Saturday, 27. August 2016
08.05.2011
 
 

Schuldenkrise – wie geht es weiter?

Michael Grandt

Erst Griechenland, dann Irland und jetzt Portugal. Immer mehr Länder müssen unter den EU-Rettungsschirm. Die anhaltende und sich verschärfende Schuldenkrise in Europa weckt zunehmend Ängste bei den Bürgern. Zurecht fragen sie sich, wie es kurz- bis mittelfristig weitergehen wird …

Aus den mir vorliegenden Informationen, Prognosen, makroökonomischen Daten und verschiedenen anderen Parametern habe ich folgende Szenarien entwickelt. Zunächst für Europa:

  • Weitere Aufstockung der Garantiesummen des Euro-Rettungsschirmes
  • Verschlechterung der Bonität der führenden EU-Mitgliedsstaaten, dadurch sinkende Wettbewerbsfähigkeit
  • Stagnation des Binnenkonsums
  • Höhere Arbeitslosigkeit in der Eurozone
  • Höhere Inflation durch Geldmengenerhöhung der EZB, die es gleichzeitig nicht schafft, das Geld (etwa durch Tender) wieder aus dem Markt zu nehmen, da Banken verzinsliche Termineinlagen von der EZB nicht in dem Maße aufkaufen, wie Geld in das Währungssystem gepumpt wird
  • Weitere De-facto-Staatsbankrotte von Euroländern und deren Rettung durch die Gemeinschaft
  • Einführung von Eurobonds und damit die Vergemeinschaftung aller Staatsschulden in der EU
  • Installation einer Wirtschaftsregierung, die auch Einfluss auf nationale Parlamente nimmt
  • Ganz oder teilweiser Forderungsverzicht (»Haircut«) der Gläubigerländer bei hoch verschuldeten Staaten, die ihre Verbindlichkeiten nicht mehr tilgen können ODER Austritt wirtschaftlich schwacher und hoch verschuldeter EU-Länder aus der Währungsunion und die Abwertung der wieder eingeführten nationalen Währungen zur Minderung der Inlandsschulden. Auslandsschulden bleiben, werden dann aber mit Sicherheit teilweise oder ganz erlassen werden.
  • Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems

Mögliche Szenarien für Deutschland:

  • Immer höhere Verschuldung des Staates durch anhaltend steigende Transferleistungen an die EU, IWF und Weltbank
  • Staatliche Garantien zur Stützung des heimischen Finanzsektors
  • Drastische Steuererhöhungen und Einsparungen bei staatlichen Dienstleistungen
  • Zusammenbruch der Sozialsysteme auf Grundsicherungen
  • Höhere Inflation und steigende Verbraucherpreise
  • Soziale Unruhen
  • Währungsreform zur Entschuldung des Staates: Abwertung der Währung. Das Umstellungsverhältnis zum Bargeld kann bis 10:1 betragen. Schulden können hingegen in einem Verhältnis von 1:1 bleiben. Das bedeutet Reallohn- und Kaufkraftverlust.
  • Staatlicher Zugriff auf das Privatvermögen der Bürger, etwa durch eine Vermögenssonderabgabe, ein »sozialer Lastenausgleich« auf das gesamte Vermögen könnte erhoben werden; staatliche Zwangshypotheken auf der Grundlage eines Lastenausgleichsgesetzes könnten folgen.
  • Die Sicherheit der angesparten Altersvorsorge ist ungewiss; dasselbe gilt für das Vermögen in Versicherungen und Bausparverträgen.
  • Zwangsverstaatlichung der Privaten Altersvorsorge, bzw. Abschöpfung und Umverteilung der privat angesparten Altersvorsorge in das gesetzliche Rentensystem (siehe Irland)
  • Austritt der Bundesrepublik aus der Währungsunion aufgrund eines Bundesverfassungsgerichtsurteils, weil der Maastrichtvertrag fahrlässig gebrochen wurde
  • Wiedereinführung der DM

 

 


 

 

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