Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde der fünf Professoren Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Dieter Spethmann und Joachim Starbatty gegen die Finanzhilfe der Bundesrepublik Deutschland für die Republik Griechenland zu Entscheidung angenommen.
Nun ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass dem Bundespräsidenten und der Bundesregierung per einstweiliger Anordnung untersagt werden kann, das Währungsunions-Finanzstabilisierungsgesetz vom 7. Mai 2010 – vulgo: Bailout aller PIGS-Länder – auszuführen.
Der Eilantrag hierzu wurde vom Karlsruher Gericht allerdings abgelehnt. Es musste abwägen, wessen Schaden unwiederbringlich größer sein könnte, wenn dem Eilantrag entsprochen werden würde, und das war nach Ansicht des Gerichtes in diesem Fall nicht weniger als ein Bankrott Griechenlands und dadurch ein Schaden für Deutschland, Griechenland und Europa überhaupt.
Das heißt letztendlich, daß das Bundesverfassungsgericht hier Krisenpolitik betrieben hat und nicht streng juristisch vorgegangen ist.
Nun bleibt also das Mittel der Verfassungsbeschwerde. Eine andere Möglichkeit hat der Bürger nicht. Da die Materie sehr schwierig ist, wird das Gericht sich einige Zeit damit beschäftigen müssen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Gutachter beider Seiten vehement widersprechen werden. Natürlich wird die Politik diese Zeit nutzen, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Bis das Gerichtsurteil endlich da ist, werden womöglich auch schon die ruinösen Folgen eingetreten sein. Und dann ist es (wieder einmal) zu spät.
Das Verfassungsgericht in Karlsruhe ist der einzige Ritter mit scharfem Schwert, der dem weitgehend entmündigten Bürger noch unbestechlich zur Seite stehen kann und muss. Die Politik kann sich nicht erlauben, die Urteile dieses Gerichtes offen zu ignorieren. Auf die Richter in der roten Robe sind nun viele Augen gerichtet. Werden wir erleben, dass Recht und Gesetz im Namen des Volkes doch Gewicht haben, oder werden wir Bürger ohnmächtig mit ansehen müssen, dass auch die höchsten Richter sich dem Druck einer panischen Krisenpolitik unterwerfen und den Souverän, das Volk, im Stich lassen?
Angesichts dessen, was an immensem Schaden für das deutsche Volk, das griechische Volk, aber letztendlich auch für die anderen Völker Europas angerichtet werden könnte, kann es wenig befriedigend für die couragierten Professoren sein, am Ende Recht gehabt zu haben, aber zu spät.
Nachfolgend ein Auszug aus der Stellungnahme von Prof. Dr. Schachtschneider. (Die ausführliche Version sehen Sie auf der nächsten DVD Unzensiert.)
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