Monday, 25. July 2016
03.02.2016
 
 

Baldige Einführung einer Bargeld-Obergrenze von 5000 Euro erwartet

Birgit Stöger

Die Bundesregierung, scheint es, erwägt die baldige Einführung einer Obergrenze für alle Barzahlungen in Deutschland. Alle Beträge über 5000 Euro können dann nur noch bargeldlos bezahlt werden. Ein weiterer Schritt, der den Bürger der politischen Willkür der Regierenden ausliefert.

 

Die Bundesregierung erwägt laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zeitnah eine Bargeld-Obergrenze einzuführen. Rechnungen ab einem Wert von 5000 Euro können dann nur noch bargeldlos bezahlt werden.

Als Begründung für einen weiteren Eingriff in die Freiheitsrechte der Bürger wird die gewachsene terroristische Bedrohung angeführt. Zwar hätten, so die FAZ, andere europäische Staaten bereits Obergrenzen für die Bargeldbezahlung eingeführt, doch eine »europäische Lösung« sei bislang noch nicht zustandegekommen. Die Bundesregierung sei jedoch durchaus gewillt, im Alleingang ein Bargeldlimit festzulegen.

 

Der Weg in die bargeldlose Gesellschaft ist bereitet

 

Wie weit die Einschränkungen von Bargeldzahlungen bereits vorangeschritten sind, zeigt der Blick ins europäische Umfeld. Seit 2005 müssen Personen, die in die EU ein- oder ausreisen und Barmittel im Wert von 10 000 Euro oder mehr mit sich führen, diese Geldsumme beim Zoll anmelden.

 

Die zugehörige EU-Verordnung wurde erlassen, da Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder andere illegale Handlungen somit bekämpft werden könnten. Schweden startete 2010, unterstützt von Gewerkschaften der Finanzdienstleister, seine »Bargeldfrei jetzt«-Kampagne und suggerierte, dass ohne Bargeld Bankräubern das Handwerk gelegt werden könnte.

 

Im Zuge der Euro-Krise, der umfangreichen »Rettungspakete« und der damit verbundenen Aushebelung des Maastricht-Vertrags wurde Griechenland 2011 gezwungen, Barzahlungsgeschäfte über 1500 Euro als illegal zu ahnden, wenn mindestens ein gewerblicher Geschäftspartner beteiligt ist.

 

2012 zogen Italien und Spanien nach und verboten Bargeldzahlungen von mehr als 1000 bzw. 2500 Euro. Hier kam neben dem Argument der Terrorismusbekämpfung noch der Kampf gegen Steuerbetrug hinzu. Im Januar 2014 hat Belgien die zulässige Bargeldsumme für Waren und Dienstleistungen von 5000 auf 3000 Euro verringert. Ende 2015 schränkte Frankreich seine Bürger dahingehend ein, dass die Bargeldzahlungsgrenze von 3000 Euro auf 1000 Euro abgesenkt wurde.

 

Der Verlust der Freiheitsrechte

 

Die neueste Meldung aus dem Bundesfinanzministerium, die nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Bargeldabschaffung darstellt, scheint einer Methodik zu folgen, wofür die genannten Regulierungen sprechen. Die Autoren Ulrich Horstmann und Gerald Mann zeigen in ihrem Buch Bargeldverbot das folgende Szenario zur Abschaffung des Bargeldes auf:

 

2016/2017 wird der Kampf gegen das Bargeld massiv verschärft, indem neben den Argumenten »Terrorismusbekämpfung« und »Steuerbetrugsbekämpfung« noch ein gesundheitlicher Aspekt in der Öffentlichkeit plaziert wird: der vermeintlich hohe Anteil an Bakterien, die den Banknoten anhaften.

 

Die öffentlich-rechtlichen Medien werden hierzu ihre Schlagzahl an Beiträgen und Berichterstattungen massiv erhöhen, um die Gegenwehr der Bürger abzusenken. Sobald hier eine gewisse Akzeptanz geschaffen wurde, wird vonseiten der Regierung »entschlossen« gehandelt. Sukzessive werden die 200-Euro-Scheine und 500-Euro-Scheine abgeschafft. Das gezeichnete Bild der Autoren wird durch den aktuellen Vorschlag der SPD-Bundestagsfraktion bestätigt. Die SPD hatte Ende Januar eine Abschaffung der 500-Euro-Scheine ins Gespräch gebracht.

