Saturday, 30. July 2016
27.04.2014
 
 

Genau wie vor sieben Jahren? 2014 weist unheimliche Ähnlichkeiten zu 2007 auf

Michael Snyder

Die Ähnlichkeiten zwischen 2007 und 2014 nehmen immer weiter zu. Wie Sie sehen werden, brach der Absatz auf dem amerikanischen Hausmarkt 2007 dramatisch ein, auch wenn uns Mainstreammedien, Politiker und Notenbankchef Ben Bernanke versprachen, alles werde gut und von einer Rezession werde nichts zu spüren sein.

Wir alle wissen wohl noch sehr gut, was dann folgte – die schwerste Wirtschaftskrise seit der Weltwirtschaftskrise. Und Sie wissen auch, was man sagt: Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist

dazu verdammt, sie zu wiederholen.

 

Genauso wie vor sieben Jahren eilen die Aktienkurse von Rekordhoch zu Rekordhoch. Genauso wie vor sieben Jahren heißt es von offizieller Seite, es gebe keinen Anlass zur Besorgnis.

 

Aber leider implodiert genauso wie vor sieben Jahren eine Immobilienblase, und eine weitere große Wirtschaftskrise naht mit großen Schritten.

 

Nachfolgend eine Grafik, die zeigt, wie sich in den USA im Jahr 2007 bestehende Häuser verkauften. Wie Sie sehen, gab der Absatz bestehender Häuser im Verlauf des Jahres dramatisch nach…

 

 

Und nun eine Grafik, die zeigt, wie sich der Verkauf bestehender Häuser in den USA in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Vergleicht man die beiden Grafiken, tun sich erschreckende Übereinstimmungen auf.

 

 

Der Markt für Neubauten folgt einem ähnlichen Muster. Gerade wurde bekannt, dass der Markt auf dem tiefsten Stand seit acht Monaten angelangt ist.

Der Absatz von neuen Einfamilienhäusern ist im vergangenen Monat stark zurückgegangen. Der harte Winter und die höheren Hypothekenzinsen bremsen weiterhin die Erholung des Immobilienmarkts aus.

Die Zahl der verkauften neuen Eigenheime fiel um 14,5 Prozent auf einen saisonal bereinigten Jahreswert von 385 000, meldete das Census Bureau. Im Februar war die Rede noch von 449 000 Häusern gewesen.

Das ähnelt wieder so sehr den Ereignissen von 2007. Nachfolgend eine Grafik, die zeigt, wie dramatisch sich der Absatz neuer Eigenheime im Laufe des Jahres 2007 entwickelte.

 

 

Und diese Grafik zeigt, wohin in den vergangenen Monaten der Markt für neue Eigenheime tendierte. Leider sind wir nie auch nur ansatzweise zurück in die Nähe der Zahlen gekommen, die wir 2007 gesehen haben. Aber selbst die bescheidene »Erholung« zerfällt nun rasch zu Staub…

 

 

Wenn sich Geschichte wiederholt, erleben wir gerade eine Entwicklung, die für die kommenden Monate sehr Beunruhigendes verheißt. Wie man dieser Grafik entnehmen kann, fällt normalerweise der Absatz neuer Eigenheime vor Beginn einer Rezession.

Und gehen Sie bloß nicht davon aus, dass sich der Markt in naher Zukunft erholt. Die Nachfrage nach Hypotheken ist katastrophal. Nehmen Sie nur den folgenden Ausschnitt aus einem Artikel von Michael Lombardi...

»Zu den wichtigsten Indikatoren für den Zustand des Immobilienmarkts zählt für mich die Neuvergabe von Hypothekenkrediten. Damit verschaffe ich mir eine Ahnung von der Nachfrage nach Häusern, denn ein steigender Bedarf an Hypotheken bedeutet, dass mehr Menschen Häuser kaufen. Und wenn die Nachfrage steigt, sollten auch die Preise anziehen.

