Montag, 5. Dezember 2016
03.05.2015
 
 

»Eine Welle kreativer Zerstörung«

Redaktion

Gespräch mit dem legendären Finanzanalysten Martin Armstrong über seine Vergangenheit und seine erschütternden aktuellen Prognosen. Nachfolgend lesen Sie Auszüge des Interviews, welches das Anlegermagazin Smart Investor im Vorfeld des Filmstarts von The Forecaster geführt hat, der sich mit dem Leben des Amerikaners befasst und am 7. Mai 2015 in den deutschen Kinos anläuft.

 

Smart Investor: Herr Armstrong, der neue Dokumentarfilm The Forecaster startet mit einem Wahrsager, der ausgerechnet Ihnen die Zukunft liest. War das nur ein Scherz, oder was war die Idee dahinter?

Armstrong: Für mich war es auch eine Überraschung. Der Typ war echt und ist in Asien ziemlich bekannt. Es war eine interessante Erfahrung.

Smart Investor: In Ihrem Blog www.armstrongeconomics.com beschreiben Sie, dass der Film, der in den USA bereits angelaufen ist, überwiegend sehr positive, aus New York aber ungewöhnlich schlechte Bewertungen erhalten hat. Haben die New Yorker Finanzkreise immer noch Probleme mit Ihnen?

 

Armstrong: Das sind im Wesentlichen die Money Center Banks. Es war immer ein Kampf zwischen denen und mir. Ich bin lange genug im Geschäft, um Ihnen zu sagen, wie alles begonnen hatte: … Irgendwann erkannte Goldman Sachs, dass eine Art umgekehrte Übernahme der Regierung für sie der richtige Weg ist. In der Folge wurden Typen wie Robert Rubin und Hank Paulson, frühere Goldman-Sachs-Leute, als US-Finanzminister zuständig für US-Staatsanleihen. Auch Ihr EZB-Chef stammt ja von Goldman Sachs. Wenn Sie sich all die Regierungsstellen ansehen, wo die ihre Leute untergebracht haben, ist das wirklich erstaunlich. Sie sind gewissermaßen über dem Gesetz.

 

Smart Investor: Ist das ausschließlich ein Goldman-Sachs-Thema?

Armstrong: Goldman Sachs ist wahrscheinlich der Rädelsführer. … Dieselbe »Kultur« hat nun auch europäische Banken befallen. Aber New York ist New York. Hier kontrolliert »der Club« die Gerichte und die Regierung. Die denken gar nicht daran, diese Position aufzugeben.

 

Smart Investor: Sie wurden für sieben (!) Jahre wegen »Missachtung des Gerichts« in Beugehaft genommen. Eine unglaublich lange Zeit. Warum waren »die« so sauer auf Sie?

Armstrong: Im Wesentlichen war es – wie wir das nennen – ein »Mexican Stand-off«, also eine ziemlich explosive Pattsituation. Letztendlich mussten sie mich aber freilassen, weil ich mich an den Obersten Gerichtshof wandte. … Das Gesetz beschränkt die Beugehaft auf 18 Monate. Punkt. Man kann Leute auf dieser Basis nicht einsperren, bis sie sterben. Es war ein richtiger Affenzirkus. … Die ganze Anschuldigung war nur eine unglaubwürdige Lüge.

 

Leider wird aber auch die Presse in New York überwiegend von den Banken kontrolliert. Die Banken haben eine Menge Macht, weil die Regierung eine Menge Schulden hat. Sie sind die Mittelsmänner für den Staatsanleihenhandel: »Wenn ihr uns nicht rettet, seid ihr pleite.« Das ist die Logik. Sie bekommen die Riesenrettungen, niemand geht ins Gefängnis. Sie können die ganze Welt anschmieren und kommen damit durch.


Smart Investor: Wie hat Sie die Zeit im Gefängnis verändert?