 

Der fadenscheinige Grund auch hier: der Kampf gegen Geldwäsche. Die 500-Euro-Scheine seien für Kriminelle interessant, da sie sich »ideal für Geldwäsche und illegale Bargeldtransporte« eigneten, so das SPD-Positionspapier laut dem Handelsblatt.

 

Um das Totalverbot von Bargeldzahlungen europaweit zu realisieren, werden innerhalb von zwei Jahren zeitgleich europaweit sowohl die 100- als auch die 50-Euro-Scheine aus dem Geldverkehr gezogen. Die Gegenwehr von Bürgern maßgeblich aus Deutschland, Italien oder Frankreich, die sich gegen die faktische Teilenteignung und noch weiter ausgedehnte Kontrolle zu wehren versuchen, sei politisch mit einberechnet.

 

SPD engagiert sich besonders für ein Bargeldverbot

 

Wie in der Immigrationskrise bereits geschehen, werden mithilfe der Medien Gegner der Bargeldabschaffung systematisch stigmatisiert werden und in die Ecke von Terrorismusunterstützern oder Befürwortern der Steuerhinterziehung gestellt. Öffentlich und privat finanzierte Medien werden versuchen, die technischen Vorzüge der bargeldlosen Zukunft in positivem Licht darzustellen: Bequemlichkeit und Konsumieren rund um die Uhr.

 

Sobald sich die Gegenwehr gelegt hat, wird sich der nun uneingeschränkte staatliche Zugriff in allen Bereichen bemerkbar machen. Auf Transaktionsvorgänge werden Steuern erhoben, bargeldloses Zahlen kann beliebig verteuert werden. Digital gestaltete Lebensmittelmarken – smart und verbraucherfreundlich gestaltet – können notorische Trinker, Zigarettenkonsumenten oder Veggi-Day-Verweigerer in die politisch gewünschten Bahnen lenken. Gehören Sie zu solch einer Verweigerungsgruppe, werden Sie das Gewünschte eben nicht mehr mit Ihrer Chipkarte bezahlen können. Ist ja auch zu Ihrem Besten!

 

Die geplante bargeldlose Gesellschaft wird Datenspuren, die sowohl politisch als auch wirtschaftlich ausgeschlachtet werden, bedingungslos liefern. Bereits heute schon werden alle relevanten Daten der Konsumenten an Banken und inzwischen ziemlich sicher auch an staatliche Stellen weitergeleitet.

 

Die Folgen der Bargeldabschaffung werden der Verlust von Freiheit und Anonymität sein. Der Bürger wird keinerlei Möglichkeiten haben, sich für kommende, schlechtere Zeiten eine »Notfallkasse« anzulegen. Im Umfeld der zunehmenden gesellschaftlichen Verwerfungen aufgrund der Merkelschen Immigrationskrise ein logischer Schritt der politisch Verantwortlichen, die Bürger noch lenkbarer zu machen.

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Größte norwegische Bank fordert Abschaffung des Bargeldes

Michael Snyder

Die DNB, die größte Bank Norwegens, fordert die völlige Abschaffung des Bargeldes. Schon viele lokale Banken bieten nur noch bargeldlosen Geldverkehr an, aber das reicht der DNB, deren größter Aktionär das norwegische Handels- und Industrieministerium (Nærings- og Handelsdepartementet) ist, nicht. Sie streben ein vollständiges Verbot des  mehr …

Achtung! Bargeldverbot!

