Thursday, 24. May 2012
11.09.2011
 

Strategische Metalle: Kobalt, Molybdän, Germanium

Michael Grandt

Nichts mehr ist sicher. Die Anleger sind verunsichert und flüchten in Gold und Silber. Doch es gibt eine Alternative: strategische Metalle. Aber diese werden kaum beachtet.

Ohne strategische Metalle funktioniert nichts. Sie sind sozusagen die »Mütter aller Sachwerte«. Ohne sie gäbe es zum Beispiel keine Computer, Handys, Autos, Häuser oder Hosen. Und dennoch werden sie kaum beachtet.

Anders bei den Chinesen, die sich in vielen Rohstoffförderländern alle verfügbaren Rohstoffe sichern, weil sie heute schon der größte Verbraucher vieler Metalle sind und rund ein Viertel des

weltweiten Angebots für sich in Anspruch nehmen. Die Nachfrage an metallischen Rohstoffen ist ungebrochen, was die Preissteigerungen von 50 bis 80 Prozent in den letzten Jahren beweisen. Ein weiterer Grund liegt in der Vergangenheit und ist auf die mangelnde Investitionsbereitschaft zur Erschließung neuer Minen zurückzuführen. Neue Vorkommen zu fördern dauert Jahre, deshalb ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass die Minengesellschaften ihr Angebot erhöhen werden

 

Die Situation an den Finanzmärkten zeigt, dass physisches Eigentum an Sachwerten, wie zum Beispiel strategische Metallen oder Edelmetallen, eine höhere Sicherheit bietet als ein geldwertes Zertifikat irgendeiner Bank. Strategische Metalle decken die wichtigsten Schlüsselindustrien ab und sind für (fast) alle Zukunftstechnologien unverzichtbar.

 

Kobalt

Der schwedische Chemiker Georg Brandt entdeckte das seltene Element im Jahr 1735, das überwiegend aus Kupfer- oder Nickelerzen gewonnen wird. Kobaltstahl ist eine der härtesten Legierungen, die es überhaupt gibt, und wird zum Beispiel für Bohraufsätze und Fräsen verwendet. Aber auch im Maschinenbau, in Schiffschrauben oder Flugzeugturbinen, für Katalysatoren, Akkus, als Spurenelement in der Medizin und als hitzefeste Farbe wird es verwendet. Kobalt ist somit ein strategisch äußerst wichtiges Metall.

Die Weltjahresproduktion beträgt 57.500 Tonnen, 25.000 Tonnen kommen alleine aus der Demokratischen Republik Kongo.

 

Molybdän

Auch dieses Metall wurde von einem Schweden entdeckt, und zwar vom Chemiker und Mineralogen Peter Jacob Hjelm im Jahr 1781. Seine Hochzeit erlebte Molybdän während der beiden Weltkriege als Legierung an den Panzerrohren. Auch heute noch gilt Molybdän als Industriemetall mit herausragenden Eigenschaften. Man findet es in Superlegierungen, Ventilen, Turbinenschaufeln der Luft- und Raumfahrt, in der chemischen Industrie, bei Bohrern und Fräsen, in Katalysatoren für Erdöl verarbeitende Betriebe und als Röntgenkontrastmittel.

Die Weltjahresproduktion beträgt ganze 200.000 Tonnen. Globaler Marktführer ist China, das 38 Prozent der Reserven beherbergt. In den USA und Chile sind ebenfalls noch große Vorkommen.

 

Germanium

Der deutsche Chemiker Clemens Winkler entdeckte Germanium im Jahr 1886. Es kommt nur in sehr geringen Konzentrationen vor, meistens als Nebenprodukt bei der Kupfer- und Zinkherstellung. Seine Einsatzmöglichkeiten sind beschränkt, da es vom Silicium verdrängt wurde. Bis dahin wurde es als führendes Material in der Elektronik als Halbleiter eingesetzt. Heute wird es in der Glasfaser- und Infrarotoptik verwendet, ebenso als Wafer für Solarzellen, bei Nachtsichtgeräten, in der Hochfrequenztechnik und als Katalysator zur Herstellung von PET-Flaschen.

Die Weltproduktion beträgt jährlich nur 140 Tonnen, davon kommen alleine 100 Tonnen aus China.

Die Vorteile von strategischen Metallen:

  • Umsatzsteuerfrei
  • Wertgewinne sind (derzeitig) nach einem Jahr steuerfrei
  • Keine Unternehmensbeteiligung (je nach Anbieter)
  • Die Metalle lagern physisch in Tresorräumen und sind versichert (je nach Anbieter)
  • Positive Renditeaussichten
  • Inflationssicher

 

 


 

 

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