Vorsicht: Immobilienfonds als Kapitalfallen
Michael Brückner
Sie galten als sichere und renditestarke Form der Geldanlage: Mit offenen Immobilienfonds konnten Anleger auch mit kleineren Beträgen in »Betongold« investieren. Doch dann platzte die Blase. Derzeit befinden sich milliardenschwere Fonds in der Abwicklung – und die Kunden sorgen sich um ihr Erspartes.

Wohin mit dem Geld? Diese Frage stellten sich viele Anleger nach dem Doppel-Crash an den Börsen zwischen 2001 und 2008. Nach zum Teil schmerzhaften Verlusten, die sie mit Aktien und Aktienfonds eingefahren hatten, suchten sie nach wertbeständigen Alternativen. Banken und Anlageberater wussten scheinbar Rat: Sie empfahlen ihren Kunden offene Immobilienfonds, die im
ersten Moment tatsächlich wie ein ideales Investment anmuteten. Ihre Renditen lagen deutlich über denen für Spareinlagen. Ein Großteil der Erträge blieb steuerfrei. Und die Anleger wähnten sich auf der sicheren Seite. Immerhin hatten sie sich für »Betongold« entschieden und nicht für volatile Aktien. Im Gegensatz zu einer direkten Investition in Immobilien bestand außerdem die Möglichkeit, sich börsentäglich von seinem Engagement wieder zu trennen. Offene Immobilienfonds waren, wie es im Fachjargon heißt, sehr »fungibel«. Salopp ausgedrückt: Der Anleger konnte seine Anteile schnell wieder zu Geld machen. Vor dem Hintergrund dieser Vorteile kann es nicht verwundern, dass private und auch institutionelle Investoren (darunter Sparkassen, Volksbanken und sogar Bistümer) hohe Summen in offene Immobilienfonds einzahlten. Und die Fondsmanager verdienten exzellent.
Jetzt ist auch diese Blase geplatzt. Zuerst mussten Fonds geschlossen werden, weil kein Geld mehr da war, um Kunden, die sich von ihren Anteilen trennen wollten, auszuzahlen. Mittlerweile befinden sich einige Fonds in der Abwicklung. Lesen Sie all das, was Sie jetzt zu Immobilienfonds und ihren derzeitigen wie auch künftigen Risiken wissen müssen.
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- Vorsicht: Immobilienfonds als Kapitalfallen
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