Friday, 29. July 2016
03.12.2013
 
 

15 Anzeichen dafür, dass wir kurz vor dem heftigen Platzen einer wirklich massiven Aktienblase stehen

Michael Snyder

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Bob Shiller, der dieses Jahr zusammen mit Lars Peter Hansen und Eugene Fama mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde, erklärte: »Genau so sehen Blasen aus.« Er sei über den »Aufschwung auf dem amerikanischen Aktienmarkt sehr beunruhigt«. Aber man muss kein Nobelpreisträger sein, um zu erkennen, was dort vor sich geht.

Für jeden, der noch alle seine fünf Sinne beisammen hat, sollte es klar sein. Die Finanzmärkte erleben einen Aufschwung, während die restliche Wirtschaft mindestens stagniert. Die rücksichtslosen Liquiditätsspritzen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) in das Finanzsystem haben die Aktienkurse in absurde Höhen gepeitscht, und die Menschen beginnen

sich Sorgen zu machen. Die Google-Suchanfragen nach dem Begriff »Aktienblase« sind so zahlreich wie seit November 2007 nicht mehr.

 

Trotz der Beteuerungen der Leitmedien und der Fed selbst, dass alles in Ordnung sei, beginnen viele Amerikaner zu erkennen, dass wir schon des Öfteren an einem solchen Punkt standen, und erinnern sich an das, was dann jeweils folgte. So ähnlich sah es aus, bevor die Dotcom-Blase platzte, und wir durchlebten Vergleichbares auch vor der schrecklichen Finanzkrise des Jahres 2008.

 

Wann genau wird nun diese Blase platzen? Den genauen Zeitpunkt kann niemand mit Sicherheit vorhersagen, aber ohne jeden Zweifel wird diese absurde Finanzblase irgendwann platzen.

 

Eine Blase platzt immer dann, wenn sie aufs Äußerste aufgebläht ist. Im Folgenden nun 15 Anzeichen dafür, dass wir kurz vor diesem Moment und damit kurz vor dem Platzen einer gigantischen Aktienblase stehen:

  1. Einer der diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger, Bob Shiller, erklärte: »Genau so sieht eine Blase aus«, und fuhr fort, er sei über den »Aufschwung auf dem amerikanischen Aktienmarkt sehr beunruhigt«.

  2. Die Gesamtsumme kreditfinanzierter Schulden ist seit Januar 2012 um 50 Prozent gestiegen und hat nun einen Allzeithöchststand erreicht. Als dieser Wert die letzten beiden Male derart in die Höhe schoss, platzte 2000 kurz darauf die Dotcom-Blase und 2008 folgte die Finanzkrise auf dem Fuße. Wenn das Kartenhaus diesmal einstürzt, wird es extrem chaotisch werden:

»Zieht man das Tischtuch weg, wenn das Geschirr und alles andere noch auf dem Tisch stehen, wird viel zu Bruch gehen und es wird viele Scherben geben«, sagte Uri Landesman, Präsident des Hedgefonds Platinum Partners. »Es wird zu Nachschussforderungen kommen, und alle werden Deckungszahlungen leisten müssen. Dann wird es zu massiven Wertberichtigungen kommen.«

  1. Seit seinem Tiefststand 2009 hat der Dow Jones um 143 Prozent zugelegt, der S&P 500 stieg um 165 Prozent und der NASDAQ sogar um erstaunliche 213 Prozent. Aber diese Höhenflüge spiegeln in keiner Weise die reale wirtschaftliche Lage wider.

  2. Das Marktforschungsunternehmen Trim Tabs bemerkte, der S&P 500 sei »deutlich zu hoch bewertet«.

  3. Marc Faber erklärte neulich auf CNBC: »Wir befinden uns inmitten einer gigantischen spekulativen Blase.«

  4. In den USA ist die Zahl der Google-Suchanfragen nach dem Begriff »Aktienblase« so stark wie noch nie seit September 2007 gestiegen.

  5. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist derzeit allgemein sehr hoch:

»Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beim Dow lag in den vergangenen vier Quartalen bei den 30 Unternehmen, aus denen er sich zusammensetzt, bei 17,8 gegenüber einem Vorjahreswert von 13,7, berichtete das Wall Street Journal (WSJ) am Freitag. Bei S&P betrug das KGV 18,7 und beim NASDAQ 21,5. Diese Verhältnisse signalisieren mindestens, dass die Aktienkurse üppig sind.«

  1. Laut CNBC wird das soziale Netzwerk Pinterest, das es dem Nutzer ermöglicht, seine Bilder an virtuellen Pinnwänden zu befestigen, derzeit mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet, obwohl es noch nie einen Gewinn erzielt hat.

