Thursday, 30. June 2016
12.01.2016
 
 

Düstere Warnungen aus dem Bankensektor vor einem »Katastrophenjahr«

Markus Gärtner

US-Blogs und andere englischsprachige Webseiten schlagen Alarm. Großalarm. »Nichts bewegt sich mehr«, schreibt die ETF Daily News mit Blick auf den Welthandel. Als Beleg wird der Baltic Dry Index (BDI) herangezogen, der die Preise für Seetransporte von Rohstoffen abbildet. Der BDI stürzt seit einer Woche im freien Fall auf immer neue Allzeit-Tiefs.

 

Am Dienstag plumpste er allein um weitere 3,3 Prozent auf 415 Zähler in die Tiefe. Das sind 80 Prozent weniger als beim Höchststand Ende 2013 und 43 Prozent Verlust allein in den vergangenen zwölf Monaten.

Die Redakteure von ETF Daily News haben sich auf Infoseiten wie VesselFinder und MarineTraffic schlau gemacht, was mit dem internationalen Frachtverkehr zur See los ist. Resultat: Auf dem Atlantik und Pazifik herrscht Flaute beim Frachtverkehr. Die Weltwirtschaft legt eine Vollbremsung hin.

 

Westliche Massenmedien wischen derartige Nachrichten vom Tisch oder ignorieren sie. Wie schon vor der Finanzkrise 2008. »Weltwirtschaft am Wendepunkt – aber kein Grund zur Panik«, titelt das Manager Magazin online.

 

»Warum ein globales Wirtschafts-Desaster unwahrscheinlich ist«, erklärt die Financial Times ihren Lesern. Doch im Nachrichtenstrom finden sich allein in dieser Woche genügend Hinweise und Belege, die derartige Schlagzeilen als die üblichen Beruhigungspillen entlarven. In Wirklichkeit brennt es an allen Ecken und Enden der Weltwirtschaft.

 

So hat China gerade seine Staatsbanken angewiesen, nur noch äußerst begrenzt Umtauschgeschäfte mit dem Dollar zuzulassen. Das soll die Spekulation gegen den Yuan eindämmen und die Kapitalflucht aus China, die extreme Ausmaße erreicht, reduzieren.

 

Der britische Guardian kommentiert diese Maßnahme schrill, aber zutreffend: China greife bei der Verteidigung des Yuan zu Finanzwaffen »atomaren Kalibers«. Die jüngsten Börsenturbulenzen in Shanghai und Shenzhen machen selbst reiche Chinesen mächtig nervös.

 

Kein Wunder: Bei der Stützung des Yuan und der Konjunktur wurden allein im Dezember 108 Milliarden Dollar aufgewendet. Das ist mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung der Slowakischen Republik.

 

Aber auch die US-Konjunktur bremst schroff ab. Der Güterverkehr auf der Schiene bricht in den USA auf das Niveau früherer Rezessionen ein. Im Dezember schrumpfte die Schienenfracht gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent. Das zurückliegende Jahr verzeichnet den schärfsten Rückgang in sechs Jahren.

 

Der ehemalige Budgetdirektor von Ronald Reagan, David Stockman, hat zudem auf Basis offizieller Zahlen nachgerechnet, dass die USA im Dezember nicht 292 000 neue Arbeitsplätze produziert haben, sondern lediglich 11 000. Den manipulativen Zahlensalat in der Regierungs-Statistik kommentiert Stockman so: »Das ist nicht Wissenschaft, sondern politische Fiktion.«

 

Und in der Euro-Zone? Dort hält die Stagnation an, bei wachsenden Schuldenlasten durch die Abkehr von der Austerität und dem anhaltenden Flüchtlingsstrom. Die OECD sagt der Euro-Zone für 2016 lediglich vorher, dass das »Wachstum« stabil bleiben soll. Und das trotz des Viagra-Dreierpacks von rekordniedrigen Zinsen, eingestürzten Ölpreisen und einem schwachen Euro, der einen erklecklichen Teil der Exporte verbilligt.

 

Jetzt werden selbst große Banken nervös. Die britische Royal Bank of Scotland warnte ihre Kunden in dieser Woche vor einem »katastrophalen Jahr« und sagte vorher, der China-Crash könne eine »weltweite Lawine« auslösen. Die Warnsignale an den Finanzmärkten erinnerten an die turbulenten Monate vor der Finanzkrise 2008.

 

Dass die Weltwirtschaft in schlechterer Verfassung ist, als uns Analysten, Leitmedien und Politiker verraten wollen, sieht man auch an den immer neuen Desaster-Prognosen für den Ölpreis.

 

Die Investmentbank Morgan Stanley sieht jetzt auch ein Absacken des Ölpreises auf bis zu 20 Dollar je Barrel vorher. – Das ist ohne eine weltweite Rezession kaum vorstellbar.

 

 

 

 

 

 

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