Saturday, 25. May 2013
05.05.2011
 

Zwangskredite für sozial Schwache: Staatlich verordnete Finanzkrise

Michael Grandt

Es gibt amerikanische Gesetze, die kennen deutsche Banken nicht. Und so laufen sie in eine Falle, die uns alle – wieder einmal – Milliarden kosten wird. Denn ein in Europa unbekanntes Gesetz zwingt amerikanische Banken dazu, Hypothekendarlehen an sozial schwache Familien zu vergeben. Und zwar auch dann, wenn die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung gering ist. So häuft sich ein neuer Berg fauler Kredite an.

Der amerikanische Begriff des »Redlining« wurde Ende der 1960er-Jahre von Bürgerrechtsaktivisten geprägt. Er bezeichnet die diskriminierende Praxis, Dienstleistungen den Mitgliedern einer ethnischen Minderheit in einem bestimmten Gebiet gar nicht oder nur verteuert anzubieten. Besonders betroffen waren die Wohnviertel von Schwarzen und ethnischen Minderheiten, in denen die Banken nicht investierten und keine Kredite mehr vergaben. Bereits im Jahr 1934 kennzeichnete die amerikanische Regierung im »National Housing Act« Gebiete, für die keine Hypotheken vergeben wurden. Dies änderte sich in den 1970er-Jahren. Banken vergaben US-Hypothekendarlehen an immer mehr Schuldner mit geringer Bonität. Dies war von den Kreditinstituten keinesfalls gewollt, aber der »Community Reinvestment Act« aus dem Jahre 1977 schrieb vor, dass Banken und Sparkassen im regionalen Geschäft mit Immobilienfinanzierungen eine hohe Quote ihrer Darlehen an sozial Schwache ausleihen müssen – ein Zwangsgesetz. Weil europäische Banken noch nie von diesen Gesetzen gehört haben, laufen sie gerade in die nächste Milliardenfalle. Alle Details nur im neuen KOPP Exklusiv.

 

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  • Aufbruch an der Oder: Eine Million Polen wollen nach Deutschland
  • Zwangskredite für sozial Schwache: Staatlich verordnete Finanzkrise
  • Wasserkraft: Tödliche Gefahr alternativer Energie
  • Frankfurter Terroranschlag: Das Märchen vom »einsamen Wolf«

 

 

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