Armstrong: Nun, mir war nicht bewusst, wie schlimm es um das US-Rechtssystem steht. Mein Vater war Rechtsanwalt und Richter. Ich vertraute darauf, dass sich die Anschuldigungen gegen mich als haltlos herausstellen würden. …

 

Smart Investor: In dem Film werden die Ereignisse rund um Russland beleuchtet, die in engem zeitlichen Zusammenhang mit Ihrer Inhaftierung standen. Gab es auch eine sachliche Verbindung?

Armstrong: Ich denke, es gibt da Verbindungen, weil die Beugehaft erst begann, nachdem der Chef der Republic National Bank, Edmond Safra, am 3. Dezember 1999 ermordet wurde. Eine Woche später wurden »sie« gegen mich aktiv. Sie erkannten wohl, dass sie keinen regulären Prozess gegen mich riskieren konnten. Ich wusste, was gespielt wurde, und sie hatten Angst, dass es herauskommen würde.

 

Smart Investor: Gehen wir in Ihrer Geschichte weiter zurück, zur Basis Ihres Prognosemodells. Münzen spielten in Ihrer Jugend eine große Rolle, aber nicht alle Münzsammler schreiben solche Prognoseprogramme. Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Armstrong: Hauptsächlich interessierte ich mich für das Trading und ich wollte dann ein Modell dafür entwickeln. Die Münzen, die ich leidenschaftlich sammelte, waren sehr alt. Ich wusste, dass ich daraus eine Datenbank machen konnte. So fragte ich mich, wie Rom wirklich fiel. … Als ich das Puzzle zusammengesetzt hatte, war ich sehr überrascht. Der eigentliche Fall Roms dauerte ganze 8,6 Jahre. Es geschah also extrem schnell. ...

 

Smart Investor: Ihre Prognosen gelten als erstaunlich präzise. Wie erklären Sie sich das?

Armstrong: Wenn man die von mir untersuchten 224 Jahre durch die Anzahl der 26 internationalen Paniken teilte, ergibt das wieder 8,6 Jahre. Zuerst dachte ich, das sei nur ein Durchschnitt. Tatsächlich aber stimmte es auf den Tag genau. Das war äußerst überraschend. … Es stellte sich heraus, dass es die Zahl Pi ist. … Ich weiß nicht, was es ist. Jeder versteht, dass es Konjunkturzyklen gibt. Der Ökonom Joseph Schumpeter nannte sie die »Wellen kreativer Zerstörung«. Alles ist von den Zyklen betroffen. Ich glaube, das ist das wahre Wesen des Universums. ... Im Oktober 2015 startet nach meinen Berechnungen die nächste Zerstörungswelle.

 

Smart Investor: Auch beim Euro sahen Sie voraus, dass er nicht funktionieren würde. Gab es neben der »magischen Zahl« Pi weitere Überlegungen?

Armstrong: Ich warnte von Anfang an vor dem Euro. Bereits 1997 sagte ich auf einer Konferenz in London, dass der Euro scheitern werde: »Ihr versteht nicht, was ihr tut!« Nehmen wir beispielsweise Griechenland. Eigentlich hätte es erst die Schulden in den Griff bekommen müssen, dafür aber fehlte die politische Unterstützung. Also schlüpfte es erst unter den Euro, um die Schulden danach zu bereinigen. … Das Problem ist, dass wir überwiegend Anwälte als Politiker haben. Ihnen fehlt einfach die Erfahrung im Finanzbereich. … Und wir haben Notenbanken, die jene bestrafen, die »zu viel« haben. Das ist doch vollkommen verrückt. Man sollte die Leute ermutigen und den Rahmen bieten, selbst etwas zu schaffen. Dann werden auch die Verhältnisse besser. Wir aber bestrafen sie. Die Regierungen verstehen nur den einen Weg: Besteuern und bestrafen. …

 

Smart Investor: Kommen wir noch einmal zu den Zyklen. Haben Sie neben Pi noch andere Zyklen identifiziert?