Janne Jörg Kipp

Vor wenigen Tagen erschien im KOPP Verlag unter dem Titel Achtung! Bargeldverbot! ein großartiges Buch von Michael Brückner, das vor dem drohenden Entzug unserer Freiheit warnt und das aktuelle Geldsystem beschreibt. Dieses Buch kann ich leichten Herzens empfehlen.  mehr …

Der internationale Krieg gegen das Bargeld

Jeff Thomas

Bereits seit 2008 warne ich vor auf uns zukommenden zunehmenden Kapitalverkehrskontrollen als ein Aspekt des Niedergangs der Volkswirtschaften des Westens (»Westen« ist hier im weiteren Sinne, also unter Einschluss Japans, Australiens und anderer Länder, gemeint).  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

»Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!«

Janne Jörg Kipp

Hugo Müller-Vogg hat unter dem Titel Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient! ein interessantes Buch präsentiert, das so aktuell ist, wie der Autor es bei Drucklegung wohl selbst kaum glauben konnte. Doch auch jenseits der laufenden »Flüchtlingsdebatte« hat sich diese Regierung nach der Analyse des bekannten Journalisten Fehler an Fehler  mehr …

Obama gibt Europa-Alarm: EU-Gegner in britischer Regierung wetzen die Messer

Markus Gärtner

In Großbritannien braut sich an höchster Stelle ein Sturm gegen die EU zusammen. Der ehemalige britische Verteidigungsminister Liam Fox, ein Insider der regierenden Konservativen von Premier David Cameron, sagte heute im Today Programme der BBC, dass mindestens fünf Kabinettsmitglieder nach seiner Kenntnis aus der EU aussteigen wollen.  mehr …

Warum »überschwemmt« Obama Kleinstädte in den konservativsten Regionen Amerikas mit Flüchtlingen?

Michael Snyder

Warum werden gerade Kleinstädte in konservativen Bundesstaaten der USA als Zielorte für die Umsiedlung von Flüchtlingen ausgewählt? Natürlich würde die Regierung Obama niemals öffentlich zugeben, dass dies so ist. Aber man muss kein Genie sein, um herauszufinden, was hier gerade los ist.  mehr …

»Schaffen wir das« noch, oder sind wir schon gescheitert?

Birgit Stöger

Angela Merkels Politik restlos offener Grenzen, umschallt von ihrem Mantra »Wir schaffen das«, hallt immer noch durch den regierungsnahen Mainstream-Blätterwald. Welche Auswirkungen sind nach bald einem halben Jahr ungebremster, unkontrollierter Immigration in der deutschen Gesellschaft spürbar, welche sichtbar? Die folgenden Beispiele zeigen  mehr …

Werbung

Die heimliche Enteignung durch das Weltfinanzkartell

Ein Kartell aus Banken, Politikern und multinationalen Konzernen, die Bürger systematisch um ihre Ersparnisse bringen

Die Bundeskanzlerin verspricht: Keine Steuererhöhung wegen der Flüchtlinge. Und kaum jemand mag ihr glauben. Die Experten streiten derweil erbittert, welche zusätzlichen Kosten auf uns zukommen und wie sie sich mit den immensen Schulden addieren, die bereits aufgelaufen sind.

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Magnesiumöl – die effektivste Form, Ihrem Körper Magnesium zuzuführen

Den machtvollsten Heiler unter den Mineralstoffen optimal nutzen.

Magnesium gilt zu Recht als einer der wichtigsten Stoffe in unserem Körper. Das Mineral ist an verschiedenen essentiellen Vorgängen in unserem Organismus beteiligt. Stimmt unser Magnesiumspiegel, sind wir in aller Regel gesund, vital und voller Energie. Ist der Spiegel jedoch zu niedrig, öffnet dies Beschwerden und Krankheiten Tür und Tor.

mehr ...

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Der Geschenkgutschein des Kopp Verlags

Geschenkgutschein 20€

Endlich ein Geschenk, das garantiert passt! Sie lesen gerne unsere Bücher? Ab sofort können Sie Lesespaß aus dem Kopp Verlag auch an Freunde und Bekannte verschenken: Mit dem Geschenkgutschein des Kopp Verlags! Sie bestimmen den Gutscheinbetrag – und der oder die Beschenkte kann sich dann aus unserem reichhaltigen Programm die Bücher, CDs und DVDs aussuchen, die ihm oder ihr am besten gefallen. Das macht den Geschenkgutschein des Kopp Verlags zu einem ganz besonderen, persönlichen Präsent.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.