Das Gegenteil ist der Fall…

Im ersten Quartal 2014 ging die Hypothekenkreditvergabe bei der Citigroup Inc. (NYSE/C) um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Die Bank gab im ersten Quartal 2014 Hypothekenkredite im Wert von 5,2 Mrd. Dollar aus, im Vorquartal waren es 8,3 Mrd. Dollar gewesen und im ersten Quartal 2013 waren es 18 Mrd. Dollar. (Quelle: Citigroup Inc. Webseite, Zugriff am 14. April 2014.)

Die Hypothekenkreditvergabe bei JPMorgan Chase & Co. (NYSE/JPM) ging im ersten Quartal 2014 um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. JPMorgan vergab im ersten Quartal 2014 Hypothekenkredite im Gesamtwert von 17 Mrd. Dollar, nachdem es ein Jahr zuvor im selben Zeitraum 52,7 Mrd. Dollar gewesen waren. (Quelle: JPMorgan Chase & Co. Webseite, Zugriff am 14. April 2014.)«

Man kommt sich vor wie bei einer Wiederholung von 2007, aber dennoch spricht niemand darüber. Alle wollen glauben, dass es dieses Mal anders werden wird. Schon erstaunlich, wie gut die Menschen darin sind, sich selbst zu belügen.

 

Es gibt zahlreiche weitere Übereinstimmungen zwischen 2007 und heute


Erst kürzlich fiel mir auf, dass Einzelhandelsgeschäfte in den USA so schnell schließen, wie wir es seit dem Untergang von Lehman Brothers nicht mehr gesehen haben.

2007 stieg die Zahl der Aktienkäufe auf Kredit an der Wall Street dramatisch an und trug zu einem erstaunlichen Run des Aktienmarkts bei. Sehen Sie sich bloß die Grafik in diesem Artikel an. Gleichzeitig führte die Zunahme der kreditfinanzierten Aktienkäufe dazu, dass der Zusammenbruch des Aktienmarkts deutlich schlimmer wurde, als er hätte sein müssen.

 

Und genau wie 2007 geht es bei den Verbraucherkrediten drunter und drüber. Wie ich kürzlich in einem Artikel schrieb, stieg im vierten Quartal 2013 die Verschuldung der amerikanischen Verbraucher so stark an wie seit 2007 nicht mehr. Die Verbraucherkredite in den USA haben in den vergangenen drei Jahren 22 Prozent zugelegt, derzeit weisen 56 Prozent aller Amerikaner eine schlechte Bonität auf.

 

Erkennen Sie das Muster? Es ist gerade einmal sieben Jahre her, aber die Dinge, die vor der letzten großen Finanzkrise auftraten, geschehen schon wieder. Mit einem Unterschied: Dieses Mal sind wir viel schlechter für eine wirtschaftliche Kernschmelze gewappnet. Nachfolgend ein kurzer Abschnitt aus meinem aktuellen Artikel »We Are In FAR Worse Shape Than We Were Just Prior To The Last Great Financial Crisis«...

»Nicht eines der Probleme, die zur vorigen Finanzkrise geführt haben, wurde aus der Welt geschafft. Nicht nur das, sie sind alle noch schlimmer geworden. Die Verschuldung der Welt ist seit 2007 um über 40 Prozent gewachsen, die ›Too big to fail‹-Banken sind um 37 Prozent gewachsen und die kolossale Derivateblase ist so sehr außer Kontrolle geraten, dass nur noch eines zu tun bleibt – bei der spektakulären Bruchlandung zuzusehen, die unvermeidbar ist.«

Den Rest des Artikels können Sie hier lesen. Ich war sehr lange überzeugt davon, dass dieser Zeitraum von zwei Jahren für Amerika ein großer »Wendepunkt« sein wird. Bislang entwickelt sich 2014 mit unheimlicher Ähnlichkeit zu 2007.

 

Wird 2015 eine Wiederholung von 2008?

 

 

 


 

 

 

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