
Ohne strategische Metalle funktioniert nichts. Sie sind sozusagen die »Mutter aller Sachwerte«. Ohne sie gäbe es zum Beispiel keine Computer, Handys, Autos, Häuser oder Hosen. Und dennoch werden sie kaum beachtet.
Anders die Chinesen, die sich in vielen Rohstoffförderländern alle verfügbaren Rohstoffe sichern, weil sie heute schon der größte Verbraucher vieler Metalle sind und rund ein Viertel des weltweiten Angebots für sich in Anspruch nehmen. Die Nachfrage an metallischen Rohstoffen ist ungebrochen, was die Preissteigerungen von 50 bis 80 Prozent in den letzten Jahren beweist. Ein weiterer Grund
liegt in der Vergangenheit und ist auf die mangelnde Investitionsbereitschaft zur Erschließung neuer Minen begründet. Neue Vorkommen zu fördern dauert Jahre, deshalb ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass die Minengesellschaften ihr Angebot erhöhen werden.
Die Situation an den Finanzmärkten zeigt, dass physisches Eigentum von Sachwerten, wie z. B. strategische Metalle oder Edelmetalle eine höhere Sicherheit bieten als ein geldwertes Zertifikat irgendeiner Bank. Strategische Metalle decken die wichtigsten Schlüsselindustrien ab und sind für (fast) alle Zukunftstechnologien unverzichtbar.
Indium, Hafnium, Gallium, Wismut, Tantal und Tellur werden in rund 80 Prozent aller Industriezweige weltweit dringend benötigt.
Indium
Indium wurde 1863 von den beiden deutschen Chemikern Ferdinand Reich und Theodor Richter entdeckt und 1867 erstmals auf der Weltausstellung in Paris präsentiert. Aber erst während des Zweiten Weltkrieges begann die kommerzielle Nutzung als Beschichtung von Lagern in Flugzeugmotoren. Heute findet man Indium im iPhone, in allen Displays, im Handy, im Flachbildschirm und am Computer. Weitere Verwendungen: Lager in Triebwerken, Touchscreens, Medizintechnik, Solartechnologie, Leuchtdioden, Apparatebau, Lote und Spezialbeschichtungen.
Die Weltjahresproduktion beträgt nur rund 600 Tonnen, mehr als fünfzig Prozent davon stammen aus China. Bis 2030 soll der Jahresbedarf bei knapp 1600 Tonnen liegen.
Gallium
Der Chemiker Paul Emile Lecoq de Boisbaudran entdeckte Gallium im Jahr 1875, das oft als ungiftiger Quecksilberersatz in Thermometern verwendet wird. Heute ist es in der Halbleitertechnik unabdingbar. In zahlreichen Verbindungen findet man Gallium auch in vielen Leuchtdioden (LEDs). Das Metall ist sehr selten.
Nur rund 100 Tonnen werden weltweit produziert, die Hälfte davon in China, Deutschland und Japan. Edel, gut und wertvoll ist Gallium, das außerdem in elektronischen Hochfrequenzbauteilen, integrierten Schaltkreisen, Laser, Solarzellen zur Stromversorgung von Satelliten, Legierungszusätzen und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten verwendet wird.
Hafnium
Zufällig entdeckten der niederländische Physiker Dirk Coster und der ungarische Chemiker George de Hevesy bei einer Röntenspektroskopie im Jahr 1923 das Hafnium. Es ist sehr schwer zu gewinnen, da man es erst aufwendig vom Zirkonium trennen muss. Hafnium stammt zu großen Teilen aus Südamerika und Australien und kommt in großen Mengen vor. Das Gesamtvolumen wird auf etwa eine Million Tonnen geschätzt. Das Metall ist sehr korrosionsbeständig und hat die einmalige Eigenschaft, Elektronen in die Luft abzugeben. Hafnium wird auch in Kernreaktoren und in Computerchips eingesetzt, das dort allmählich das Silizium ablöst, das es weniger Leckströme verspricht.
Die Weltjahresproduktion beträgt – trotz des reichen Vorkommens – nur 65 Tonnen.
Die Vorteile von strategischen Metallen:
- Umsatzsteuerfrei
- Wertgewinne sind (derzeitig) nach einem Jahr steuerfrei
- Keine Unternehmensbeteiligung (je nach Anbieter)
- Die Metalle lagern physisch in Tresorräumen und sind versichert (je nach Anbieter)
- Positive Renditeaussichten
- Inflationssicher
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