Armstrong: Ja, ich denke jeder Markt hat seinen eigenen Zyklus. Die Dinge sind immer ein bisschen anders. Mein Economic Confidence Model (ECM) befasst sich mit den großen Konjunkturzyklen. Es ist die Kombination aus allem – mehr oder weniger. Aber wenn Sie zu den Wendepunkten kommen, passiert es oft, dass ein Markt einen Gipfel erreicht, während ein anderer gleichzeitig seinen Boden findet.

 

Smart Investor: Sind sich selbst erfüllende Prophezeiungen bei einem bekannten Marktorakel wie Ihnen nicht ein Problem?

Armstrong: Wenn ein Trend an einen Wendepunkt gelangt, wird er seine Richtung ganz unabhängig davon ändern, wer was gesagt hat. …

 

Smart Investor: Das nächste Ereignis im 8,6-Jahres-Zyklus haben Sie für den Oktober 2015 errechnet. Wie wird dieser »Schumpeter-Moment der kreativen Zerstörung« aussehen?

Armstrong: Die Zinsen wurden ja regelrecht nach unten, ja unter null gezogen. Diese Leute verstehen nicht, was sie damit anrichten. Theoretisch sollte das die Wirtschaft stimulieren. Tatsächlich aber gibt es sehr negative Auswirkungen auf die Ersparnisse für den Ruhestand. Die Pensionsfonds haben erhebliche Verluste. Sie schauen einfach nie auf beide Seiten der Münze. Wir befinden uns am Gipfel einer Blase bei den Anleihen – also einem Zinstief. Das wird sich langsam umdrehen.

 

Smart Investor: Und der Fed gehen ohne eine Zinserhöhung die Optionen aus?

Armstrong: Das ist genau das, worum es an dem Wendepunkt geht. Wir haben gleichzeitig einen Gipfel in der Ausdehnung des Staatsapparats – einen Gipfelpunkt des Sozialismus. Das ist das Gleiche wie beim Gipfelpunkt des Immobilienmarkts, nur ist es diesmal die Regierung, die ihren Höhepunkt erreicht hat. Die politische Szene ist durch und durch korrupt. Hillary Clinton zerstörte ihre E-Mails. Das ist ein Verbrechen wie bei Richard Nixon. Sie gehört wegen Behinderung der Justiz ins Gefängnis. Es ist eine Schande, dass sie nicht angeklagt wird und damit auch noch durchkommt.

 

Smart Investor: Neben den Zyklen betonen Sie, dass alles mit allem zusammenhängt. Ein großer Gold-Fan sind Sie aber trotz des von Ihnen erwarteten Anleihedesasters nicht. Ist Gold kein »sicherer Hafen«?

Armstrong: Ich bin kein Fan von Gold an sich. Selbst in der deutschen Hyperinflation wurde die Währung durch eine neue Währung ersetzt. Diese war durch Grundschulden gestützt. Es ist nicht so, dass Gold das Einzige ist, das es gibt. Alle Sachanlagen werden steigen – Immobilien, Kunst, all solche Dinge. Gold ist fein und ich denke, Sie sollten einen Anteil Gold haben. Unglücklicherweise sind aber alle Regierungen in dieser Phase auf einer ungezügelten Jagd nach mehr Steuereinnahmen. Oft ist es gar nicht mehr möglich, einfach Gold zu haben. In den USA gilt es schon als »Geldwäsche«, wenn man Bargeld in ein Schließfach legt.

 

Smart Investor: Wie sähe denn eine tragfähige Lösung für die Zukunft aus?

Armstrong: Ich denke, dass der Tausch von Schulden gegen Eigenkapital der einzige Weg ohne Bürgerkrieg und totales Chaos ist. Vor allem muss die Regierung endlich mit der Schuldenmacherei aufhören – jetzt und auch in Zukunft. Das ist absolut notwendig. … Es ist einfach kein Zustand, dass sich die Regierungen weiter beständig Geld leihen, ohne die geringste Absicht, es je zurückzuzahlen.