  2. Twitter hat in den sieben Jahren seiner Existenz als Unternehmen noch nie Gewinne erwirtschaftet. Im vergangenen Vierteljahr machte es sogar 64,6 Mio. Dollar Verlust. Aber auf den Finanzmärkten ist es derzeit an die 22 Mrd. Dollar wert.

  3. Facebook besitzt derzeit einen Aktienwert von etwa 115 Mrd. Dollar, das entspricht der Summe, die das Unternehmen in 100 Jahren als Gewinn erzielen würde.

  4. Howard Marks von Oaktree Capital erklärte vor Kurzem, seiner Ansicht nach bergen die Märkte heute »größere Risiken als jemals seit dem Tiefpunkt der Krise 2008/09«.

  5. Und Graham Summers stellte kürzlich fest, Privatanleger würden gegenwärtig Aktien in einem Ausmaß kaufen, wie es seit dem Höhepunkt der Dotcom-Blase nicht mehr der Fall gewesen sei.

  6. David Stockman, unter Präsident Reagan Chef der Aufsichtsbehörde Office of Management and Budget (OMB) geht davon aus, dass diese Finanzblase mit katastrophalen Folgen platzen wird:

»Wir erleben überall – von Japan über China und Europa bis hin nach England – die Entstehung massiver Blasen. Als Folge davon sind meiner Ansicht nach die Finanzmärkte extrem gefährlich und instabil. In Zukunft ist dort mit ernsten Schwierigkeiten und Turbulenzen zu rechnen.«

  1. Bob Janjuah von Nomura Securities hält »25- bis 50-prozentige Kurseinbrüche auf allen Aktienmärkten« in den kommenden Jahren für möglich.

  2. Laut Tyler Durden von Zero Hedge wiederholt sich auf den amerikanischen Aktienmärkten ein Muster, das bereits schon des Öfteren aufgetreten sei. Aus seiner Sicht haben wir es gegenwärtig mit einem »genau festgelegten Syndrom ›überbewerteter, überkaufter, überoptimistischer [und] von steigenden Renditen geprägter Rahmenbedingungen‹ zu tun, die bisher ausschließlich auf dem Höhepunkt spekulativer Märkte auftauchten – dies schließt (erschöpfend) die Jahre 1929, 1972, 1987, 2000, 2007 und 2011 ein (bevor dann Verluste auf den Märkten von fast 20 Prozent eintraten, die durch das Vertrauen der Investoren zum Halten gebracht wurden, die fest von einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik ausgingen, sowie drei Zeitpunkte im Verlauf dieses Jahres – Februar, Mai und gegenwärtig«.

Wie ich bereits am Anfang des Artikels bemerkte, wurde diese Aktienblase durch die »quantitative Lockerung« der Geldpolitik hervorgerufen. Dieses billige Geld der Fed ließ die Aktienkurse künstlich in die Höhe schnellen, was allerdings nur einem sehr kleinen Teil der amerikanischen Bevölkerung zugute kam. Tatsächlich besitzen die reichsten fünf Prozent aller Amerikaner 82 Prozent aller von Personen gehaltenen Aktien.

 

Wenn diese Aktienblase einmal platzt, werden diese reichen Amerikaner Federn lassen. Aber einige behaupten, es gebe überhaupt keine Aktienblase. Zu diesen Leuten gehört auch die designierte Fed-Chefin Janet Yellen, die vor Kurzem erklärte, es gebe keinerlei Anlass zur Sorge:

»Die Aktienpreise sind ziemlich stabil gestiegen«, sagte sie, »aber wenn man traditionelle Bewertungsmaßstäbe ansetzt, befinden sich keine Aktienpreise in Regionen, die nahelegen, dass es sich um blasenähnliche Zustände handelt«.

 

Die Zukunft wird zeigen, wer Recht hat und wer sich irrt. Wir sollten aber diese Aussagen im Gedächtnis behalten und in einigen Jahren auf sie zurückkommen. Aber in welche Richtung werden sich die Aktienkurse in der nächsten Zeit bewegen? Wenn Sie die richtige Antwort wissen, können Sie sich wahrscheinlich eine goldene Nase verdienen.

 

Es stimmt, die gegenwärtige Aktienblase kann jeden Moment platzen, oder die Kurse könnten auch noch eine Weile weiter steigen. Immerhin ist der S&P 500 in vier von fünf Dezembern der vergangenen 30 Jahre gestiegen. Vielleicht ist das auch in diesem Dezember der Fall.

 

Vielleicht aber auch nicht. Sind Sie glücklich?

 

 

 

 


 

 

 

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