Friday, 30. September 2016
23.09.2014
 
 

Gold: Das Bären-Kartell schlägt wieder zu

Markus Gärtner

Krisen und Dümpelwachstum soweit das Auge reicht. In der Ukraine wird weitergekämpft. Der Krieg gegen den »Islamischen Staat« hat begonnen. Aus China kommen bedenkliche Nachrichten über NOCH schwächeres Wachstum. Und die Euro-Zone fährt ohnehin im Zeitlupentempo gegen eine Wand.

Genügend Stoff für einen Höhenflug des Krisenmetalls Gold, sollte man meinen, zumal jetzt, trotz des Höhenflugs der Notierungen im ersten Teil des Jahres, der Absturz schon wieder auf Kurse wie im Dezember 2013 gefallen ist.

 

Das Krisen-Metall Gold schmiert ab und nähert sich gefährlich der Marke von 1.200 Dollar je Feinunze. Weder Terroristen, noch zerknirschte Chinesen, noch die erneut aufflackernde Nervosität um den Euro können daran etwas ändern.

 

Warum? Irgendetwas stimmt hier nicht. Die Wall-Street-Propaganda will uns weißmachen, dass an den Finanzmärkten Zuversicht über die US-Wirtschaft herrscht und deshalb die Aussicht auf steigende Zinsen wächst.

 

Doch das ist Quatsch, wie die stagnierenden Reallöhne und die im August scharf gedrosselten Baugenehmigungen in den USA belegen. Die Zinswende nach oben wurde ja in den USA vorige Woche schon um ein halbes Jahr nach hinten verschoben, auf Ende 2015.

 

Trotzdem behält der Dollar, dessen Tage gezählt sind, noch Auftrieb. Die in Dollar abgerechneten Rohstoffe verbilligen sich dadurch. So jedenfalls die offizielle Version für das aktuelle 14-Monatshoch bei der angeknacksten Weltleitwährung.

 

Doch erstens führt der Dollar an den Devisenmärkten kein völlig autonomes Eigenleben. Er ist – wie alle anderen Währungen auch – zumindest teilweise ein Spiegelbild der jeweils anderen Währung, mit der er in Form von Wechselkursen verglichen wird.

 

Der ungeheuer schwache Yen und der schwer angeschlagene Euro verhelfen daher dem Dollar zumindest teilweise zu scheinbarem Glanz. Und ein höherer Dollar lässt die Goldpreise niedriger aussehen. Das ist aber noch nicht die ganze Geschichte hinter den deprimierend schwachen Gold-Notierungen.

 

Weil die Europäische Zentralbank die Zinsen vor wenigen Tagen erneut gesenkt hat, die chinesische Notenbank zudem Geld in die staatlichen Geschäftsbanken pumpt, und die Bank of Japan Anlauf zur nächsten Kamikaze-Runde in der Geldpolitik nimmt, fühlen sich viele Investoren und Spekulanten in dem massiv gedopten Wall-Street-Biotop wieder wohler und stecken weniger Geld in Krisenvehikel wie Gold.

 

Aber auch das erklärt nur einen Teil der haarsträubenden Talfahrt beim Gold.

 

Der eigentliche Grund, der hinter dem Kursmassaker steckt, ist ein anderer. Mit dem schwachen Yen und dem implodierenden Euro geht die Finanzwelt in eine neue Abwertungsrunde bei den meistbenutzten Währungen. Solange sich die Wechselkurs-Schwindsucht nicht auf den Dollar überträgt, wird die fundamentale Schwäche des Dollars nicht so sichtbar wie bei Euro und Yen, wo die Charts mit dem Wechselkurs in den Boden gerammt werden wie Stahlrohre beim Fracking-Boom.

 

Doch der Dollar kann den künstlichen Höhenflug nicht lange beibehalten. Sobald auch hier die innere Schwäche im Wechselkurs ausgedrückt wird, dürften die Goldnotierungen wieder nach oben rauschen. Der Weg nach unten bei den Gold-Notierungen kann außerdem schon aus physischen Gründen nicht weit sein. Würde der Goldpreis auf 900 fallen, wie manche Analysten vorschlau meinen, würden die Goldproduzenten aus Kostengründen bis zur Hälfte die weltweite Produktion des gelben Edelmetalls einstellen.

 

Die darauffolgende Knappheit würde sofort die Preise wieder nach oben treiben. Auch die Preismanipulation durch die Notenbanken, die einen starken Goldpreis verhindern, um den Dollar nicht so schwach aussehen zu lassen, kann nur begrenzte Zeit anhalten.

 

 

 

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Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel

23.09.2014 | 15:19

George Orwell

Leute BITTE BITTE glaubt nicht alles was ihr seht, es ist richtig das die Industrie an die Leine genommen werden muß und giftige Stoffe nicht mehr so in die Umwelt gelassen werden dürfen. Das hat allerdings NICHTS mit CO2 zu tun, CO2 ist kein Gift und CO2 ist schwerer wie Luft und das WIR zuviele Resoucen verbauchen ist auch kompletter Käse. Wer verbraucht hier. Ein kleiner Teil der immer mehr Geld hat verbraucht immer mehr Resourcen der Welt. Die meisten verbrauchen nicht mehr...

Leute BITTE BITTE glaubt nicht alles was ihr seht, es ist richtig das die Industrie an die Leine genommen werden muß und giftige Stoffe nicht mehr so in die Umwelt gelassen werden dürfen. Das hat allerdings NICHTS mit CO2 zu tun, CO2 ist kein Gift und CO2 ist schwerer wie Luft und das WIR zuviele Resoucen verbauchen ist auch kompletter Käse. Wer verbraucht hier. Ein kleiner Teil der immer mehr Geld hat verbraucht immer mehr Resourcen der Welt. Die meisten verbrauchen nicht mehr wie vor 50 Jahren und kommt mir jetzt nicht mit Plastikbeutel, das könnte schon lange gelöst sein und hat nichts damit zu tun wo man den Menschen haben will!!!! Genauso der plötzin mit der Überbevölkerung, mit ausnahme von Afrika und einigen weiterenkleinen östlichen Staaten wie Indien wächst die Bevölkerung, aber in der Restlichen Wlt schrumpft sie. In den meisten Teilen ist der Faktor auf 1,6 gesunken!!!! Wer sich mit der Materie auskennt weis das den Menschen völliger mist gezeigt wird!!!!! Nicht nur Deutschland wird alt und Menschenleer, wie wird die Differenz ausgeglichen? Was bist du wenn du das fragst? RISCHTISCH! http://www.youtube.com/watch?v=-QJCaNJ0kDQ&list=UU5H_U6z_YhWaEUFG9fqR-qw DAS KAM AUF ARTE!!! Der Mythos Überbevölkerung http://www.youtube.com/watch?v=ZZhgK0nrwo4&list=UU5H_U6z_YhWaEUFG9fqR-qw LEUTE LASST EUCH NICHT DIE MEINUNG VORGEBEN, GERADE JETZT!!!!!!!!


23.09.2014 | 11:42

Paul Emsheimer

Um den Goldpreis zu drücken, wird je nach Bedarf Papiergold auf den Markt gesch(m)issen.
Da kommt also ein Zettel, auf dem steht: "Ich bin eine Milliarde Feinunzen wert" und schon sinkt der Kurs, so einfach.
Das wird wohl noch einige Zeit so gehen. Wenn es dann nicht mehr geht, wird das Gold eben verboten/konfiziert, ebenfalls so einfach.
Alles Binsenweisheiten, ich weiß.

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