 

Smart Investor: Abschließend eine philosophische Frage: Gesetzt, Sie könnten die Politiker überzeugen, wird der Zyklus sich nicht dennoch immer durchsetzen?

Armstrong: Ich glaube, es war John Quincy Adams, jr., der einen sehr klugen Kommentar abgab, als er die Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg geschlagen hatte: »Wir haben den Feind bezwungen. Wir haben den Hügel eingenommen. Wir sind der Feind geworden.« …

 

Smart Investor: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

 

Interview: Ralf Flierl, Ralph Malisch

 

Das komplette Interview finden Sie in der aktuellen Druckausgabe Smart Investor 5/2015.

 

 

 

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Leser-Kommentare (13) zu diesem Artikel

31.05.2015 | 15:18

Helmut Pirkl

Es sind weder Zyklen noch ist es ein Trend, die unser Finanzsystem in den Abgrund stürzen. Aber schon mal gar nicht lässt sich die Entwicklung des derzeitigen der Welt von einigen Plutokraten aufgezwungen Finanzsystems mit der Zahl Pi berechnen. Hierbei handelt es sich um ein mit militärischer Macht erzwungenes weltweites Spielkasino, in dem mit gefälschten Karten und getürkten Roulettemaschinen sowie korrupten Bankhaltern Völker, Staaten und ihre Bürger betrogen und...

Es sind weder Zyklen noch ist es ein Trend, die unser Finanzsystem in den Abgrund stürzen. Aber schon mal gar nicht lässt sich die Entwicklung des derzeitigen der Welt von einigen Plutokraten aufgezwungen Finanzsystems mit der Zahl Pi berechnen. Hierbei handelt es sich um ein mit militärischer Macht erzwungenes weltweites Spielkasino, in dem mit gefälschten Karten und getürkten Roulettemaschinen sowie korrupten Bankhaltern Völker, Staaten und ihre Bürger betrogen und ausgeplündert werden. Alle daran beteiligten Hiwis haben davon solange ein gutes Auskommen, wie sie bei diesem bösen Spiel benötigt werden. Danach lässt man sie einfach fallen. Dieses Spielkasino ist von außen kaum zu schließen. Es wird letztendlich an der krankhaften Spielsucht, Geldgier und Unterdrückung der Menschheit ihrer Betreiber implodieren.


06.05.2015 | 21:08

Odys

Die Tage dieses Finanz-Betrugs-und Versklavungssystems geht zügig und zurecht dem Ende zu; wird in wenigen Tagen (nach Tag X) in ein ehrliches Geldwesen umgebaut. Wirklich rechtmäßig erworbenes Geld hat Bestand. Grundversorgung muß weitergehen(Strom, Wasser u.dgl.) Betrüger – kleine und große - werden zur Verantwortung gezogen. Wie schnell und gut das gelingt hängt von den damit betrauten Menschen ab. Die Vorratskammer sollte nicht gähnen, auch genügend Wasser, falls doch...

Die Tage dieses Finanz-Betrugs-und Versklavungssystems geht zügig und zurecht dem Ende zu; wird in wenigen Tagen (nach Tag X) in ein ehrliches Geldwesen umgebaut. Wirklich rechtmäßig erworbenes Geld hat Bestand. Grundversorgung muß weitergehen(Strom, Wasser u.dgl.) Betrüger – kleine und große - werden zur Verantwortung gezogen. Wie schnell und gut das gelingt hängt von den damit betrauten Menschen ab. Die Vorratskammer sollte nicht gähnen, auch genügend Wasser, falls doch klemmt. Diese millionenfach mordsmäßigen Herren des parasitären Betrugssystems (Finanz, Energie, Chemie, Lügen-Verblödungs-Medien, - Regierungen . . . ) müssen endlich abdanken.


