Friday, 27. May 2016
14.06.2014
 
 

Der US-Wirtschaft geht es gut? 19 Gründe, warum das ein Witz ist

Michael Snyder

Die amerikanische Wirtschaft erholt sich prächtig. Ach, den Witz kannten Sie schon? Jeden Tag schreibt das Medien-Establishment, dass weltweit die Aktienmärkte von Rekord zu Rekord eilen. Für sie ist das Beweis dafür, dass es der Wirtschaft besser geht.

 

Aber nur weil ein Haufen reicher Leute auf dem Papier gerade mal noch etwas reicher geworden ist, heißt das nicht, dass es der echten Wirtschaft gut geht. Ganz im Gegenteil – wie ich Ihnen zeigen werde, wird es für die Armen und die Mittelschicht immer trüber.

 

Im Einzelhandel schließen Geschäfte in einem Tempo, wie man es seit dem Untergang von Lehman Brothers nicht gesehen hat. Es gibt so wenige Hausbesitzer wie seit 19 Jahren nicht mehr, in jeder fünften Familie sind sämtliche Mitglieder arbeitslos und jedes fünfte Kind wächst in Armut auf.

 

Wir arbeiten mehr, verdienen weniger und rutschen immer tiefer in die Schulden ab. Tag für Tag wird die Mittelschicht ein klein wenig kleiner und die Zahl der Armen ein klein wenig größer. Aber hey, wenigstens geht es der Börse gut.

 

Wenn es der US-Wirtschaft tatsächlich gut ginge, würde die Abhängigkeit von staatlicher Hilfe nicht epidemische Ausmaße erreichen.

 

Wenn es der US-Wirtschaft tatsächlich gut ginge, würden nicht über eine Million Schulkinder obdachlos sein.

 

Wenn es der US-Wirtschaft tatsächlich gut ginge, würde der Anteil der Amerikaner, die in Lohn und Brot sind, nicht niedriger sein als damals, als die vorige Rezession angeblich »endete«.

 

Wer sich die Zahlen ehrlich und offen ansieht, kann doch nicht guten Gewissens behaupten, dass die US-Konjunktur wieder anzieht. Nachfolgend führe ich 19 Gründe dafür an, warum es nur ein Witz sein kann, wenn jemand von Aufschwung spricht.

 

#1 RadioShack hat gerade angekündigt, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Schließungen weitere 200 Geschäfte dicht zu machen.

 

#2 Im ersten Quartal des Jahres verfehlten die großen amerikanischen Einzelhändler ihre Gewinnprognosen so deutlich wie seit 13 Jahren nicht mehr.

 

#3 In Kalifornien benötigt jeder dritte Beschäftigte im Lebensmittelhandel in irgendeiner Form staatliche Unterstützung.

 

#4 »Ist aktuell ein guter Zeitpunkt, eine Immobilie zu kaufen?« Diese Frage beantworten derzeit so wenige Amerikaner mit Ja wie seit vier Jahren nicht mehr.

 

#5 Laut einer aktuellen Umfrage können sich 52 Prozent der Amerikaner das Haus, in dem sie jetzt leben, eigentlich nicht leisten.

 

#6 Leider besitzen nur 36 Prozent der unter 35-jährigen Amerikaner ein Eigenheim. Das ist der tiefste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.

 

#7 Eine neue Studie zeigt, dass zwei Jahre nach Studienabschluss noch die Hälfte aller Absolventen finanziell von ihren Eltern abhängig sind.

 

#8 Die Zahl der Stellenstreichungen, die US-Firmen vornehmen wollen, nimmt wieder zu

Der Wegfall an Arbeitsplätzen ist auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Im Mai kündigten Arbeitgeber in den USA an, 52 961 Stellen zu streichen, wie ein Bericht von Challenger, Gray & Christmas zeigt.

#9 Aktuell hat jeder sechste Mann im besten Erwerbsalter (25 bis 54 Jahre) keine Arbeit.

 

#10 Der Prozentsatz an Amerikanern, die nicht erwerbstätig sind, ist weiterhin auf dem höchsten Stand seit 36 Jahren.

 

#11 53 Prozent aller Lohnempfänger in den USA verdienen weniger als 30 000 Dollar im Jahr.

 

#12 Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf Amerikas Straßen beträgt 11,4 Jahre, so viel wie noch nie. Bauen wir inzwischen bessere Fahrzeuge oder können es sich die Leute schlichtweg nicht mehr erlauben, sich einen neuen Wagen zuzulegen?

 

#13 Der Pulitzerpreis-Gewinner David Cay Johnston schreibt, die wirtschaftliche Erholung nach der Weltwirtschaftskrise war deutlich besser als das, was wir heute erleben

Wie schlecht es der großen Bevölkerungsmehrheit heute geht, wird einem drastisch deutlich, wenn man die Phasen nach der Großen Rezession und der Weltwirtschaftskrise vergleicht.

Bei 90 Prozent der Bevölkerung, der absoluten Mehrheit, war 2012 das Einkommen geringer als 2009, also dem Jahr, in dem die Große Rezession offiziell endete. Das durchschnittliche Jahreseinkommen war inflationsbereinigt um 556 Dollar auf 30 997 Dollar gesunken, ein Minus von nahezu zwei Prozent.

1936 dagegen, drei Jahre nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise, lag das Einkommen der absoluten Mehrheit 31 Prozent höher als 1933. Der durchschnittliche Anstieg betrug in heutigen Dollar 2146 Dollar pro Haushalt.

#14 Die US-Konjunktur legte im ersten Quartal 2014 nicht zu. Vielmehr schrumpfte sie.

 

#15 Erstmals seit rund zwei Jahren sind die Ausgaben für Möbel rückläufig.

 

#16 Mehr als 20 Prozent aller Kinder in den USA wachsen in Armut auf, 49 Millionen Amerikaner haben es mit Ernährungsunsicherheit zu tun.

 

#17 Wie ich bereits erwähnt habe, sind in schätzungsweise 20 Prozent aller amerikanischen Familien aktuell sämtliche Familienmitglieder ohne Arbeit.

 

#18 Nach einer aktuellen Meinungsumfrage von Gallup sind »Arbeitslosigkeit/der Arbeitsmarkt« die größte Sorge der amerikanischen Wähler.

 

#19 Inflationsbereinigt liegt das mittlere Haushaltseinkommen in den USA heute sieben Prozent niedriger als im Jahr 2000.

 

 

 


 

 


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