenigen Tagen auf Bloomberg TV eine harte Landung für die chinesische Wirtschaft vorhersagte, die einer globalen Deflation Vorschub leiste.

 

Soros erklärte, er habe gegen die Standard & Poorʼs 500 gewettet, gegen Länder, die Handelswaren produzieren, und gegen asiatische Währungen, während er in US-Regierungsanleihen investiert habe. In seinen Ausführungen erwähnte er aber nicht explizit den Yuan oder den Hongkong-Dollar.

 

Die Xinhua-Nachrichtenagentur warnte ihrerseits sowohl vor Spekulationen gegen chinesische Aktien als auch gegen die chinesische Währung – vielmehr sollten intelligente und weitsichtige Investoren eine Chance in der Neuorganisation der Wirtschaft Chinas erkennen.

 

Klar ersichtlich sind jedenfalls die Sorgen vor dem bestens vernetzten Megaspekulanten Soros, der seit Jahrzehnten ganz gezielt an massiven gesellschaftlichen und ökonomischen Änderungen mitwirkt, meist zu (s)einem deutlich eigenen Vorteil.

 

 

 

 

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