04.05.2015 | 10:12

willy_winzig

Herr Draghi und Frau Yellen sind doch nur Schachfiguren in einem viel größeren Spiel, das mit der Abschaffung des Goldstandards den Ölpreisschocks von 1973 und 1979 und der Hochzins Politik im Jahr 1979- 1982 ihren Anfang nahm. Was wir heute erleben ist nur die Fortsetzung dieses Spiels, das man, wenn man es nur wollte, sofort unterbinden könnte. Herr Prof. Max Otte hat es doch im Interview mit der ARD gut erklärt. Er sagte: " Bis 1990 haben die Sparer ihr Geld bei der...

Herr Draghi und Frau Yellen sind doch nur Schachfiguren in einem viel größeren Spiel, das mit der Abschaffung des Goldstandards den Ölpreisschocks von 1973 und 1979 und der Hochzins Politik im Jahr 1979- 1982 ihren Anfang nahm. Was wir heute erleben ist nur die Fortsetzung dieses Spiels, das man, wenn man es nur wollte, sofort unterbinden könnte. Herr Prof. Max Otte hat es doch im Interview mit der ARD gut erklärt. Er sagte: " Bis 1990 haben die Sparer ihr Geld bei der Sparkasse oder den Banken auf das Sparbuch angelegt, und die Banken und Sparkassen haben das Geld den Firmen zur Verfügung gestellt, um neu Produkte und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Heute geht das Geld an den Märkten in London und New York, wo es sich Hedgefonds leihen und damit die Aktien der Firmen aufkaufen. Diese Firmen werden dann zu hohen Dividendenzahlungen gezwungen. Investitionen in neu Produkte unterbleiben und es werden Arbeitsplätze abgebaut um die Rendite zu steigern. Wir haben praktisch die (Geld) Pipelines umgebaut.!"
Ein weiter Schritt hin zur Machtübernahme der Hedgefonds und Schattenbanken erfolgte dann durch die Rot-Grüne Koalition im Jahr 2000, als man das Gesetz geschaffen hatte dass Institutionelle Anleger ihren Aktienbesitz steuerfrei Veräußern durften. Damit hat man die "Deutschland AG" aufgelöst. Banken wie die Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank haben sich daraufhin von ihren Aktienbesitz getrennt und den Erlös in London und New York in Derivate angelegt um mit dem Geld höhere Renditen zu erzielen, was ja auch für Investmentbanker wundervoll geklappt hat. Die Banken war danach zwar Pleite und mussten vom Steuerzahler gerettet werden, aber die Investmentbanker haben sehr gut verdient! Die Angelsächsischen Hedgefonds und Schatten Banken haben dann die deutschen Firmenanteil aufgekauft, so dass diese Firmen heute zu 70 %(!) im ausländischen Besitz sind. Und genau wie damals 1979 wird heute in Deutschland an dem Umbau der Wirtschaft, weg von einer Industriell geprägten und hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit billigen Teilzeitjobs, gearbeitet. Heute bestimmen angelsächsische Kapitalsammelstellen was in der Deutschen Wirtschaft geschieht. Diese sind es auch die hauptsächlich von den Exportüberschüssen der Deutschen Wirtschaft profitieren. Diesen Exportüberschuß erzielt Deutschland indem wir den anderen Ländern aus Steuermitteln das Geld über die EZB geben um unsere Produkte zu kaufen. Der Export in die USA wird mit wertlosen US Dollar bzw. US Staatsanleihen bezahlt, die wir aufgrund unserer Abhängigkeit von den USA nicht eintauschen dürfen. Praktisch sichern wir diesen angelsächsischen Anteilseignern ihren Profit mit Steuermittel und werden gleichzeitig von den USA und den EU Ländern wegen diesen Exportüberschuß angegriffen.Darum sagt man uns auch ständig Deutschland sei soooo reich. Das kann ja wahr sein, aber die Deutschen profitieren von diesen Reichtum nicht, weil der Gewinn aus dem Exportüberschuß an die Firmeneigentümer geht, und die befinden sich zu 70%(!) im Ausland!


04.05.2015 | 09:01

mikesch

Meinung: Bargeldverbot und Negativzinsen – Ein um das Überleben kämpfendes Finanzsystem Nach Angaben der Neuen Züricher Zeitung soll es Ende Mai zu einer Tagung in London kommen auf der diejenigen Ökonomen Negativzinsen (bis zu 5%) und ein mögliches Bargeldverbot diskutieren wollen, die bereits in den letzten Wochen und Monaten als Vordenker einer Bargeldabschaffung das Wort geredet haben: Kenneth Rogoff und Willem Buiter. Sicherlich werden die sogenanten Experten dabei eines...

Meinung: Bargeldverbot und Negativzinsen – Ein um das Überleben kämpfendes Finanzsystem Nach Angaben der Neuen Züricher Zeitung soll es Ende Mai zu einer Tagung in London kommen auf der diejenigen Ökonomen Negativzinsen (bis zu 5%) und ein mögliches Bargeldverbot diskutieren wollen, die bereits in den letzten Wochen und Monaten als Vordenker einer Bargeldabschaffung das Wort geredet haben: Kenneth Rogoff und Willem Buiter. Sicherlich werden die sogenanten Experten dabei eines vollkommen außer acht lassen: Bargeld wird von vielen Menschen als Grundbedürfnis der eigenen Existenz wahrgenommen. mehr hier: http://www.konjunktion.info/2015/05/meinung-bargeldverbot-und-negativzinsen-ein-um-das-ueberleben-kaempfendes-finanzsystem/


04.05.2015 | 07:58

Udo

@ben:Draghi ist Statthalter. Die Gefahr ist der Wirtschafts-Totalitarismus, so wie Armstrong ihn beschreibt. Buiter und Rogoff, die Vordenker und Theretiker dieser absurden und drohenden Bargeldabschaffung, sind zu einer großen Tagung Ende des Monats zu diesem Thema in London eingeladen und halten dort auch Reden. Martin Armstrong wurde nicht eingeladen, sagt schon viel aus! Bargeldabschaffung ist der Angriff auf Freiheit, der Weg in die Knechtschaft sowie Entmündigung und...

@ben:Draghi ist Statthalter. Die Gefahr ist der Wirtschafts-Totalitarismus, so wie Armstrong ihn beschreibt. Buiter und Rogoff, die Vordenker und Theretiker dieser absurden und drohenden Bargeldabschaffung, sind zu einer großen Tagung Ende des Monats zu diesem Thema in London eingeladen und halten dort auch Reden. Martin Armstrong wurde nicht eingeladen, sagt schon viel aus! Bargeldabschaffung ist der Angriff auf Freiheit, der Weg in die Knechtschaft sowie Entmündigung und Enteignung zugleich. Die geisteskranke Finanzelite klammert sich nur noch an den Strohhalm der Machterhaltung und im Schlepptau die korrupten Politiker. Dass die grosse Weltwirtschaftskrise sich ihren Weg bahnt und im Herbst/Winter für jedermann sichtbar und spürbar wird interessiert dieses geisteskranke Elite nicht. Wir benötigen eine neue Gesellschaftsformel einschl. einer neuen auf ausgleichende Besitzverhältnisse ausgerichtete Geldordnung, sonst droht das Ende der Zivilisation, vielleicht auch der Untergang. Der Geist muss sich aus der Materie befreien.


04.05.2015 | 07:04

ben

Die Politik hat sich ganz bewußt für Draghi entschieden, weil der die Schlichen und Betrügereien des Investment-Bankings kennt, die Schattenbanken, Offshore-Oasen und das FED-System. Die Briten waren ja reichlich überfordert, als Soros das Pfund attackiert hat. Deshalb, so dachte man, ist es besser, die Type für sich arbeiten zu lassen als gegen sich. Draghi macht aus Sicht der Eurofetischisten alles richtig.

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